
Das Jahr neigt sich dem Ende zu – eine Zeit, um innezuhalten, die vergangenen Monate Revue passieren zu lassen und Danke zu sagen. Wir blicken

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| Eigenschaft | Wert | Beschreibung |
|---|---|---|
| Produktnummer: | Bambini-jet-black | |
| Einsatzbereiche: | Arztpraxen, Bankauflagen aus Leder, Designobjekte, Gaststätten, Handtaschen, Hotels, Kindergärten, Kinderzimmer, Kissen und Polster, Kliniken, Küchenstühle, Esszimmerstühle, Massage Praxen, Möbel, Nackenrollen aus Leder, Objektbereich, Polstermöbel (Couch, Sofa, Sessel, Stühle), Praxen für Heilberufe, Sitzkissen aus Leder, Sitzmöbel und feste Polster, Wohnbereich, Wohnmobil und Caravan Leder, Wohnwagen Leder | |
Was versteht man unter den Einsatzbereichen bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen? Der Begriff Einsatzbereiche beschreibt die typischen Anwendungsgebiete eines Materials – also wo, wofür und in welcher Form echtes Leder, Kunstleder oder Stoffe verwendet werden. Diese Bereiche richten sich nach den Eigenschaften des Materials, z. B. Robustheit, Flexibilität, Pflegebedarf oder Optik. Einsatzbereiche von echtem Leder: Echtes Leder ist langlebig, atmungsaktiv und hochwertig. Es wird überall dort eingesetzt, wo man natürliche Optik, hohe Strapazierfähigkeit und edle Haptik wünscht. Typische Einsatzbereiche: - Möbelbezüge (Sofas, Sessel) - Gastronomie & Objektmöbel - Mode (Jacken, Schuhe, Taschen, Gürtel) - Fahrzeuginnenausstattung (Sitze, Lenkräder, Schaltknäufe) - Handwerk & Accessoires (Etuis, Portemonnaies, Messerhüllen) - Sattlerei, Reitsport, Motorradsitze Besonders beliebt im Premiumsegment, wenn Langlebigkeit und Prestige gefragt sind. Einsatzbereiche von Kunstleder: Kunstleder ist pflegeleicht, kostengünstiger und wasserabweisend. Es wird verwendet, wenn der Look von Leder gewünscht ist – aber nicht zwingend dessen Eigenschaften nötig sind. Typische Einsatzbereiche: - Polstermöbel (Stühle, Bänke, Sofas) - Mode (Kunstlederjacken, Hosen, Schuhe) - Taschen & Accessoires - Auto- & Boot-Innenräume (z. B. Sitzbezüge) - Gastronomie & Objektmöbel (leicht abwischbar, hygienisch) - Tierbedarf (Halsbänder, Leinen) Besonders geeignet für preisbewusste, vegane oder hygienisch anspruchsvolle Anwendungen. Einsatzbereiche von Stoffen: Stoffe sind extrem vielseitig – von feinen Kleidungsstoffen bis zu robusten Outdoor-Materialien. Sie variieren stark je nach Faserart und Webtechnik. Typische Einsatzbereiche: - Bekleidung (Shirts, Kleider, Hosen, Unterwäsche) - Wohntextilien (Vorhänge, Kissen, Decken, Bettwäsche) - Polsterstoffe (Sofas, Sessel) - Taschen, Rucksäcke, Bezüge - Technische Textilien (Outdoor, Medizin, Filtration) DIY, Hobby, Patchwork, Deko Stoffe bieten durch ihre Vielfalt eine fast unbegrenzte Bandbreite an Verwendungsoptionen – von alltagstauglich bis spezialtechnisch. Fazit: Echtes Leder wird bevorzugt dort eingesetzt, wo Qualität, Langlebigkeit und Prestige gefragt sind. Kunstleder findet seinen Einsatz vor allem in funktionalen, pflegeleichten oder kostengünstigen Anwendungen, während Stoffe durch ihre große Vielfalt nahezu überall zum Einsatz kommen – von Kleidung bis Möbel, von Alltag bis Technik. | ||
| AZO Farbstoffe: | nicht nachweisbar gemäß EN 14362/1, nicht nachweisbar gemäß EN 14362/3 | |
Was versteht man unter AZO-Farbstoffen bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen? AZO-Farbstoffe sind synthetische Farbstoffe, die eine sogenannte Azo-Gruppe (-N=N-) in ihrer chemischen Struktur enthalten. Sie werden häufig zur Einfärbung von Textilien, Leder und Kunstleder verwendet, da sie intensive Farben und eine gute Haltbarkeit bieten. Einige dieser Farbstoffe können jedoch unter bestimmten Bedingungen aromatische Amine freisetzen, die als krebserregend oder allergieauslösend gelten. Deshalb sind viele AZO-Farbstoffe in der EU gesetzlich verboten oder stark eingeschränkt. Bei echtem Leder AZO-Farbstoffe wurden früher häufig zur Einfärbung von Leder verwendet. Heute dürfen in der EU keine AZO-Farbstoffe mehr eingesetzt werden, die verbotene aromatische Amine freisetzen. Hochwertiges Leder ist in der Regel AZO-frei und entsprechend zertifiziert (z. B. OEKO-TEX®, Blauer Engel). Leder aus unsicheren Herkunftsländern ohne Prüfung kann weiterhin belastet sein. Bei Kunstleder Kunstleder wird meist mit Farbpigmenten auf PU- oder PVC-Basis beschichtet, die ebenfalls AZO-Farbstoffe enthalten können. Auch hier sind viele problematische AZO-Verbindungen in Europa verboten. Qualitätsprodukte aus der EU unterliegen der REACH-Verordnung und sind in der Regel frei von verbotenen AZO-Stoffen. Günstige Importware kann ein Risiko darstellen, wenn keine Schadstoffprüfungen durchgeführt wurden. Bei Stoffen (Textilien) AZO-Farbstoffe waren lange Zeit weit verbreitet in der Textilfärbung, besonders bei intensiven Farben. In der EU ist die Verwendung bestimmter AZO-Farbstoffe, die krebserregende Amine freisetzen, verboten. Vor allem bei Textilien mit Hautkontakt (z. B. Unterwäsche, Bettwäsche, Babybekleidung) ist der Verzicht auf AZO-Farben gesetzlich geregelt. Zertifizierte Textilien (z. B. OEKO-TEX®, GOTS) sind auf AZO-Freiheit geprüft. Fazit: AZO-Farbstoffe können in Leder, Kunstleder und Stoffen vorkommen, wenn sie nicht nach geltenden Umwelt- und Gesundheitsstandards produziert wurden. In der EU gelten strenge Vorschriften, um gesundheitsschädliche Verbindungen zu verbieten. Verbraucher sollten auf Zertifizierungen und Herkunft achten, um gesundheitliche Risiken durch AZO-Farben zu vermeiden.synthetische Farbstoffe, die eine sogenannte Azo-Gruppe (-N=N-) in ihrer chemischen Struktur enthalten. Sie werden häufig zur Einfärbung von Textilien, Leder und Kunstleder verwendet, da sie intensive Farben und eine gute Haltbarkeit bieten. Einige dieser Farbstoffe können jedoch unter bestimmten Bedingungen aromatische Amine freisetzen, die als krebserregend oder allergieauslösend gelten. Deshalb sind viele AZO-Farbstoffe in der EU gesetzlich verboten oder stark eingeschränkt. **Bei echtem Leder** * AZO-Farbstoffe wurden früher häufig zur Einfärbung von Leder verwendet. * Heute dürfen in der EU keine AZO-Farbstoffe mehr eingesetzt werden, die verbotene aromatische Amine freisetzen. * Hochwertiges Leder ist in der Regel AZO-frei und entsprechend zertifiziert (z. B. OEKO-TEX®, Blauer Engel). * Leder aus unsicheren Herkunftsländern ohne Prüfung kann weiterhin belastet sein. **Bei Kunstleder** * Kunstleder wird meist mit Farbpigmenten auf PU- oder PVC-Basis beschichtet, die ebenfalls AZO-Farbstoffe enthalten können. * Auch hier sind viele problematische AZO-Verbindungen in Europa verboten. * Qualitätsprodukte aus der EU unterliegen der REACH-Verordnung und sind in der Regel frei von verbotenen AZO-Stoffen. * Günstige Importware kann ein Risiko darstellen, wenn keine Schadstoffprüfungen durchgeführt wurden. **Bei Stoffen (Textilien)** * AZO-Farbstoffe waren lange Zeit weit verbreitet in der Textilfärbung, besonders bei intensiven Farben. * In der EU ist die Verwendung bestimmter AZO-Farbstoffe, die krebserregende Amine freisetzen, verboten. * Vor allem bei Textilien mit Hautkontakt (z. B. Unterwäsche, Bettwäsche, Babybekleidung) ist der Verzicht auf AZO-Farben gesetzlich geregelt. * Zertifizierte Textilien (z. B. OEKO-TEX®, GOTS) sind auf AZO-Freiheit geprüft. **Fazit:** AZO-Farbstoffe können in Leder, Kunstleder und Stoffen vorkommen, wenn sie nicht nach geltenden Umwelt- und Gesundheitsstandards produziert wurden. In der EU gelten strenge Vorschriften, um gesundheitsschädliche Verbindungen zu verbieten. Verbraucher sollten auf Zertifizierungen und Herkunft achten, um gesundheitliche Risiken durch AZO-Farben zu vermeiden. | ||
| Allergisierende Farbstoffe: | nicht nachweisbar gemäß DIN 54231 | |
Was versteht man unter allergisierenden Farbstoffen bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen? Allergisierende Farbstoffe sind chemische Farbmittel, die bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen können – meist durch Hautkontakt. Diese Farbstoffe werden insbesondere in der Textil- und Lederverarbeitung eingesetzt, um Materialien einzufärben. Einige dieser Farbstoffe sind gesundheitlich bedenklich und deshalb gesetzlich reglementiert oder verboten, vor allem in Produkten mit direktem Hautkontakt. Bei echtem Leder In der Lederherstellung können bestimmte Azofarbstoffe oder chromhaltige Farbstoffe eingesetzt werden, die als allergen gelten. - Chrom VI, das bei unsachgemäßer Ledergerbung entstehen kann, ist besonders sensibilisierend und steht unter strenger Beobachtung. - Hochwertiges Leder, wie Projektleder Lederkollektionen, sind chromfrei oder mit geprüften, allergenarmen Farbstoffen behandelt. - Leder mit OEKO-TEX®-Zertifikat oder vergleichbaren Umwelt-/Gesundheitssiegeln ist meist frei von allergieauslösenden Stoffen. Bei Kunstleder Kunstleder wird meist mit synthetischen Farben und PU- oder PVC-Beschichtungen eingefärbt. Dabei können ebenfalls problematische Farbstoffe enthalten sein, insbesondere bei minderwertiger Ware. - Gutes Kunstleder für den EU-Markt unterliegt der REACH-Verordnung und ist in der Regel frei von verbotenen Azofarbstoffen. - Bei Produkten aus Fernost ohne Prüfsiegel ist Vorsicht geboten. Bei Stoffen (Textilien) In Textilien sind allergisierende Farbstoffe besonders problematisch, da sie oft direkt mit der Haut in Berührung kommen (z. B. Kleidung, Bettwäsche). Besonders bekannt sind Azofarbstoffe, Dispersionsfarbstoffe und Reaktivfarbstoffe als mögliche Auslöser von Kontaktallergien. Viele dieser Stoffe sind in Europa verboten oder stark eingeschränkt – v. a. für Baby- und Hautkontaktprodukte. - Textilien mit OEKO-TEX®- oder GOTS-Zertifizierung gelten als unbedenklich. Fazit: Allergisierende Farbstoffe können sowohl in echtem Leder, Kunstleder als auch Stoffen vorkommen, wenn keine kontrollierten Färbeverfahren eingesetzt werden. Für gesundheitsbewusste oder empfindliche Personen empfiehlt sich der Kauf von zertifizierten, schadstoffgeprüften Materialien, insbesondere bei Produkten mit direktem Hautkontakt. | ||
| Brandverhalten: | BS 5852 S 0, EN 1021 P 1 | |
Was versteht man unter Brandverhalten bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen? Das Brandverhalten beschreibt, wie ein Material auf Feuer oder hohe Hitzeeinwirkung reagiert – also ob es brennt, wie schnell es sich entzündet, ob es tropft, raucht oder giftige Gase freisetzt. Diese Eigenschaft ist besonders wichtig bei der Auswahl von Materialien für Möbel, Fahrzeuginnenräume, öffentliche Gebäude, Luftfahrt oder Arbeitskleidung. In vielen Einsatzbereichen gelten verbindliche Normen wie DIN, EN und ISO, die das Brandverhalten von Materialien definieren, testen und klassifizieren. Bei echtem Leder Echtes Leder ist von Natur aus schwer entflammbar und brennt meist nur bei direktem, anhaltendem Flammkontakt. Es verkohlt beim Brennen und bildet keine schmelzenden Tropfen. Chromgegerbtes Leder kann ein verbessertes Brandverhalten zeigen. Für Polsterleder und Leder in Möbeln gelten u. a. folgende relevante Normen: - DIN EN ISO 8191-1 / -2: Brandverhalten von Möbelpolstern – Zündquelle Zigarette und Streichholz - DIN EN 1021-1 / 1021-2: Entzündbarkeit von Polstermöbeln durch glimmende Zigaretten und kleine offene Flammen - DIN EN ISO 6940 / 6941: Bestimmung der vertikalen Flammenausbreitung an Textilien und Verbundmaterialien wie beschichtetem Leder - DIN EN ISO 4589-2: Sauerstoffindex zur Beurteilung der Brennbarkeit von Leder - ISO 3795 / DIN 75200: Brennverhalten von Materialien im Fahrzeugbau (z. B. für Ledersitze oder Türverkleidungen) - FAR 25.853: Norm für Materialien in Luftfahrzeugen (für flugzeugtaugliches Polsterleder) In vielen Bereichen erfüllt echtes Leder die Anforderungen an schwer entflammbare Materialien oft auch ohne zusätzliche Flammschutzausrüstung. Bei Kunstleder Kunstleder besteht meist aus Polyurethan (PU) oder Polyvinylchlorid (PVC) und zeigt ohne Ausrüstung ein kritisches Brandverhalten: Schmelzen, Tropfen und Rauchentwicklung sind möglich. Die genaue Reaktion hängt von der Materialzusammensetzung und eventuell verwendeten Flammschutzmitteln ab. Hochwertiges Kunstleder wird oft nach folgenden Normen geprüft: - DIN EN 1021-1 und 1021-2 (Zündverhalten von Polstermöbeln) - DIN 4102-B1/B2 (Bauprodukte: schwer/normal entflammbar) - ISO 3795 / DIN 75200 (Fahrzeuginnenraum) - FMVSS 302 (US-Standard für Kfz-Innenräume) Bei Stoffen (Textilien) Das Brandverhalten variiert stark je nach Faserart und Ausrüstung: - Baumwolle brennt schnell - Polyester schmilzt und tropft - Wolle ist relativ schwer entflammbar. Textilien können zusätzlich mit Flammschutzmitteln ausgerüstet werden. Relevante Normen sind: - DIN EN 13501-1 (Brandklassifizierung für Bauprodukte) - DIN EN 1021-1 / 1021-2 (Zündverhalten bei Polstermöbeln) - DIN 4102-B1/B2 (klassische Brandschutznorm) - DIN EN ISO 6940 / 6941 (Flammenausbreitung) - NF P92-503 (französische Klassifizierung M1–M4) - FAR 25.853 (Flugzeugnorm) Fazit: Das Brandverhalten ist ein zentrales Sicherheitskriterium bei der Materialauswahl. Echtes Leder ist von Natur aus relativ schwer entflammbar und erfüllt viele Anforderungen bereits ohne zusätzliche Chemikalien. Kunstleder und Textilien hingegen benötigen in der Regel flammhemmende Ausrüstung, um geltende Normen wie DIN EN 1021, DIN 4102, ISO 6941 oder FAR 25.853 zu erfüllen. Für öffentliche, gewerbliche oder sicherheitskritische Einsatzbereiche ist die Einhaltung dieser Normen unverzichtbar. | ||
| Dauerknickverhalten: | 100.000 Touren – keine Veränderungen gemäß EN ISO 5402/1 | |
Was versteht man unter Dauerknickverhalten bei echtem Leder und Kunstleder? Das Dauerknickverhalten beschreibt die Fähigkeit eines Materials, wiederholtes Falten, Biegen oder Knicken über einen längeren Zeitraum hinweg ohne sichtbare Schäden wie Risse, Brüche oder Ablösungen zu überstehen. Es ist ein entscheidender Qualitätsfaktor für Materialien, die in stark beanspruchten Bereichen eingesetzt werden, z. B. bei Polstermöbeln, Schuhen, Taschen oder Fahrzeuginterieur. Bei echtem Leder Echtes Leder besitzt in der Regel ein sehr gutes Dauerknickverhalten, da es elastisch, zugfest und faserstabil ist. Durch die natürliche Struktur kann es sich gut an mechanische Beanspruchung anpassen, ohne schnell zu reißen. Besonders hochwertig gegerbtes Leder (z. B. durch Fassgerbung) zeigt eine hohe Langlebigkeit unter Dauerbelastung. Offene Poren oder sehr weiche Lederarten können empfindlicher auf Knickbelastung reagieren. Gängige Prüfverfahren für Dauerknickverhalten bei Leder sind in der Norm DIN EN ISO 5402-1 definiert: Diese beschreibt die Methode zur Ermittlung der Knickbeständigkeit durch wiederholtes Bewegen über einen kleinen Radius (flexing endurance test). Bei Kunstleder Das Dauerknickverhalten hängt stark von der Qualität der Trägerstruktur (meist Textilgewebe) und der Deckschicht (z. B. PU, PVC) ab. Günstiges Kunstleder kann bei häufiger Beanspruchung zu Rissen, Abblättern oder Brüchigkeit neigen. Hochwertiges PU-Kunstleder mit elastischer Beschichtung und textiler Rückseite ist deutlich belastbarer. Auch hier gilt die DIN EN ISO 5402-1 als wichtigste Prüfnorm zur Bewertung der Dauerknickfestigkeit. Zusätzlich kann die Norm ISO 20932-1 (Bestimmung der Dehnungseigenschaften von beschichteten Textilien) zur ergänzenden Materialbewertung herangezogen werden. Fazit: Ein gutes Dauerknickverhalten ist essenziell für langlebige Produkte aus Leder oder Kunstleder. Wäh ren d echtes Leder durch seine natürliche Elastizität überzeugt, ist bei Kunstleder besonders auf die Materialqualität und Verarbeitun g zu ach ten. Die DIN EN ISO 5402-1 bietet eine international anerkannte Prüfgrundlage zur Bewertung der Knickbeständigkeit beider Materialien. | ||
| Eigenschaften: | abriebfest, besonders hochwertig, dehnfähig, langlebig, lichtecht, lösungsmittelfrei, nachhaltig, pflegeleicht, phthalatfrei, reißfest, vegan (tierfreundliche Alternative), weich | |
Was versteht man unter den Eigenschaften bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen? Die Eigenschaften dieser Materialien beziehen sich auf ihre technischen, optischen, haptischen und funktionalen Merkmale, die ihre Eignung für bestimmte Einsatzzwecke bestimmen – z. B. Kleidung, Polster, Taschen, Möbel oder Fahrzeug-Innenausstattung. 1. Eigenschaften von echtem Leder Echtes Leder ist ein natürliches Material, das aus Tierhaut gewonnen wird – meist von Rind, Schwein oder Ziege. Typische Eigenschaften (Merkmale und Beschreibung): - Atmungsaktivität: Hoch – Leder "lebt" und lässt Luft durch - Strapazierfähigkeit: Sehr hoch, besonders bei Dickleder - Optik: Einzigartige Narbung, oft mit Patina - Haptik: Warm, weich, hochwertig - Wasserresistenz: Mittel – kann imprägniert werden - Pflegebedarf: Ab und an Lederpflege notwendig - Umweltaspekt: Naturprodukt 2. Eigenschaften von Kunstleder Kunstleder (PU, PVC) ist ein synthetisch hergestelltes Imitat von echtem Leder. Typische Eigenschaften (Merkmal und Beschreibung): - Atmungsaktivität: Gering, abhängig vom Produkt - Strapazierfähigkeit: Sehr gut, abhängig von der Qualität - Optik: Gleichmäßig, kann echtes Leder gut imitieren - Wasserresistenz: Hoch – sehr pflegeleicht - Pflegebedarf: Niedrig – einfach abwischbar - Umweltaspekt: Meist aus Erdöl-basierten Kunststoffen, es gibt aber auch "Vegane Produkte) 3. Eigenschaften von Stoffen (Textilien) Stoffe bestehen aus natürlichen oder synthetischen Fasern, die gewebt, gestrickt oder gefilzt sind. Typische Eigenschaften (Merkmal und Beschreibung): - Atmungsaktivität: Hoch bei Baumwolle, Leinen etc. - Strapazierfähigkeit: Variiert stark je nach Faser & Verarbeitung - Optik: Große Vielfalt – von fein bis grob - Haptik: Weich, angenehm (z. B. bei Naturfasern) - Wasserresistenz: Meist gering, es sei denn speziell beschichtet - Pflegebedarf: Waschmaschinengeeignet, pflegeleicht - Umweltaspekt: Naturfasern nachhaltig, Synthetik oft kritisch Fazit – Eigenschaften von echtem Leder, Kunstleder und Stoffen in Worten zusammengefasst: Echtes Leder überzeugt durch seine hohe Atmungsaktivität, natürliche Haptik und außergewöhnliche Langlebigkeit. Es wirkt hochwertig und entwickelt mit der Zeit eine schöne Patina. Kunstleder ist eine günstigere Alternative, die optisch oft kaum von echtem Leder zu unterscheiden ist. Es ist pflegeleicht, wasserabweisend und gleichmäßig in der Optik. Dafür fehlt ihm die Atmungsaktivität, es fühlt sich etwas kälter und künstlicher an. Stoffe sind sehr vielfältig in Aussehen und Eigenschaften. Sie sind meist atmungsaktiv, angenehm auf der Haut und pflegeleicht. Ihre Strapazierfähigkeit variiert jedoch stark – je nach Faserart und Verarbeitung. Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen gelten als besonders nachhaltig, während synthetische Stoffe eher kritisch zu bewerten sind. Kurz auf den Punkt gebracht: Echtes Leder steht für Natürlichkeit und Langlebigkeit, Kunstleder für Funktionalität und Pflegeleichtigkeit, und Stoffe für Vielseitigkeit und Komfort. | ||
| Formaldehyd: | nicht nachweisbar gemäß EN ISO 14184/1 | |
Was versteht man unter Formaldehyd-Einsatz bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen? Formaldehyd ist eine chemische Verbindung, die in verschiedenen industriellen Prozessen eingesetzt wird, unter anderem bei der Herstellung, Ausrüstung und Konservierung von Materialien wie Leder, Kunstleder und Textilien. Aufgrund seiner möglichen gesundheitsgefährdenden Wirkung – insbesondere als Atemwegsreizstoff und potenziell krebserzeugende Substanz – ist der Einsatz von Formaldehyd streng reglementiert. Bei echtem Leder - In der Lederherstellung kann Formaldehyd als Nebenprodukt beim Gerben oder bei der Zurichtung entstehen, insbesondere bei bestimmten synthetischen Harzen. - Hochwertige Lederprodukte werden heute meist formaldehydfrei oder mit sehr niedrigen Restgehalten produziert. - Für Verbraucherartikel gilt die Begrenzung von Formaldehyd gemäß der REACH-Verordnung und der Lederverordnung (Verordnung (EU) 2023/989). - Die Prüfung erfolgt nach der Norm DIN EN ISO 17226-1 (Bestimmung des Gehalts an Formaldehyd in Leder – chemische Analyseverfahren). - Der zulässige Grenzwert für direkten Hautkontakt liegt i. d. R. bei max. 75 mg/kg. Bei Kunstleder - Kunstleder enthält in der Regel keine natürlichen Eiweißstoffe wie echtes Leder, kann aber bei der Herstellung von Trägergewebe oder Beschichtungen (PU, PVC) ebenfalls mit Formaldehyd in Berührung kommen. - Besonders textile Trägermaterialien, die mit Harzen ausgerüstet wurden, können Formaldehydreste enthalten. - Für Kunstleder gilt die Norm DIN EN ISO 14184-1 zur Bestimmung von Formaldehyd in Textilien, die auch auf beschichtete Materialien angewendet werden kann. - Der zulässige Höchstwert liegt – wie bei Textilien – ebenfalls bei ca. 75 mg/kg (je nach Produktgruppe und Verwendung). Bei Stoffen (Textilien) - In der Textilindustrie wird Formaldehyd u. a. für bügelfreie Ausrüstungen, Farbfixierungen oder antimikrobielle Ausrüstungen verwendet. - Besonders in Billigimporten oder alten Produktionen sind teils noch erhöhte Werte möglich. - Die wichtigsten Prüf- und Bewertungsnormen sind: - DIN EN ISO 14184-1 (Bestimmung von Formaldehyd – wässriges Extraktionsverfahren) - OEKO-TEX® Standard 100 regelt Grenzwerte für verschiedene Produktklassen, z. B. max. 16 mg/kg für Babykleidung (Klasse I). - REACH-Anhang XVII führt Formaldehyd als beschränkten Stoff in bestimmten Anwendungen. Fazit: Der Einsatz von Formaldehyd ist bei Leder, Kunstleder und Textilien aus gesundheitlichen Gründen streng limitiert. Moderne Herstellungsverfahren setzen zunehmend auf formaldehydfreie Ausrüstungen. Die Einhaltung von Normen wie DIN EN ISO 17226-1, DIN EN ISO 14184-1 und der REACH-Verordnung gewährleistet sichere Endprodukte – besonders wichtig für Produkte mit direktem Hautkontakt. | ||
| Herstellung: | nach den weltweit strengsten Umweltauflagen hergestellt. Hergestellt in der EU. | |
In Bezug auf Schadstoffe und gesetzliche Vorgaben versteht man unter der Herstellung von echtem Leder nicht nur die Gerbung der Tierhaut, sondern auch die kontrollierte Auswahl von Chemikalien während Gerbung, Färbung und Zurichtung, damit das Leder gesundheitlich unbedenklich und gesetzeskonform ist. 1. AZO-Farbstoffe · AZO-Farbstoffe wurden früher zum **Färben von Leder** eingesetzt. · Bestimmte AZO-Farbstoffe können sich **spalten** und dabei **krebserregende aromatische Amine** freisetzen. · In der EU verboten**, wenn sie diese Amine freisetzen. · Echtes Leder darf nur mit **zugelassenen, schadstofffreien Farbstoffen** gefärbt werden. Bedeutung: Schutz der Haut des Verbrauchers (z. B. bei Schuhen, Handschuhen). 2. PCP-Verordnung (Pentachlorphenol) PCP ist ein hochgiftiges Biozid, früher genutzt: · zur Konservierung von Häuten · als Schimmel- und Insektenschutz · In der EU seit Jahren verboten. · Echtes Leder darf keine oder nur minimalste Rückstände enthalten. Bedeutung: Vermeidung von Umweltgiften und Gesundheitsrisiken. 3. PCB (Polychlorierte Biphenyle) PCB wurden früher in: · Fetten, Ölen, Farben · Maschinen und Lederhilfsmitteln eingesetzt. · Stark gesundheits- und umweltschädlich, heute verboten. · Modern hergestelltes Leder muss PCB-frei sein. Bedeutung: Langzeitgesundheit und Umweltschutz. 4. Chrom VI (Chrom(VI)) · Bei der Chromgerbung wird Chrom III verwendet (erlaubt). · Streng geregelt (Grenzwerte in der EU). · Echtes Leder darf keinen oder nur extrem geringe Chrom-VI-Gehalte aufweisen. Bedeutung:Besonders wichtig bei Schuhen, Gurten, Möbeln (Hautkontakt). 5. FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) FCKW wurden früher: · als Treibgase · bei der Schaum- oder Sprühzurichtung verwendet. · Wegen Ozonabbau verboten. · In der Lederherstellung heute nicht mehr zulässig. Bedeutung:Klimaschutz und Umweltschutz. 6. Zurichtung von Leder Die Zurichtung ist der letzte Verarbeitungsschritt: · Auftragen von: - Farbschichten - Lacken - Wachsen - Kunstharzen · Ziel: - Schutz - Optik (Glanz, Matt, Struktur) - Abriebfestigkeit In Bezug auf Schadstoffe heißt das: * Keine verbotenen Lösemittel * Keine PCB-, PCP- oder AZO-haltigen Stoffe * Keine Bildung von Chrom VI * Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte usammengefasst: Die Herstellung von echtem Leder bedeutet nicht nur Tierhaut zu gerben, sondern auch: ✔️ Verwendung schadstofffreier Chemikalien ✔️ Einhaltung gesetzlicher Umwelt- und Gesundheitsvorschriften ✔️ Kontrollierte Färbung und Zurichtung ✔️Verbraucherschutz Alle unsere echten Leder und Kunstleder unterliegen selbstverständlich diesen Vorschriften und werden auch so gefertigt. | ||
| Klebertest: | Wir raten, vor dem eigentlichen Verkleben einen Klebertest durchzuführen, um die Materialverträglichkeit zu prüfen. | |
Warum ist es sinnvoll, vor dem Verkleben von Kunstleder einen "Klebertest" durchzuführen? Das Verkleben von Kunstleder ist ein wichtiger Arbeitsschritt in vielen handwerklichen und industriellen Bereichen, etwa in der Polsterei, im Fahrzeuginnenausbau oder bei der Herstellung von Taschen und Möbeln. Da Kunstleder aus verschiedenen Materialschichten besteht und je nach Hersteller unterschiedlich zusammengesetzt ist, ist es besonders sinnvoll, vor dem eigentlichen Verkleben einen Klebertest durchzuführen. Ein wesentlicher Grund für einen Klebertest ist die Materialverträglichkeit. Kunstleder besteht meist aus einem textilen Trägermaterial, das mit einer Kunststoffschicht, beispielsweise aus PVC oder Polyurethan, beschichtet ist. Nicht jeder Klebstoff ist mit diesen Kunststoffen verträglich. Manche Kleber können das Material angreifen, aufweichen oder verfärben. Ein Test an einer unauffälligen Stelle oder an einem Reststück zeigt, ob der Kleber das Kunstleder beschädigt oder optisch verändert. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Haftfestigkeit. Unterschiedliche Kunstlederoberflächen weisen verschiedene Oberflächenstrukturen und Beschichtungen auf. Ein Kleber, der bei einem Material gut hält, kann bei einem anderen nur unzureichend haften. Durch einen Klebertest lässt sich prüfen, ob die Verbindung dauerhaft belastbar ist und den späteren Anforderungen wie Zug, Druck oder Bewegung standhält. Darüber hinaus hilft ein Klebertest, Verarbeitungsfehler zu vermeiden. Klebstoffe unterscheiden sich in ihrer offenen Zeit, Trocknungsdauer und Verarbeitungstemperatur. Ein Test ermöglicht es, den richtigen Zeitpunkt für das Zusammenfügen der Materialien zu bestimmen und die optimale Verarbeitungstechnik zu erproben. So lassen sich Blasenbildung, ungleichmäßige Verklebungen oder ein Verrutschen der Materialien verhindern. Auch wirtschaftliche Gründe sprechen für einen Klebertest. Fehlerhafte Verklebungen führen häufig dazu, dass Werkstücke unbrauchbar werden und neu angefertigt werden müssen. Durch einen vorherigen Test können Materialverluste, Zeitaufwand und zusätzliche Kosten deutlich reduziert werden. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass ein Klebertest vor dem Verkleben von Kunstleder ein wichtiger Schritt zur Qualitätssicherung ist. Er stellt sicher, dass Material und Klebstoff miteinander kompatibel sind, die Verklebung dauerhaft hält und optisch einwandfrei bleibt. Dadurch wird nicht nur die Haltbarkeit des Endprodukts verbessert, sondern auch ein professionelles und zuverlässiges Arbeitsergebnis gewährleistet. | ||
| Lichtbeständigkeit: | ≥ 5 gemäß EN ISO 105 – B02 | |
Was versteht man unter Lichtbeständigkeit bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen? Die Lichtbeständigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Materials, seine Farbe und Oberfläche bei längerem Einfluss von natürlichem oder künstlichem Licht (insbesondere UV-Strahlung) unverändert zu behalten. Sie ist ein zentrales Qualitätskriterium bei Materialien, die dauerhaft Sonnenlicht ausgesetzt sind, wie Möbelbezüge, Autositze oder Outdoor-Textilien. Bei echtem Leder · Echtes Leder kann bei intensiver Lichteinwirkung ausbleichen oder sich verfärben – abhängig von der Farbstoffqualität und der Zurichtung. · Durchgefärbtes Leder mit lichtechten Pigmenten weist eine höhere Lichtbeständigkeit auf. · Besonders im Automobilbereich und bei Möbeln ist dieser Faktor wichtig für die langfristige Optik. Relevante Prüfnormen: · DIN EN ISO 105-B02 (Bestimmung der Lichtbeständigkeit von Leder) · DIN EN ISO 105-B06 (kombinierte Bewertung von Licht- und Wärmeeinwirkung – Heißlichtechtheit) Bei Kunstleder · Kunstleder reagiert je nach Materialbasis (PU, PVC) unterschiedlich auf UV-Strahlung. · Hochwertige PU-Kunstleder mit UV-stabilisierter Ausrüstung weisen bessere Lichtbeständigkeit auf als einfache PVC-Kunstleder. · Verfärbungen, Versprödung oder Strukturveränderungen sind bei schlechter Lichtbeständigkeit möglich. Relevante Prüfnormen: · DIN EN ISO 105-B02 · ISO 4892-2 (künstliche Bewitterung mit Xenonbogenlicht) Bei Stoffen (Textilien) · Textilien aus synthetischen Fasern (z. B. Polyester, Acryl) sind in der Regel lichtbeständiger als Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen. · Farbbeständigkeit ist entscheidend für Vorhänge, Polstermöbel, Sonnenschutz oder Outdoor-Bekleidung. · Auch gefärbte Stoffe können unter Lichteinfluss nachdunkeln oder ausbleichen. Relevante Prüfnormen: · DIN EN ISO 105-B02 · ISO 105-B04 (für Outdoor-Anwendungen mit Xenonbogenlicht) · ISO 4892-2 (künstliche Lichtalterung) Fazit: Lichtbeständigkeit ist eine entscheidende Materialeigenschaft für alle Anwendungen, bei denen Produkte Sonnenlicht oder künstlichem Licht ausgesetzt sind. Sie schützt Farben und Oberflächen vor Alterung und Farbverlust. Die wichtigsten Prüfstandards zur Beurteilung der Lichtbeständigkeit sind DIN EN ISO 105-B02, B06, B04 und ISO 4892-2. | ||
| Materialzusammensetzung: | 75% PVC, 22% Polyster, 3% Polyurethan | |
Was versteht man unter Materialzusammensetzung bei Kunstleder und Stoffen? Die Materialzusammensetzung beschreibt, aus welchen Rohstoffen ein Material besteht – also die prozentuale Aufteilung der einzelnen Komponenten, aus denen ein Stoff oder ein Kunstleder hergestellt wurde. Diese Information ist wichtig für: Pflegehinweise Tragekomfort / Haptik Haltbarkeit / Strapazierfähigkeit Nachhaltigkeit / Recyclingfähigkeit Allergiepotenzial 1. Materialzusammensetzung bei Kunstleder Kunstleder ist ein synthetisches Material, das echtes Leder optisch und haptisch imitieren soll. Typischerweise besteht es aus zwei Hauptbestandteilen: Trägermaterial (Textilbasis): Meist Polyester oder Baumwollgewebe Beschichtung (Deckschicht): Meist PVC (Polyvinylchlorid) oder PU (Polyurethan) Beispiel für die Materialzusammensetzung eines Kunstleders: 60 % Polyurethan (PU), 40 % Polyester 2. Materialzusammensetzung bei Stoffen (Textilien) Bei Stoffen gibt die Zusammensetzung an, welche Fasern in welchem Anteil verwendet wurden. Das ist bei Kleidung, Möbelbezügen oder Vorhängen üblich. Naturfasern: Baumwolle, Wolle, Leinen, Seide Synthetische Fasern: Polyester, Polyamid, Elastan, Acryl Beispiel für die Materialzusammensetzung eines Kleidungsstücks: 80 % Baumwolle, 18 % Polyester, 2 % Elastan Warum ist das wichtig? - Für die richtige Pflege (Waschanleitung, Bügeln) - Für Allergiker oder Menschen mit empfindlicher Haut - Für umweltbewusste Entscheidungen (z. B. Vermeidung von Mikroplastik) - Für die Beurteilung der Qualität oder Haltbarkeit | ||
| Nahtschiebewiderstand: | Kette 1.3 mm | Schuß 1.0 mm, gemäß EN ISO 13936/2 | |
Was versteht man unter Nahtschiebewiderstand bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen? Der Nahtschiebewiderstand beschreibt die Fähigkeit eines Materials, einer Belastung an der Naht standzuhalten, ohne dass sich das Material entlang der Naht öffnet oder reißt. Diese Eigenschaft ist besonders wichtig für die Langlebigkeit und Sicherheit von genähten Produkten wie Polstermöbeln, Fahrzeugbezügen, Kleidung oder Lederwaren. Bei echtem Leder - Leder mit dichter Faserstruktur zeigt in der Regel einen hohen Nahtschiebewiderstand. - Bei zu weichem oder offenporigem Leder kann es zum Ausreißen der Naht kommen. - Die Verarbeitung (Stichlänge, Fadenstärke) beeinflusst zusätzlich das Ergebnis. Relevante Norm: DIN EN ISO 13936-2 (Bestimmung des Nahtschiebewiderstands – Verfahren mit genähter Naht) Bei Kunstleder - Der Nahtschiebewiderstand hängt stark von der Trägertextilie und der Haftung der Beschichtung ab. - Günstiges Kunstleder neigt bei Zugbelastung zur Rissbildung an der Naht. - Hochwertiges PU-Kunstleder mit textilem Träger kann vergleichbare Werte wie Echtleder erreichen. Relevante Norm: DIN EN ISO 13936-2 Bei Stoffen (Textilien) - Synthetische Gewebe wie Polyester oder Mischgewebe bieten oft eine gute Nahtfestigkeit. - Feine oder locker gewebte Stoffe (z. B. Leinen, Baumwolle) haben ein höheres Risiko für Nahtverschiebungen. - Die Art der Naht, der Faden und die Verarbeitung spielen eine entscheidende Rolle. Relevante Norm: DIN EN ISO 13936-2 Fazit: Ein hoher Nahtschiebewiderstand ist essenziell für langlebige und belastbare Nähte bei Leder, Kunstleder und Textilien. Die Prüfnorm DIN EN ISO 13936-2 bietet ein standardisiertes Verfahren zur Bewertung der Nahtfestigkeit genähter Materialien. | ||
| Oberfläche Beschaffenheit: | angenehm weich, glatt | |
Was versteht man unter Beschaffenheit der Oberfläche bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen? Die Beschaffenheit der Oberfläche beschreibt die sicht- und fühlbaren Merkmale eines Materials – also seine Struktur, Glätte, Narbung, Porigkeit, Weichheit oder eventuelle Beschichtungen. Sie beeinflusst nicht nur die Optik und Haptik, sondern auch die Funktionalität und Pflegeeigenschaften eines Produkts. Bei echtem Leder · Die Oberfläche zeigt je nach Lederart und Zurichtung natürliche Merkmale wie Narben, Poren oder Falten. · Glattleder, Nubuk, Velours oder geprägte Leder unterscheiden sich stark in Haptik und Aussehen. · Zurichtungen können Glanz, Farbe oder Schutzschichten aufbringen. Relevante Normen: · DIN EN ISO 2418 – Allgemeine Probenahme und Vorbereitung von Leder · DIN EN ISO 2589 – Bestimmung der Dicke · DIN EN ISO 3377-1 – Zugversuch zur Feststellung der Oberflächenhaftung (Finish) Bei Kunstleder · Die Oberfläche wird künstlich hergestellt, meist mit Narbungsprägung oder Glättung der PU-/PVC-Schicht. · Sie kann strukturiert, glatt, matt oder glänzend sein – je nach Design und Verarbeitung. · Häufig werden Schutzbeschichtungen gegen UV, Kratzer oder Flecken aufgebracht. Relevante Normen: · ISO 7619-1 – Härteprüfung (Shore) von Beschichtungen · ISO 7765-1 – Prüfung der Schlagzähigkeit · ISO 2286-2 – Dickenmessung von beschichteten Textilien Bei Stoffen (Textilien) · Die Oberfläche variiert je nach Faser, Gewebebindung und Veredelung. · Baumwolle, Leinen, Polyester oder Mikrofaser zeigen unterschiedliche Haptik und Struktur. · Beschichtete Textilien können wasserabweisend, atmungsaktiv oder schmutzresistent sein. Relevante Normen: · ISO 2060 – Garnfeinheit · ISO 139 – Klimatisierung vor Prüfung · ISO 12947 – Martindale-Abriebtest (indirekter Indikator für Oberflächenstabilität) Fazit: Die Oberflächenbeschaffenheit beeinflusst maßgeblich die Ästhetik, Pflege, Haptik und Einsatzfähigkeit von Leder, Kunstleder und Stoffen. Mit Normen wie DIN EN ISO 2589, ISO 2286-2 oder ISO 12947 lassen sich objektive Merkmale bewerten und vergleichen. | ||
| Reibeechtheit: | 5 nass gemäß EN ISO 105-X12, 5 trocken gemäß EN ISO 105-X12 | |
Was versteht man unter der Reibechtheit bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen? Die Reibechtheit beschreibt die Widerstandsfähigkeit eines gefärbten oder beschichteten Materials gegenüber mechanischer Reibung. Sie zeigt an, wie stark sich Farbe oder Beschichtung durch Reiben – im trockenen oder nassen Zustand – ablöst oder auf andere Materialien überträgt. Diese Eigenschaft ist besonders relevant bei Sitzmöbeln, Bekleidung oder Fahrzeuginterieur. Bei echtem Leder · Reibechtheit ist wichtig für die Dauerhaftigkeit von Farbe und Finish auf der Lederoberfläche. · Besonders bei pigmentierten Ledern kann es bei geringer Reibechtheit zu Abfärbungen kommen. · Geprüft wird sowohl im trockenen als auch im nassen Zustand. Relevante Norm: · DIN EN ISO 11640 – Leder – Bestimmung der Farbechtheit gegen Reiben Bei Kunstleder · Bei PU- oder PVC-beschichtetem Kunstleder ist die Haftung der Pigmente auf der Oberfläche entscheidend. · Eine schlechte Reibechtheit führt zu sichtbarem Abrieb oder Farbübertrag. · Wichtig in stark beanspruchten Bereichen wie Sitzflächen oder Lenkrädern. Relevante Norm: · DIN EN ISO 105-X12 – Textilien – Bestimmung der Farbechtheit gegen Reiben · DIN EN ISO 11640 – kann ebenfalls für beschichtete Materialien herangezogen werden Bei Stoffen (Textilien) · Reibechtheit ist ein entscheidender Faktor für Bekleidung, Vorhänge, Sitzbezüge etc. · Dunkle, intensiv gefärbte Stoffe haben oft geringere Reibechtheit. · Unterschiede bestehen zwischen trockener und nasser Reibechtheit. Relevante Norm: · DIN EN ISO 105-X12 – Standardmethode zur Bewertung der Farbechtheit gegenüber Reiben Fazit: Die Reibechtheit beeinflusst die Optik, Funktionalität und Alltagstauglichkeit von Leder, Kunstleder und Textilien. Sie stellt sicher, dass Farben nicht auf Kleidung oder angrenzende Materialien abfärben. Die wichtigsten Prüfverfahren sind DIN EN ISO 11640 für Leder und DIN EN ISO 105-X12 für Kunstleder und Stoffe. | ||
| Scheuertouren: | > 100.000 Touren, gemäß DIN EN ISO 12947/1+2 | |
Was versteht man unter Scheuertouren bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen? Die Scheuertouren beschreiben, wie viele Reibzyklen ein Material aushält, bevor sichtbare Abnutzung oder Durchscheuern auftritt. Sie sind ein wichtiges Maß für die Abriebfestigkeit – besonders bei stark beanspruchten Anwendungen wie Polstermöbeln, Autositzen oder Bekleidung. Je höher die Anzahl der Scheuertouren, desto widerstandsfähiger ist das Material. Bei echtem Leder: · Leder hat je nach Zurichtung und Oberflächenfinish unterschiedliche Abriebfestigkeit. · Hochwertiges Polsterleder erreicht häufig 10.000 bis über 50.000 Scheuertouren. · Die natürlichen Narbenstrukturen und das Finish beeinflussen das Ergebnis wesentlich. Relevante Normen: - DIN EN ISO 17076-1 – Bestimmung der Abriebfestigkeit von Leder (Martindale-Verfahren) - ISO 5470-1 – Abriebprüfung mittels Taber-Abraser (bei Leder seltener) Bei Kunstleder: · Die Abriebfestigkeit hängt stark von der Qualität der PU- oder PVC-Beschichtung und dem Trägermaterial ab. · Hochwertige Kunstleder erreichen bis zu 100.000 Scheuertouren oder mehr. · Günstige Kunstleder zeigen oft frühzeitig Risse, Farbabrieb oder Ablösungen. Relevante Normen: - ISO 12947-2 – Martindale-Verfahren zur Bestimmung der Scheuerfestigkeit von beschichteten Textilien - ISO 5470-1 – Abriebprüfung mit Taber-Abraser Bei Stoffen (Textilien): · Je nach Faserart, Webart und Ausrüstung erreichen Textilien sehr unterschiedliche Werte. · Standardstoffe für Haushaltsmöbel: ca. 15.000–30.000 Scheuertouren · Hochleistungsstoffe für Objektbereich oder Outdoor: bis 100.000 und mehr Relevante Normen: - ISO 12947-2 – Bestimmung der Scheuerfestigkeit von Textilien (Martindale) - DIN EN ISO 12947-1 bis -4 – umfassen Aufbau, Durchführung und Bewertung Fazit: Die Anzahl der Scheuertouren ist ein verlässlicher Indikator für die Haltbarkeit von Leder, Kunstleder und Stoffen bei Reibungseinwirkung. Für langlebige Produkte im Möbel-, Automobil- oder Textilbereich ist eine hohe Abriebfestigkeit unerlässlich. Die wichtigsten Prüfnormen sind DIN EN ISO 17076, ISO 12947 und ISO 5470. | ||
| Umwelteigenschaften: | ohne Einsatz von AZO-Farbstoffen, umweltschonende Herstellung | |
Was versteht man unter Umwelteigenschaften und deren Auswirkungen bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen? Die Umwelteigenschaften beschreiben, wie Materialien während ihrer Herstellung, Nutzung und Entsorgung die Umwelt beeinflussen. Dazu zählen Energieverbrauch, Emissionen, Einsatz von Chemikalien, Abbaubarkeit, Recyclingfähigkeit und soziale Aspekte. Für Verbraucher, Hersteller und Gesetzgeber sind diese Informationen zunehmend entscheidend, um nachhaltige Materialentscheidungen zu treffen. Bei echtem Leder · Echtleder ist bei ökologisch verantwortungsvoller Herstellung nachhaltig , etwa durch pflanzliche Gerbung, geringe Emissionen und lokale Produktion. · Chromgerbung birgt Umwelt- und Gesundheitsrisiken, insbesondere bei unkontrollierter Entsorgung oder fehlerhafter Nachbehandlung. · Leder ist biologisch abbaubar, sofern es nicht stark beschichtet oder synthetisch ausgerüstet ist. Relevante Normen und Richtlinien: · DIN EN ISO 14001 – Umweltmanagementsysteme · DIN EN ISO 17075-1/-2 – Bestimmung von Chrom(VI) in Leder · REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 – Chemikaliensicherheit in der EU Bei Kunstleder · Kunstleder besteht meist aus PVC oder PU und basiert damit auf fossilen Rohstoffen. · Die Herstellung kann energieintensiv sein und schwer abbaubare Rückstände erzeugen. · Hochwertiges PU-Kunstleder ist oft emissionsärmer als PVC, aber generell schlechter biologisch abbaubar als Echtleder. Relevante Normen und Richtlinien: · ISO 14040 / ISO 14044 – Lebenszyklusanalyse (LCA) · OEKO-TEX® Standard 100 – Schadstoffprüfung für Textilprodukte · ISO 12460-3 – Formaldehydemissionen aus Kunststoffen Bei Stoffen (Textilien) · Die Umweltwirkung variiert je nach Faserart: Naturfasern wie Baumwolle sind biologisch abbaubar, verursachen aber oft hohen Wasser- und Pestizidverbrauch. · Synthetische Fasern wie Polyester basieren auf Erdöl, sind recycelbar, aber schwer abbaubar. · Textilien können mit umweltschädlichen Farben, Weichmachern oder Ausrüstungen behandelt sein. Relevante Normen und Richtlinien: · ISO 14001 – Umweltmanagement · GOTS (Global Organic Textile Standard) – ökologische Textilzertifizierung · OEKO-TEX® Standard 100 Fazit: Die Umwelteigenschaften von Leder, Kunstleder und Textilien hängen stark vom Materialtyp, der Herstellungsmethode und der Entsorgung ab. Während Echtleder bei ökologischer Produktion vorteilhaft sein kann, bieten Kunstleder und Textilien Chancen durch Recycling oder Schadstofffreiheit. Maßgebliche Normen wie ISO 14001, REACH oder OEKO-TEX® helfen dabei, umweltrelevante Aspekte zu bewerten und nachhaltige Entscheidungen zu treffen. | ||
| Weiterreißfestigkeit: | Kette 19.5 N | Schuß 31.3 N, gemäß EN ISO 13937/3 | |
Was versteht man unter Weiterreißfestigkeit und deren Auswirkungen bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen? Die Weiterreißfestigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Materials, einem bereits vorhandenen Einriss oder Schnitt zu widerstehen und ein weiteres Einreißen unter Belastung zu verhindern. Sie ist besonders wichtig für Anwendungen, bei denen die Materialien mechanischen Spannungen oder dauerhafter Beanspruchung ausgesetzt sind, etwa bei Polstermöbeln, Autositzen, Taschen oder Arbeitskleidung. Bei echtem Leder: - Echtleder besitzt durch seine faserige Struktur eine natürliche Weiterreißfestigkeit, die je nach Tierart, Dicke und Gerbart variiert. - Hochwertig gegerbtes Leder weist eine sehr gute Reißfestigkeit auf, insbesondere bei vegetabil oder chromgegerbten Varianten. - Die Weiterreißfestigkeit wird unter anderem durch die Narbenstruktur und die Gleichmäßigkeit der Lederdicke beeinflusst. Relevante Normen: · DIN EN ISO 3377-2 – Bestimmung der Weiterreißfestigkeit von Leder (Doppelschlitzverfahren) · DIN EN ISO 3376 – Zugversuch zur Bewertung der Dehnung und Festigkeit von Leder Bei Kunstleder: - Die Weiterreißfestigkeit hängt stark von der Art des Trägermaterials (z. B. Polyester, Baumwollgewebe) und der Beschichtung (PU, PVC) ab. - Kunstleder mit hochwertigem Textilträger zeigt eine bessere Reißstabilität, während minderwertige Varianten schneller einreißen. - Kritisch sind Stellen mit Nähten oder häufiger Biegung. Relevante Normen: · ISO 4674-1 – Weiterreißfestigkeit von beschichteten Textilien · ISO 34-1 – Weiterreißfestigkeit von flexiblen Kunststoffen Bei Stoffen (Textilien): - Die Weiterreißfestigkeit von Stoffen variiert je nach Webart, Faserart und Ausrüstung. - Dicht gewebte, synthetische Stoffe wie Cordura oder Polyester sind deutlich weiterreißfester als lockere Baumwollgewebe. - Reißfeste Stoffe sind essenziell für Outdoor-Bekleidung, Arbeitskleidung und technische Textilien. Relevante Normen: · ISO 13937-2 – Weiterreißfestigkeit von textilen Flächengebilden (Trapezverfahren) · ISO 9073-4 – für Vliesstoffe Fazit: Die Weiterreißfestigkeit ist ein zentrales Qualitätskriterium für langlebige, belastbare Materialien. Echtes Leder überzeugt durch seine natürliche Faserstruktur, Kunstleder durch hochwertige Trägertextilien und Stoffe durch die Wahl der Faser und Webart. Die wichtigsten Normen wie DIN EN ISO 3377-2, ISO 4674-1 und ISO 13937-2 helfen dabei, die Weiterreißfestigkeit praxisgerecht zu bewerten. | ||
| Zugfestigkeit: | Kette 572 N | Schuß 441 N, gemäß EN ISO 13934/1 | |
Was versteht man unter Zugfestigkeit und deren Auswirkungen bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen? Die Zugfestigkeit beschreibt die maximale Zugbelastung, die ein Material aushalten kann, bevor es reißt. Sie ist ein zentrales Kriterium für die Belastbarkeit, Haltbarkeit und Sicherheit von Materialien, insbesondere bei Anwendungen mit mechanischer Beanspruchung wie Polstermöbeln, Autositzen, Taschen, Gurten oder Bekleidung. Bei echtem Leder: · Echtes Leder weist eine natürliche Faserstruktur auf, die eine hohe Zugfestigkeit ermöglicht. · Die Reißfestigkeit variiert je nach Tierart, Gerbung, Dicke und Ausrichtung des Zuschnitts. · Besonders chromgegerbtes Leder zeigt hohe Festigkeit bei gleichzeitig guter Elastizität. Relevante Normen: - DIN EN ISO 3376 – Bestimmung der Zugfestigkeit und Dehnung von Leder - ISO 2589 – Bestimmung der Dicke von Leder, wichtig zur Einordnung der Festigkeit Bei Kunstleder: · Die Zugfestigkeit von Kunstleder hängt von der Qualität des textilen Trägermaterials und der Oberflächenbeschichtung ab. · PU-Kunstleder mit textilem Rücken ist in der Regel stabiler als PVC-Varianten. Bei geringer Festigkeit kann es zu Rissbildung, Ablösungen oder Formverlust kommen. Relevante Normen: - ISO 1421 – Bestimmung der Zugfestigkeit von beschichteten Textilien (Streifen- oder Grabentest) - ISO 2286-2 – Bestimmung der Dicke und Masse von beschichteten Stoffen Bei Stoffen (Textilien): · Die Zugfestigkeit ist abhängig von der Faserart (z. B. Polyester, Baumwolle), Webart und eventueller Ausrüstung. · Hochfeste Stoffe wie Cordura oder technische Gewebe bieten hohe Belastbarkeit, während leichte Baumwollstoffe schneller reißen. · Bei Outdoor-, Arbeits- oder Schutztextilien ist eine hohe Zugfestigkeit entscheidend. Relevante Normen: - ISO 13934-1 – Textilien: Zugversuch mit dem Streifenverfahren - ISO 13934-2 – Textilien: Grabentest zur Bestimmung der Reißkraft Fazit: Die Zugfestigkeit ist eine grundlegende mechanische Eigenschaft zur Beurteilung der Belastbarkeit von Leder, Kunstleder und Stoffen. Während echtes Leder durch seine natürliche Struktur überzeugt, hängt die Reißfestigkeit bei Kunstleder und Textilien stark vom Materialaufbau ab. Normen wie DIN EN ISO 3376, ISO 1421 oder ISO 13934 sorgen für eine verlässliche Prüfung und Vergleichbarkeit der Festigkeitswerte. | ||
| Lederart: | Kunstleder | |
Was versteht man unter Lederart und ihre Herkunft bei echtem Leder? Unter der Lederart versteht man die Einteilung von echtem Leder nach der Tierart, aus der die Haut stammt. Jede Lederart hat spezifische Eigenschaften wie Dicke, Narbung, Flexibilität, Festigkeit oder Optik – und eignet sich daher für unterschiedliche Verwendungszwecke. Zusätzlich spielt die Herkunft eine große Rolle, da Haltung, Klima und Verarbeitungstraditionen die Qualität des Leders wesentlich beeinflussen. Hier eine Übersicht über gängige Lederarten und ihre typischen Herkunftsländer: Rindsleder - Herkunft: Europa (Deutschland, Italien, Frankreich, Deutschland Österreich und Schweiz), Südamerika (Brasilien, Argentinien), USA Merkmale: robust, vielseitig einsetzbar, mittlere bis hohe Dicke Verwendung: Polstermöbel, Schuhe, Taschen, Gürtel, Fahrzeuginterieur Kalbsleder - Herkunft: Italien, Frankreich, Schweiz, Deutschland Merkmale: feine Poren, sehr weich, hochwertig, gleichmäßige Oberfläche Verwendung: Luxusschuhe, hochwertige Taschen, Bekleidung, Lederwaren Büffelleder - Herkunft: Indien, Pakistan, Bangladesch, teilweise Südostasien Merkmale: grobe Narbung, sehr robust, dick Verwendung: Gürtel, robuste Möbel, Taschen, Outdoor-Produkte Ziegenleder - Herkunft: Indien, Marokko, Pakistan, Nigeria Merkmale: weich, dehnbar, gleichzeitig widerstandsfähig, feine Narbung Verwendung: Bekleidung, Handschuhe, feine Taschen, Buchbindungen Schafleder - Herkunft: Großbritannien, Neuseeland, Australien, Türkei Merkmale: sehr weich, leicht, elastisch Verwendung: Kleidung, Innenfutter, Handschuhe Wildleder, Velourleder (z. B. Rind, Kalb, Hirsch, Reh) Herkunft: Europa (besonders Deutschland, Österreich, Skandinavien), Nordamerika Merkmale: samtige Oberfläche (Velours), weich, dehnbar, natürliches Aussehen Verwendung: Trachtenmode, Handschuhe, Schuhe, Jagdbekleidung Hier noch einigeAnwendungsarten von echtem Leder: - Möbel und Innenausstattung Sofas, Sessel, Stühle (Polsterbezüge), Autositze, Lenkräder, Schalthebel (Fahrzeuginnenraum), Türverkleidungen, Wandbespannungen, Wohnaccessoires - Mode und Bekleidung Lederjacken, Mäntel, Westen, Lederhosen, Röcke, Kleider, Handschuhe, Gürtel, Hüte, Mützen, Schuhe, Stiefel, Sandalen - Taschen und Accessoires Handtaschen, Umhängetaschen, Rucksäcke, Geldbörsen, Etuis, Schlüsselanhänger, Smartphone- und Laptop-Hüllen, Schreibmappen, Aktentaschen - Handwerk und Reitsport Sättel, Zaumzeug, Halfter, Messer- und Werkzeugtaschen, Hundehalsbänder und Leinen, Leder für Bogensport, Schwerter oder historische Rüstungen - Luxus- und Designerprodukte Hochwertige Uhrenarmbänder, Designermöbel und Sonderanfertigungen, Maßgeschneiderte Kleidung und Schuhe, Exklusive Autoausstattungen (z. B. in Luxusfahrzeugen) - Musikinstrumente und Kunsthandwerk Trommelbespannungen (z. B. Djembe, Conga), Lederumschläge für Bücher oder Bibeln, Kunstobjekte, Wandbehänge, Masken - Industrielle und technische Anwendungen Schweißerschürzen, Schnittschutzhandschuhe, Dichtungen, Membranen, technische Polster, Arbeitskleidung in besonderen Einsatzbereichen - Tradition und Kultur Trachtenbekleidung (z. B. Lederhosen, Hirschlederhandschuhe), Historische Kostüme, Museumsexponate, Sattlerei- und Schuhmacherhandwerk, Religiöse Objekte oder zeremonielle Kleidung Fazit: Die Lederart bezeichnet die Tierart, aus der das Leder gewonnen wird, während die Herkunft auf das Land oder die Region verweist, in der die Tiere gehalten wurden. Beides beeinflusst die Qualität, Optik und Verwendbarkeit des Leders maßgeblich. Europa steht besonders für hochwertige Kalbs- und Rindsleder, während Länder wie Indien und Pakistan führend bei Büffel- und Ziegenleder sind. | ||
| Breite: | 140 cm ± 2% | |
Breite bei Kunstleder & Stoffen Die Breite gibt die nutzbare Materialbreite pro Rolle an (meist in cm). Wichtig für Zuschnitt, Verschnittminimierung und Flächenberechnung. Typische Breiten: Kunstleder: 140 cm (Standard), 150–160 cm (Taschen/Sattel), Sondermaße 120–180 cm. Achtung: Nicht dehnbar – Nutzbreite kann durch Beschichtung leicht abweichen. Stoffe: 140 cm (Bekleidung/Deko), 150–160 cm (Jersey, Leinen), 280–300 cm (Bettwäsche/Vorhänge). Unter 100 cm bei Spezialstoffen. Warum ist die Breite wichtig? Bestimmt die benötigte Länge für deine Fläche (z. B. 2 m × 140 cm = 2,8 m²). Große Breiten sparen Verschnitt (z. B. für durchgehende Vorhänge oder Polster). Bei dehnbaren Stoffen: Nutzbreite kann etwas kleiner sein als angegeben. Tipp: Miss deine Schnittteile vor dem Kauf – so vermeidest du Überraschungen! | ||
| Mindestabnahme: | ab 2 Laufmeter | |
Was versteht man unter der Mindestabnahme bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen? Die Mindestabnahme bezeichnet die kleinste Menge eines Materials, die man bei Projektleder kaufen muss. Sie hängt von Materialart und der Verpackungseinheit ab – und kann variieren. 1. Mindestabnahme bei echtem Leder Echtes Leder wird immer pro halbe Haut oder pro ganze Haut verkauft, da es sich um natürliche Tierhäute handelt. Typisch ist: Verkauf pro Haut, oder Halbhäute nach m². Mindestabnahme: Halbe Haut oder ganze Haut (z. B. 2.5 oder 5 m²) Hinweis: Da jede Haut unterschiedlich groß ist, ist die Fläche nicht exakt planbar. 2. Mindestabnahme bei Kunstleder Kunstleder wird meterweise, also per Laufmeter oder per Rolle verkauft, meist mit genormter Breite (z. B. 140 cm). Übliche Mindestabnahme: 1-2 Laufmeter 3. Mindestabnahme bei Stoffen (Textilien) Stoffe sind besonders flexibel erhältlich, sowohl für Hobbynäher als auch im industriellen Maßstab. Übliche Mindestabnahmen: 1-2 Laufmeter Bei Stoffen mit individuellem Druck oder Färbung (z. B. Digitaldruck) gelten oft projektbezogene Mindestabnahmen. Zusammengefasst: Die Mindestabnahme variiert stark je nach Materialart und Vertriebskanal. Echtes Leder wird in der Regel als halbe oder ganze Haut verkauft, sodass selbst kleine Bestellungen mehrere Quadratmeter umfassen können. Kunstleder ist häufig ab einem oder 2 Laufmeter erhältlich. | ||
| Pflegehinweise: | Das Kunstleder kann mit einem feuchten Tuch und einer neutralen Seifenlösung gereinigt werden, Keinen Verdünner, Aceton, Lösungsmittel auf Benzinbasis verwenden, Wir empfehlen zur Pflege unsere SEDICUR Pflegeprodukte | |
Was versteht man unter Pflegehinweisen bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen? Pflegehinweise sind Empfehlungen zur richtigen Reinigung, Behandlung und Lagerung eines Materials, um dessen Qualität, Aussehen und Lebensdauer zu erhalten. Je nach Materialart – echtes Leder, Kunstleder oder Stoff – unterscheiden sich die Anforderungen und Vorgehensweisen deutlich. Die Pflegehinweise helfen dabei, Schäden durch falsche Behandlung zu vermeiden und die Funktionalität sowie Optik möglichst lange zu erhalten. Pflegehinweise für echtes Leder: - Echtes Leder ist ein natürliches Material und benötigt regelmäßige Pflege, um geschmeidig, atmungsaktiv und langlebig zu bleiben. Empfehlung: - Leder sollte regelmäßig mit einem trockenen oder leicht feuchten Tuch abgestaubt werden. - Keine aggressiven Reinigungsmittel oder viel Wasser verwenden. - Spezielle Lederpflegeprodukte wie Lederfett oder Lederbalsam anwenden (ca. alle 3–6 Monate). - Vor direkter Sonneneinstrahlung und Heizquellen schützen (Austrocknungsgefahr). - Nicht in der Waschmaschine waschen. - Bei Flecken: sanft reinigen, im Zweifel professionelle Lederreinigung, wie die Projektleder Pflegeserie nutzen. Pflegehinweise für Kunstleder: Kunstleder ist deutlich pflegeleichter als echtes Leder, da es wasserabweisend und unempfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen ist. Empfehlung: - Mit einem feuchten Tuch oder mildem Seifenwasser abwischen. - Keine Lösungsmittel oder scharfen Reiniger verwenden (Gefahr von Rissbildung). - Nicht mit Ölen oder Fetten behandeln – das Material nimmt es nicht auf. - Regelmäßiges Abwischen verhindert das Einziehen von Schmutz. - Direkte Sonneneinstrahlung über längere Zeit vermeiden (Ausbleichen, Versprödung möglich). - Bei Flecken: sanft reinigen, im Zweifel professionelle Lederreinigung, wie die Projektleder Pflegeserie nutzen. Pflegehinweise für Stoffe: Stoffe sind je nach Material (z. B. Baumwolle, Polyester, Leinen) unterschiedlich zu pflegen. Die Pflegehinweise sind in der Regel auf Etiketten oder beim Hersteller angegeben. Typische Hinweise: - Waschanleitung beachten (Temperatur, Schleudern, Waschmittel). - Manche Stoffe sind maschinenwaschbar, andere nur für Handwäsche geeignet. - Empfindliche Stoffe wie Wolle oder Seide brauchen Spezialpflege. - Polsterstoffe: regelmäßiges Absaugen, bei Bedarf feucht abwischen oder mit Polsterreiniger behandeln. - Nicht alle Stoffe sind für den Trockner geeignet. Fazit: Pflegehinweise geben wichtige Informationen darüber, wie Materialien wie echtes Leder, Kunstleder und Stoffe richtig behandelt werden sollten. Während echtes Leder eine intensive Pflege mit speziellen Produkten benötigt, ist Kunstleder deutlich pflegeleichter. Stoffe hingegen sind abhängig vom Fasertyp sehr unterschiedlich zu behandeln. Wer die Pflegehinweise beachtet, verlängert die Lebensdauer und bewahrt das Aussehen des Materials. | ||
| Sattler & Polsterarbeiten: | heften möglich, kleben möglich, nähen möglich, spannen möglich, tackern möglich, weich und dehnfähig | |
Was versteht man unter Sattler- & Polsterarbeiten? Sattler- und Polsterarbeiten bezeichnen handwerkliche Tätigkeiten, bei denen Leder, Kunstleder oder Stoffe verarbeitet werden, um Sitzflächen, Möbel, Fahrzeuge oder Accessoires zu beziehen, zu reparieren oder neu aufzubauen. Dabei kommen verschiedene Techniken wie kleben, nähen, tackern, heften und spannen zum Einsatz – je nach Material, Form und Funktion des jeweiligen Projekts. Sattlerarbeiten Sattler sind spezialisierte Handwerker, die sich traditionell mit der Verarbeitung von Leder beschäftigen – vor allem im Bereich: - Fahrzeuginnenausstattung (z. B. Autositze, Türverkleidungen, Lenkräder) - Reitsport (z. B. Sättel, Zaumzeug, Halfter) - Motorradsitze, Taschen, Planen, Oldtimer-Restaurierung Der Fokus liegt auf robusten, funktionalen und oft maßgefertigten Lederarbeiten, bei denen das Material häufig geklebt, genäht oder gespannt wird. Für komplexe Formen sind weiche und dehnfähige Leder besonders gut geeignet. Polsterarbeiten Polsterarbeiten beziehen sich auf das Aufarbeiten, Neubespannen oder Erneuern von Sitzflächen, insbesondere bei: -Sofas, Sesseln und Stühlen (Möbelpolsterei) -Gastronomiemöbeln oder Objektmöbeln -Oldtimer- oder Bootssitzen - Caravan- und Wohnmobilausbau Hier kommen Polstermaterialien wie Schaumstoffe, Gurte, Federn und Bezüge zum Einsatz. Die Bezugsstoffe werden je nach Anwendung getackert, geheftet, genäht oder verklebt. Durch das Spannen und Formen entstehen glatte, faltenfreie Oberflächen mit hoher Belastbarkeit und langer Lebensdauer. Fazit: Sattler- und Polsterarbeiten sind hochwertige, meist handwerkliche Tätigkeiten, die darauf abzielen, Sitzmöbel oder lederbezogene Produkte funktional und optisch aufzuwerten. Sie verbinden traditionelles Handwerk mit moderner Technik und setzen auf vielseitige Bearbeitungsmethoden wie kleben, nähen, tackern, heften und spannen – ideal für maßgeschneiderte Lösungen im Möbel-, Fahrzeug- oder Accessoire-Bereich. | ||
| Gewicht: | 2.5 kg | |

Das Jahr neigt sich dem Ende zu – eine Zeit, um innezuhalten, die vergangenen Monate Revue passieren zu lassen und Danke zu sagen. Wir blicken

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie aus einer rohen Tierhaut ein geschmeidiges Material für Ihr Auto oder Ihre Couch wird?

Die Lederindustrie blickt auf eine lange Tradition zurück, doch die Zukunft gehört den nachhaltigen Praktiken.

Leder ist weit mehr als nur ein Material – es ist ein Naturprodukt mit Geschichte, Charakter und einer unvergleichlichen Seele.