Passion Kunstleder – schwer entflammbares Designkunstleder für den Gesundheitsbereich, Marine & Objektbereich
Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
schnelle Lieferung
Individualität
Schutzbehandlung

Passion | Design Kunstleder rotary blue

Passion | Design Kunstleder rotary blue

FAQ's zum Artikel

Kunstleder Passion mit IMO-Resolution A.652(16) ist unser "Top Kunstleder", das unter anderem auch den spezifischen Anforderungen der IMO-Resolution A.652(16) entspricht. Diese Resolution legt die Standards für feuerhemmende Eigenschaften von Polstermaterialien fest, die in öffentlichen Bereichen, in Hotel, in Sporthallen, in Automobilen, in Gaststätten, in Restaurants, in Krankenhäuser, in Arztpraxen, auf Passagierschiffen und anderen Schiffstypen, wie Boote und Yachten verwendet werden kann.

Einsatzbereich von Passion Design Kunstleder:

Sitzbezüge, Wandverkleidungen, Kopfstützen, Polstermöbel und andere dekorative Elemente. Trotz seiner robusten Eigenschaften bietet Kunstleder Passion mit IMO-Resolution eine Vielzahl von Designmöglichkeiten. Es ist in vielen Farben und erhältlich, sodass es sich harmonisch in die Innenausstattung einfügen kann, ohne auf Stil oder Komfort zu verzichten.

Ästhetik: Trotz seiner sicherheitstechnischen Eigenschaften ist dieses Kunstleder in verschiedenen Farben erhältlich und kann so in das Design jeder möglichen Anwendung, integriert werden.

Passion Kunstleder hat eine sehr feine und absolut edle Prägung und verfügt über folgende weitere Eigenschaften:

  • Kratzbeständig
  • Beständig gegen UV-Strahlen
  • elastisch
  • wasserfest
  • Meerwasserbeständig
  • Schweißbeständig
  • Ölabweisend
  • Fleckschutz
  • Schutz gegen Bakterien
  • Schutz gegen Schimmel

 

IMO-Resolution A.652(16) – was ist das?

Die IMO-Resolution A.652(16) wurde von der International Maritime Organization (IMO) verabschiedet, um sicherzustellen, dass Polstermaterialien auf Schiffen und anderen öffentlichen Einrichtungen die notwendigen Sicherheitsanforderungen erfüllen, insbesondere in Bezug auf Feuerbeständigkeit. Diese Resolution bezieht sich auf „Recommendation on fire test procedures for upholstered furniture“.

Anforderungen der IMO-Resolution A.652(16)

Feuerwiderstand: Kunstleder, das dieser Resolution entspricht, muss den Anforderungen an den Feuerwiderstand gerecht werden. Dies bedeutet, dass das Material so behandelt wurde, dass es die Ausbreitung von Flammen verzögert oder verhindert, wenn es einer Zündquelle ausgesetzt wird.

Testverfahren: Die Resolution spezifiziert die Testverfahren, die das Kunstleder durchlaufen muss. Diese beinhalten insbesondere Tests zur Beurteilung der Entflammbarkeit und der Rauchentwicklung unter kontrollierten Bedingungen. Anwendungsbereiche: Kunstleder, das den Standards der IMO-Resolution A.652(16) entspricht, wird typischerweise in Bereichen auf Schiffen und in öffentlichen Bereichen verwendet, in denen eine hohe Anzahl von Menschen zusammentrifft, wie z. B. in Lounges, Restaurants, Kabinen, Bars und öffentlichen Bereichen auf Passagier- und Kreuzfahrtschiffen.

Rauchentwicklung und Toxizität: Ein weiteres Kriterium ist die Begrenzung der Rauchentwicklung und die Emission von giftigen Gasen im Brandfall.

Vorteile von Kunstleder mit IMO-Resolution A.652(16)

Sicherheit: Das Hauptmerkmal ist die erhöhte Sicherheit in öffentlichen Einrichtungen und an Bord von Schiffen, da dieses Kunstleder dazu beiträgt, die Risiken von Bränden zu minimieren.

Widerstandsfähigkeit: Zusätzlich zur Feuerbeständigkeit ist unser Kunstleder Passiont auch widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit, Schimmel, UV-Strahlung und Salzwasser, was es ideal für den Einsatz in öffentlichen Bereichen und Schiffen macht.

Pflegeleichtigkeit:

Es ist leicht zu reinigen und zu pflegen.

Reinigung und Pflege

Regelmäßige Reinigung: Wischen Sie das Kunstleder regelmäßig mit einem leicht feuchtem Tuch ab, um Staub und Schmutz zu entfernen. Bei stärkeren Verschmutzungen kann eine milde Seifenlösung verwendet werden.  Reinigungsmittel: Verwenden Sie Reinigungsmittel, die speziell für Kunstleder geeignet sind und keine aggressiven Chemikalien enthalten, die das Material beschädigen könnten. Zur Reinigung und Pflege empfehlen wir unser Kunstleder Pflegeset von SEDICUR.

Achten Sie jedoch darauf, dass die Desinfektionsmittel für Kunstleder geeignet sind. Zur Desinfektion können bis zu 70% Alkohollösung verwendet werden.

Fazit

Passion Kunstleder mit IMO-Resolution A.652(16), ist eine sichere und zuverlässige Wahl für den Einsatz in öffentlichen Bereichen, auf Schiffen und natürlich auch im privaten Bereich, in denen eine hohe Sicherheit gegen Feuergefahren erforderlich ist.



Gerne senden wir Ihnen Originalmuster zu.

Dieses Kunstleder ist für stark frequentierte und sicherheitsrelevante Bereiche entwickelt – z. B. Hotels, Gastronomie, Arztpraxen, Physiotherapie, Podologie, Healthcare, öffentlichen Raum sowie Passagier- und Kreuzfahrtschiffe, Boote und Yachten. Überall dort, wo Design, Hygiene und Brandschutz gleichzeitig gefragt sind, spielt es seine Stärken aus.

Sie bestätigt, dass das Material nach einem speziellen Feuerprüfverfahren für gepolsterte Möbel getestet wurde und definierte Anforderungen an Entflammbarkeit und Rauchverhalten erfüllt. Damit ist Passion Kunstleder für Bereiche geeignet, in denen internationale Brandschutzstandards – insbesondere im maritimen Umfeld – gefordert werden.

Die Oberfläche ist kratzfest, wasser- und meerwasserbeständig, schweiß- und ölabweisend sowie gegen Flecken, Schimmel und Bakterien geschützt. Sie lässt sich mit milden Reinigern und zugelassenen Desinfektionsmitteln reinigen – ideal bei hoher Nutzung und strengen Hygienevorgaben.

Passion kombiniert dezente, hochwertige Prägung mit geprüfter Brandsicherheit und professioneller Objekt-Performance. Damit eignet es sich für Projekte, bei denen Optik allein nicht reicht, sondern Normen, Langlebigkeit und ein verlässliches Sicherheitsprofil kaufentscheidend sind.

Passion Kunstleder eignet sich ideal für Arzt- und Physiotherapiepraxen, weil die geschlossene, desinfektionsbeständige Oberfläche eine schnelle, gründliche Reinigung ermöglicht und damit Hygiene- und Infektionsschutzanforderungen unterstützt. In Podologiepraxen hält das Material Belastungen durch direkten Hautkontakt, Desinfektionsmittel und häufige Patientenwechsel stand, ohne optisch zu ermüden. Krankenhäuser und Kliniken profitieren von der robusten, fleckunempfindlichen, antibakteriell ausrüstbaren Oberfläche, die für Wartezonen, Liegen, Untersuchungsstühle und Wandpaneele praxistauglich ist. Insgesamt verbindet Passion Kunstleder damit die Optik hochwertiger Bezüge mit den funktionalen Eigenschaften von Medical-Grade-Vinyl und ist besonders dort sinnvoll, wo hohe Frequentierung, Hygienevorgaben und ein professioneller Eindruck zusammenkommen.

0 von 0 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Bewerten Sie dieses Produkt!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


Technische Daten: Passion | Design Kunstleder rotary blue

EigenschaftWertBeschreibung
Produktnummer: Passion-rotary-blue
Einsatzbereiche: Arztpraxen, Bankauflagen aus Leder, Designobjekte, Gaststätten, Hotels, Kindergärten, Kissen und Polster, Kliniken, Küchenstühle, Esszimmerstühle, Möbel, Oldtimer geeignet, Outdoor Ausrüstung, Podologische Praxen, Praxen für Heilberufe, Pysiotherapie Praxen, Schulen, Sitzkissen aus Leder, Wandpaneelen aus Leder, Wandpolster aus Leder, Wohnbereich, Wohnmobil und Caravan Leder, Wohnwagen Leder, speziell für Objektbereich mit hohen Brandschutzanforderungen geeignet, speziell für den Outddor-Bereich geeignet, öffentliche Einrichtungen
Was versteht man unter den Einsatzbereichen bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Der Begriff Einsatzbereiche beschreibt die typischen Anwendungsgebiete eines Materials – also wo, wofür und in welcher Form echtes Leder, Kunstleder oder Stoffe verwendet werden. Diese Bereiche richten sich nach den Eigenschaften des Materials, z. B. Robustheit, Flexibilität, Pflegebedarf oder Optik.

Einsatzbereiche von echtem Leder:
Echtes Leder ist langlebig, atmungsaktiv und hochwertig. Es wird überall dort eingesetzt, wo man natürliche Optik, hohe Strapazierfähigkeit und edle Haptik wünscht.

Typische Einsatzbereiche:
- Möbelbezüge (Sofas, Sessel)
- Gastronomie & Objektmöbel
- Mode (Jacken, Schuhe, Taschen, Gürtel)
- Fahrzeuginnenausstattung (Sitze, Lenkräder, Schaltknäufe)
- Handwerk & Accessoires (Etuis, Portemonnaies, Messerhüllen)
- Sattlerei, Reitsport, Motorradsitze

Besonders beliebt im Premiumsegment, wenn Langlebigkeit und Prestige gefragt sind.

Einsatzbereiche von Kunstleder:

Kunstleder ist pflegeleicht, kostengünstiger und wasserabweisend. Es wird verwendet, wenn der Look von Leder gewünscht ist – aber nicht zwingend dessen Eigenschaften nötig sind.

Typische Einsatzbereiche:
- Polstermöbel (Stühle, Bänke, Sofas)
- Mode (Kunstlederjacken, Hosen, Schuhe)
- Taschen & Accessoires
- Auto- & Boot-Innenräume (z. B. Sitzbezüge)
- Gastronomie & Objektmöbel (leicht abwischbar, hygienisch)
- Tierbedarf (Halsbänder, Leinen)

Besonders geeignet für preisbewusste, vegane oder hygienisch anspruchsvolle Anwendungen.

Einsatzbereiche von Stoffen:

Stoffe sind extrem vielseitig – von feinen Kleidungsstoffen bis zu robusten Outdoor-Materialien. Sie variieren stark je nach Faserart und Webtechnik.

Typische Einsatzbereiche:
- Bekleidung (Shirts, Kleider, Hosen, Unterwäsche)
- Wohntextilien (Vorhänge, Kissen, Decken, Bettwäsche)
- Polsterstoffe (Sofas, Sessel)
- Taschen, Rucksäcke, Bezüge
- Technische Textilien (Outdoor, Medizin, Filtration)

DIY, Hobby, Patchwork, Deko

Stoffe bieten durch ihre Vielfalt eine fast unbegrenzte Bandbreite an Verwendungsoptionen – von alltagstauglich bis spezialtechnisch.

Fazit:
Echtes Leder wird bevorzugt dort eingesetzt, wo Qualität, Langlebigkeit und Prestige gefragt sind. Kunstleder findet seinen Einsatz vor allem in funktionalen, pflegeleichten oder kostengünstigen Anwendungen, während Stoffe durch ihre große Vielfalt nahezu überall zum Einsatz kommen – von Kleidung bis Möbel, von Alltag bis Technik.
AZO Farbstoffe: nicht nachweisbar gemäß § 64 LFGB 82.02/2,3,4
Was versteht man unter AZO-Farbstoffen bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

AZO-Farbstoffe sind synthetische Farbstoffe, die eine sogenannte Azo-Gruppe (-N=N-) in ihrer chemischen Struktur enthalten. Sie werden häufig zur Einfärbung von Textilien, Leder und Kunstleder verwendet, da sie intensive Farben und eine gute Haltbarkeit bieten. Einige dieser Farbstoffe können jedoch unter bestimmten Bedingungen aromatische Amine freisetzen, die als krebserregend oder allergieauslösend gelten. Deshalb sind viele AZO-Farbstoffe in der EU gesetzlich verboten oder stark eingeschränkt.

Bei echtem Leder
AZO-Farbstoffe wurden früher häufig zur Einfärbung von Leder verwendet. Heute dürfen in der EU keine AZO-Farbstoffe mehr eingesetzt werden, die verbotene aromatische Amine freisetzen.
Hochwertiges Leder ist in der Regel AZO-frei und entsprechend zertifiziert (z. B. OEKO-TEX®, Blauer Engel). Leder aus unsicheren Herkunftsländern ohne Prüfung kann weiterhin belastet sein.

Bei Kunstleder
Kunstleder wird meist mit Farbpigmenten auf PU- oder PVC-Basis beschichtet, die ebenfalls AZO-Farbstoffe enthalten können.
Auch hier sind viele problematische AZO-Verbindungen in Europa verboten. Qualitätsprodukte aus der EU unterliegen der REACH-Verordnung und sind in der Regel frei von verbotenen AZO-Stoffen.

Günstige Importware kann ein Risiko darstellen, wenn keine Schadstoffprüfungen durchgeführt wurden.

Bei Stoffen (Textilien)
AZO-Farbstoffe waren lange Zeit weit verbreitet in der Textilfärbung, besonders bei intensiven Farben. In der EU ist die Verwendung bestimmter AZO-Farbstoffe, die krebserregende Amine freisetzen, verboten.
Vor allem bei Textilien mit Hautkontakt (z. B. Unterwäsche, Bettwäsche, Babybekleidung) ist der Verzicht auf AZO-Farben gesetzlich geregelt.

Zertifizierte Textilien (z. B. OEKO-TEX®, GOTS) sind auf AZO-Freiheit geprüft.

Fazit:
AZO-Farbstoffe können in Leder, Kunstleder und Stoffen vorkommen, wenn sie nicht nach geltenden Umwelt- und Gesundheitsstandards produziert wurden. In der EU gelten strenge Vorschriften, um gesundheitsschädliche Verbindungen zu verbieten. Verbraucher sollten auf Zertifizierungen und Herkunft achten, um gesundheitliche Risiken durch AZO-Farben zu vermeiden.synthetische Farbstoffe, die eine sogenannte Azo-Gruppe (-N=N-) in ihrer chemischen Struktur enthalten. Sie werden häufig zur Einfärbung von Textilien, Leder und Kunstleder verwendet, da sie intensive Farben und eine gute Haltbarkeit bieten. Einige dieser Farbstoffe können jedoch unter bestimmten Bedingungen aromatische Amine freisetzen, die als krebserregend oder allergieauslösend gelten. Deshalb sind viele AZO-Farbstoffe in der EU gesetzlich verboten oder stark eingeschränkt.

**Bei echtem Leder**

* AZO-Farbstoffe wurden früher häufig zur Einfärbung von Leder verwendet.
* Heute dürfen in der EU keine AZO-Farbstoffe mehr eingesetzt werden, die verbotene aromatische Amine freisetzen.
* Hochwertiges Leder ist in der Regel AZO-frei und entsprechend zertifiziert (z. B. OEKO-TEX®, Blauer Engel).
* Leder aus unsicheren Herkunftsländern ohne Prüfung kann weiterhin belastet sein.

**Bei Kunstleder**

* Kunstleder wird meist mit Farbpigmenten auf PU- oder PVC-Basis beschichtet, die ebenfalls AZO-Farbstoffe enthalten können.
* Auch hier sind viele problematische AZO-Verbindungen in Europa verboten.
* Qualitätsprodukte aus der EU unterliegen der REACH-Verordnung und sind in der Regel frei von verbotenen AZO-Stoffen.
* Günstige Importware kann ein Risiko darstellen, wenn keine Schadstoffprüfungen durchgeführt wurden.

**Bei Stoffen (Textilien)**

* AZO-Farbstoffe waren lange Zeit weit verbreitet in der Textilfärbung, besonders bei intensiven Farben.
* In der EU ist die Verwendung bestimmter AZO-Farbstoffe, die krebserregende Amine freisetzen, verboten.
* Vor allem bei Textilien mit Hautkontakt (z. B. Unterwäsche, Bettwäsche, Babybekleidung) ist der Verzicht auf AZO-Farben gesetzlich geregelt.
* Zertifizierte Textilien (z. B. OEKO-TEX®, GOTS) sind auf AZO-Freiheit geprüft.

**Fazit:**
AZO-Farbstoffe können in Leder, Kunstleder und Stoffen vorkommen, wenn sie nicht nach geltenden Umwelt- und Gesundheitsstandards produziert wurden. In der EU gelten strenge Vorschriften, um gesundheitsschädliche Verbindungen zu verbieten. Verbraucher sollten auf Zertifizierungen und Herkunft achten, um gesundheitliche Risiken durch AZO-Farben zu vermeiden.
Allergisierende Farbstoffe: nicht nachweisbar
Was versteht man unter allergisierenden Farbstoffen bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Allergisierende Farbstoffe sind chemische Farbmittel, die bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen können – meist durch Hautkontakt. Diese Farbstoffe werden insbesondere in der Textil- und Lederverarbeitung eingesetzt, um Materialien einzufärben. Einige dieser Farbstoffe sind gesundheitlich bedenklich und deshalb gesetzlich reglementiert oder verboten, vor allem in Produkten mit direktem Hautkontakt.

Bei echtem Leder
In der Lederherstellung können bestimmte Azofarbstoffe oder chromhaltige Farbstoffe eingesetzt werden, die als allergen gelten.

- Chrom VI, das bei unsachgemäßer Ledergerbung entstehen kann, ist besonders sensibilisierend und steht unter strenger Beobachtung.
- Hochwertiges Leder, wie Projektleder Lederkollektionen, sind chromfrei oder mit geprüften, allergenarmen Farbstoffen behandelt.
- Leder mit OEKO-TEX®-Zertifikat oder vergleichbaren Umwelt-/Gesundheitssiegeln ist meist frei von allergieauslösenden Stoffen.

Bei Kunstleder
Kunstleder wird meist mit synthetischen Farben und PU- oder PVC-Beschichtungen eingefärbt.
Dabei können ebenfalls problematische Farbstoffe enthalten sein, insbesondere bei minderwertiger Ware.

- Gutes Kunstleder für den EU-Markt unterliegt der REACH-Verordnung und ist in der Regel frei von verbotenen Azofarbstoffen.
- Bei Produkten aus Fernost ohne Prüfsiegel ist Vorsicht geboten.

Bei Stoffen (Textilien)
In Textilien sind allergisierende Farbstoffe besonders problematisch, da sie oft direkt mit der Haut in Berührung kommen (z. B. Kleidung, Bettwäsche).
Besonders bekannt sind Azofarbstoffe, Dispersionsfarbstoffe und Reaktivfarbstoffe als mögliche Auslöser von Kontaktallergien.
Viele dieser Stoffe sind in Europa verboten oder stark eingeschränkt – v. a. für Baby- und Hautkontaktprodukte.

- Textilien mit OEKO-TEX®- oder GOTS-Zertifizierung gelten als unbedenklich.

Fazit:
Allergisierende Farbstoffe können sowohl in echtem Leder, Kunstleder als auch Stoffen vorkommen, wenn keine kontrollierten Färbeverfahren eingesetzt werden. Für gesundheitsbewusste oder empfindliche Personen empfiehlt sich der Kauf von zertifizierten, schadstoffgeprüften Materialien, insbesondere bei Produkten mit direktem Hautkontakt.
Antibakterielle Ausrüstung: 99 % verhindert, gemäß A.A.T.C.C. Test Methode 30/2004, gemäß ISO 22196-2011
Blut- und Urinbeständigkeit: > 20 kPa, gemäß UNI EN ISO 6530/2005
Brandverhalten: BS 5852/0+1, BS EN 1021-1/2, California TB 117 - kalifornische Brandschutzvorschrift für Polstermöbel, FMVSS302 Brandverhalten von Materialien im Fahrzeuginnenraum, IMO A.652/16 - Boots- & Yachtleder
Was versteht man unter Brandverhalten bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Das Brandverhalten beschreibt, wie ein Material auf Feuer oder hohe Hitzeeinwirkung reagiert – also ob es brennt, wie schnell es sich entzündet, ob es tropft, raucht oder giftige Gase freisetzt. Diese Eigenschaft ist besonders wichtig bei der Auswahl von Materialien für Möbel, Fahrzeuginnenräume, öffentliche Gebäude, Luftfahrt oder Arbeitskleidung. In vielen Einsatzbereichen gelten verbindliche Normen wie DIN, EN und ISO, die das Brandverhalten von Materialien definieren, testen und klassifizieren.

Bei echtem Leder
Echtes Leder ist von Natur aus schwer entflammbar und brennt meist nur bei direktem, anhaltendem Flammkontakt.
Es verkohlt beim Brennen und bildet keine schmelzenden Tropfen. Chromgegerbtes Leder kann ein verbessertes Brandverhalten zeigen.

Für Polsterleder und Leder in Möbeln gelten u. a. folgende relevante Normen:
- DIN EN ISO 8191-1 / -2: Brandverhalten von Möbelpolstern – Zündquelle Zigarette und Streichholz
- DIN EN 1021-1 / 1021-2: Entzündbarkeit von Polstermöbeln durch glimmende Zigaretten und kleine offene Flammen
- DIN EN ISO 6940 / 6941: Bestimmung der vertikalen Flammenausbreitung an Textilien und Verbundmaterialien wie beschichtetem Leder
- DIN EN ISO 4589-2: Sauerstoffindex zur Beurteilung der Brennbarkeit von Leder
- ISO 3795 / DIN 75200: Brennverhalten von Materialien im Fahrzeugbau (z. B. für Ledersitze oder Türverkleidungen)
- FAR 25.853: Norm für Materialien in Luftfahrzeugen (für flugzeugtaugliches Polsterleder)

In vielen Bereichen erfüllt echtes Leder die Anforderungen an schwer entflammbare Materialien oft auch ohne zusätzliche Flammschutzausrüstung.

Bei Kunstleder
Kunstleder besteht meist aus Polyurethan (PU) oder Polyvinylchlorid (PVC) und zeigt ohne Ausrüstung ein kritisches Brandverhalten: Schmelzen, Tropfen und Rauchentwicklung sind möglich.
Die genaue Reaktion hängt von der Materialzusammensetzung und eventuell verwendeten Flammschutzmitteln ab.

Hochwertiges Kunstleder wird oft nach folgenden Normen geprüft:
- DIN EN 1021-1 und 1021-2 (Zündverhalten von Polstermöbeln)
- DIN 4102-B1/B2 (Bauprodukte: schwer/normal entflammbar)
- ISO 3795 / DIN 75200 (Fahrzeuginnenraum)
- FMVSS 302 (US-Standard für Kfz-Innenräume)

Bei Stoffen (Textilien)
Das Brandverhalten variiert stark je nach Faserart und Ausrüstung:

- Baumwolle brennt schnell
- Polyester schmilzt und tropft
- Wolle ist relativ schwer entflammbar.

Textilien können zusätzlich mit Flammschutzmitteln ausgerüstet werden.

Relevante Normen sind:
- DIN EN 13501-1 (Brandklassifizierung für Bauprodukte)
- DIN EN 1021-1 / 1021-2 (Zündverhalten bei Polstermöbeln)
- DIN 4102-B1/B2 (klassische Brandschutznorm)
- DIN EN ISO 6940 / 6941 (Flammenausbreitung)
- NF P92-503 (französische Klassifizierung M1–M4)
- FAR 25.853 (Flugzeugnorm)

Fazit:
Das Brandverhalten ist ein zentrales Sicherheitskriterium bei der Materialauswahl. Echtes Leder ist von Natur aus relativ schwer entflammbar und erfüllt viele Anforderungen bereits ohne zusätzliche Chemikalien. Kunstleder und Textilien hingegen benötigen in der Regel flammhemmende Ausrüstung, um geltende Normen wie DIN EN 1021, DIN 4102, ISO 6941 oder FAR 25.853 zu erfüllen. Für öffentliche, gewerbliche oder sicherheitskritische Einsatzbereiche ist die Einhaltung dieser Normen unverzichtbar.
Eigenschaften: abriebfest, antibakterielle Ausrüstung , antimikrobielle Ausrüstung, besonders hochwertig, blutbeständig, dehnfähig, desinfekionsmittelbeständig, edel, exklusiv, fett- und ölbeständig, langlebig, lichtecht, nachhaltig, outdoor geeignet, pflegeleicht, phthalatfrei, reißfest, salzwasserbeständig (meerwasserbeständig), schweißbeständig, urinbeständig, vegan (tierfreundliche Alternative), wasserundurchlässig, weich
Was versteht man unter den Eigenschaften bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Eigenschaften dieser Materialien beziehen sich auf ihre technischen, optischen, haptischen und funktionalen Merkmale, die ihre Eignung für bestimmte Einsatzzwecke bestimmen – z. B. Kleidung, Polster, Taschen, Möbel oder Fahrzeug-Innenausstattung.

1. Eigenschaften von echtem Leder
Echtes Leder ist ein natürliches Material, das aus Tierhaut gewonnen wird – meist von Rind, Schwein oder Ziege.

Typische Eigenschaften (Merkmale und Beschreibung):
- Atmungsaktivität: Hoch – Leder "lebt" und lässt Luft durch
- Strapazierfähigkeit: Sehr hoch, besonders bei Dickleder
- Optik: Einzigartige Narbung, oft mit Patina
- Haptik: Warm, weich, hochwertig
- Wasserresistenz: Mittel – kann imprägniert werden
- Pflegebedarf: Ab und an Lederpflege notwendig
- Umweltaspekt: Naturprodukt

2. Eigenschaften von Kunstleder

Kunstleder (PU, PVC) ist ein synthetisch hergestelltes Imitat von echtem Leder.

Typische Eigenschaften (Merkmal und Beschreibung):
- Atmungsaktivität: Gering, abhängig vom Produkt
- Strapazierfähigkeit: Sehr gut, abhängig von der Qualität
- Optik: Gleichmäßig, kann echtes Leder gut imitieren
- Wasserresistenz: Hoch – sehr pflegeleicht
- Pflegebedarf: Niedrig – einfach abwischbar
- Umweltaspekt: Meist aus Erdöl-basierten Kunststoffen, es gibt aber auch "Vegane Produkte)

3. Eigenschaften von Stoffen (Textilien)

Stoffe bestehen aus natürlichen oder synthetischen Fasern, die gewebt, gestrickt oder gefilzt sind.

Typische Eigenschaften (Merkmal und Beschreibung):

- Atmungsaktivität: Hoch bei Baumwolle, Leinen etc.
- Strapazierfähigkeit: Variiert stark je nach Faser & Verarbeitung
- Optik: Große Vielfalt – von fein bis grob
- Haptik: Weich, angenehm (z. B. bei Naturfasern)
- Wasserresistenz: Meist gering, es sei denn speziell beschichtet
- Pflegebedarf: Waschmaschinengeeignet, pflegeleicht
- Umweltaspekt: Naturfasern nachhaltig, Synthetik oft kritisch

Fazit – Eigenschaften von echtem Leder, Kunstleder und Stoffen in Worten zusammengefasst:

Echtes Leder überzeugt durch seine hohe Atmungsaktivität, natürliche Haptik und außergewöhnliche Langlebigkeit. Es wirkt hochwertig und entwickelt mit der Zeit eine schöne Patina.

Kunstleder ist eine günstigere Alternative, die optisch oft kaum von echtem Leder zu unterscheiden ist. Es ist pflegeleicht, wasserabweisend und gleichmäßig in der Optik. Dafür fehlt ihm die Atmungsaktivität, es fühlt sich etwas kälter und künstlicher an.

Stoffe sind sehr vielfältig in Aussehen und Eigenschaften. Sie sind meist atmungsaktiv, angenehm auf der Haut und pflegeleicht. Ihre Strapazierfähigkeit variiert jedoch stark – je nach Faserart und Verarbeitung. Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen gelten als besonders nachhaltig, während synthetische Stoffe eher kritisch zu bewerten sind.

Kurz auf den Punkt gebracht:
Echtes Leder steht für Natürlichkeit und Langlebigkeit, Kunstleder für Funktionalität und Pflegeleichtigkeit, und Stoffe für Vielseitigkeit und Komfort.
Eindringen von Flüssigkeiten: 100% beständig, gemäß UNI EN ISO 6530/2005
Warum das Eindringen von Flüssigkeiten in Kunstleder im z.B. im medizinischen Bereich verhindert werden soll.

Im medizinischen Bereich wird Kunstleder häufig für Polsterungen von Behandlungsliegen, Untersuchungsstühlen und Sitzmöbeln verwendet. Es ist besonders wichtig, das Eindringen von Flüssigkeiten in dieses Material zu verhindern, da hierdurch erhebliche hygienische und funktionale Probleme entstehen können.

Dringen Flüssigkeiten wie Blut, Desinfektionsmittel, Körperflüssigkeiten oder Reinigungsmittel in das Kunstleder ein, können sie sich im Trägermaterial ansammeln. Dies begünstigt die Vermehrung von Bakterien, Pilzen und anderen Mikroorganismen. Eine gründliche Reinigung und Desinfektion ist dann nicht mehr gewährleistet, was ein erhöhtes Infektionsrisiko für Patienten und medizinisches Personal darstellt.

Darüber hinaus kann eindringende Feuchtigkeit die Materialstruktur des Kunstleders schädigen. Das Trägermaterial kann aufquellen, sich ablösen oder an Stabilität verlieren. Dadurch entstehen Risse oder Undichtigkeiten an der Oberfläche, die die hygienischen Probleme weiter verstärken und die Lebensdauer der medizinischen Ausstattung deutlich verkürzen.

Zusammenfassend ist das Verhindern des Flüssigkeitseintritts in Kunstleder im medizinischen Bereich entscheidend, um hohe Hygienestandards einzuhalten, Infektionsrisiken zu minimieren und die Funktionalität sowie Langlebigkeit medizinischer Möbel sicherzustellen.
Herstellung: nach den weltweit strengsten Umweltauflagen hergestellt. Hergestellt in der EU.
In Bezug auf Schadstoffe und gesetzliche Vorgaben versteht man unter der Herstellung von echtem Leder nicht nur die Gerbung der Tierhaut, sondern auch die kontrollierte Auswahl von Chemikalien während Gerbung, Färbung und Zurichtung, damit das Leder gesundheitlich unbedenklich und gesetzeskonform ist.

1. AZO-Farbstoffe

· AZO-Farbstoffe wurden früher zum **Färben von Leder** eingesetzt.
· Bestimmte AZO-Farbstoffe können sich **spalten** und dabei **krebserregende aromatische Amine** freisetzen.
· In der EU verboten**, wenn sie diese Amine freisetzen.
· Echtes Leder darf nur mit **zugelassenen, schadstofffreien Farbstoffen** gefärbt werden.

Bedeutung: Schutz der Haut des Verbrauchers (z. B. bei Schuhen, Handschuhen).

2. PCP-Verordnung (Pentachlorphenol)

PCP ist ein hochgiftiges Biozid, früher genutzt:

· zur Konservierung von Häuten
· als Schimmel- und Insektenschutz
· In der EU seit Jahren verboten.
· Echtes Leder darf keine oder nur minimalste Rückstände enthalten.

Bedeutung: Vermeidung von Umweltgiften und Gesundheitsrisiken.

3. PCB (Polychlorierte Biphenyle)

PCB wurden früher in:

· Fetten, Ölen, Farben
· Maschinen und Lederhilfsmitteln eingesetzt.
· Stark gesundheits- und umweltschädlich, heute verboten.
· Modern hergestelltes Leder muss PCB-frei sein.

Bedeutung: Langzeitgesundheit und Umweltschutz.

4. Chrom VI (Chrom(VI))

· Bei der Chromgerbung wird Chrom III verwendet (erlaubt).
· Streng geregelt (Grenzwerte in der EU).
· Echtes Leder darf keinen oder nur extrem geringe Chrom-VI-Gehalte aufweisen.

Bedeutung:Besonders wichtig bei Schuhen, Gurten, Möbeln (Hautkontakt).

5. FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe)

FCKW wurden früher:

· als Treibgase
· bei der Schaum- oder Sprühzurichtung verwendet.
· Wegen Ozonabbau verboten.
· In der Lederherstellung heute nicht mehr zulässig.

Bedeutung:Klimaschutz und Umweltschutz.

6. Zurichtung von Leder

Die Zurichtung ist der letzte Verarbeitungsschritt:

· Auftragen von:

- Farbschichten
- Lacken
- Wachsen
- Kunstharzen

· Ziel:

- Schutz
- Optik (Glanz, Matt, Struktur)
- Abriebfestigkeit

In Bezug auf Schadstoffe heißt das:

* Keine verbotenen Lösemittel
* Keine PCB-, PCP- oder AZO-haltigen Stoffe
* Keine Bildung von Chrom VI
* Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte

usammengefasst:

Die Herstellung von echtem Leder bedeutet nicht nur Tierhaut zu gerben, sondern auch:

✔️ Verwendung schadstofffreier Chemikalien
✔️ Einhaltung gesetzlicher Umwelt- und Gesundheitsvorschriften
✔️ Kontrollierte Färbung und Zurichtung
✔️Verbraucherschutz

Alle unsere echten Leder und Kunstleder unterliegen selbstverständlich diesen Vorschriften und werden auch so gefertigt.
Klebertest: Wir raten, vor dem eigentlichen Verkleben einen Klebertest durchzuführen, um die Materialverträglichkeit zu prüfen.
Warum ist es sinnvoll, vor dem Verkleben von Kunstleder einen "Klebertest" durchzuführen?

Das Verkleben von Kunstleder ist ein wichtiger Arbeitsschritt in vielen handwerklichen und industriellen Bereichen, etwa in der Polsterei, im Fahrzeuginnenausbau oder bei der Herstellung von Taschen und Möbeln. Da Kunstleder aus verschiedenen Materialschichten besteht und je nach Hersteller unterschiedlich zusammengesetzt ist, ist es besonders sinnvoll, vor dem eigentlichen Verkleben einen Klebertest durchzuführen.

Ein wesentlicher Grund für einen Klebertest ist die Materialverträglichkeit. Kunstleder besteht meist aus einem textilen Trägermaterial, das mit einer Kunststoffschicht, beispielsweise aus PVC oder Polyurethan, beschichtet ist. Nicht jeder Klebstoff ist mit diesen Kunststoffen verträglich. Manche Kleber können das Material angreifen, aufweichen oder verfärben. Ein Test an einer unauffälligen Stelle oder an einem Reststück zeigt, ob der Kleber das Kunstleder beschädigt oder optisch verändert.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Haftfestigkeit. Unterschiedliche Kunstlederoberflächen weisen verschiedene Oberflächenstrukturen und Beschichtungen auf. Ein Kleber, der bei einem Material gut hält, kann bei einem anderen nur unzureichend haften. Durch einen Klebertest lässt sich prüfen, ob die Verbindung dauerhaft belastbar ist und den späteren Anforderungen wie Zug, Druck oder Bewegung standhält.

Darüber hinaus hilft ein Klebertest, Verarbeitungsfehler zu vermeiden. Klebstoffe unterscheiden sich in ihrer offenen Zeit, Trocknungsdauer und Verarbeitungstemperatur. Ein Test ermöglicht es, den richtigen Zeitpunkt für das Zusammenfügen der Materialien zu bestimmen und die optimale Verarbeitungstechnik zu erproben. So lassen sich Blasenbildung, ungleichmäßige Verklebungen oder ein Verrutschen der Materialien verhindern.

Auch wirtschaftliche Gründe sprechen für einen Klebertest. Fehlerhafte Verklebungen führen häufig dazu, dass Werkstücke unbrauchbar werden und neu angefertigt werden müssen. Durch einen vorherigen Test können Materialverluste, Zeitaufwand und zusätzliche Kosten deutlich reduziert werden.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass ein Klebertest vor dem Verkleben von Kunstleder ein wichtiger Schritt zur Qualitätssicherung ist. Er stellt sicher, dass Material und Klebstoff miteinander kompatibel sind, die Verklebung dauerhaft hält und optisch einwandfrei bleibt. Dadurch wird nicht nur die Haltbarkeit des Endprodukts verbessert, sondern auch ein professionelles und zuverlässiges Arbeitsergebnis gewährleistet.
Kältebruchtemperatur: -23°C, gemäß IUP 29
Die Kältebruchtemperatur bei Kunstleder

Die Kältebruchtemperatur ist ein wichtiger Kennwert zur Beurteilung der Qualität und Einsatzfähigkeit von Kunstleder. Sie beschreibt die Temperatur, bei der das Material bei Kälte spröde wird und unter mechanischer Belastung Risse oder Brüche entstehen.

Kunstleder wird häufig in Bereichen eingesetzt, in denen es wechselnden oder niedrigen Temperaturen ausgesetzt ist, etwa in Fahrzeugen, im medizinischen Bereich oder in öffentlichen Einrichtungen. Liegt die Umgebungstemperatur unter der Kältebruchtemperatur, verliert das Material seine Elastizität. Dies kann zu Rissbildung, Ablösungen der Beschichtung oder einer eingeschränkten Funktion führen.

Eine niedrige Kältebruchtemperatur ist daher ein Qualitätsmerkmal von hochwertigem Kunstleder. Sie zeigt, dass das Material auch bei Kälte flexibel bleibt und mechanischen Belastungen standhält. Besonders bei Anwendungen, bei denen Sicherheit, Hygiene und Langlebigkeit eine Rolle spielen, ist eine gute Kältebeständigkeit entscheidend.

Zusammenfassend ist die Kältebruchtemperatur ein zentraler Faktor für die Haltbarkeit und Zuverlässigkeit von Kunstleder, da sie bestimmt, bis zu welchen Temperaturen das Material ohne Schäden eingesetzt werden kann.
Lichtbeständigkeit: ≥ 7 gemäß EN ISO 105 – B02
Was versteht man unter Lichtbeständigkeit bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Lichtbeständigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Materials, seine Farbe und Oberfläche bei längerem Einfluss von natürlichem oder künstlichem Licht (insbesondere UV-Strahlung) unverändert zu behalten. Sie ist ein zentrales Qualitätskriterium bei Materialien, die dauerhaft Sonnenlicht ausgesetzt sind, wie Möbelbezüge, Autositze oder Outdoor-Textilien.

Bei echtem Leder
· Echtes Leder kann bei intensiver Lichteinwirkung ausbleichen oder sich verfärben – abhängig von der Farbstoffqualität und der Zurichtung.
· Durchgefärbtes Leder mit lichtechten Pigmenten weist eine höhere Lichtbeständigkeit auf.
· Besonders im Automobilbereich und bei Möbeln ist dieser Faktor wichtig für die langfristige Optik.

Relevante Prüfnormen:
· DIN EN ISO 105-B02 (Bestimmung der Lichtbeständigkeit von Leder)
· DIN EN ISO 105-B06 (kombinierte Bewertung von Licht- und Wärmeeinwirkung – Heißlichtechtheit)

Bei Kunstleder
· Kunstleder reagiert je nach Materialbasis (PU, PVC) unterschiedlich auf UV-Strahlung.
· Hochwertige PU-Kunstleder mit UV-stabilisierter Ausrüstung weisen bessere Lichtbeständigkeit auf als einfache PVC-Kunstleder.
· Verfärbungen, Versprödung oder Strukturveränderungen sind bei schlechter Lichtbeständigkeit möglich.

Relevante Prüfnormen:
· DIN EN ISO 105-B02
· ISO 4892-2 (künstliche Bewitterung mit Xenonbogenlicht)

Bei Stoffen (Textilien)
· Textilien aus synthetischen Fasern (z. B. Polyester, Acryl) sind in der Regel lichtbeständiger als Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen.
· Farbbeständigkeit ist entscheidend für Vorhänge, Polstermöbel, Sonnenschutz oder Outdoor-Bekleidung.
· Auch gefärbte Stoffe können unter Lichteinfluss nachdunkeln oder ausbleichen.

Relevante Prüfnormen:
· DIN EN ISO 105-B02
· ISO 105-B04 (für Outdoor-Anwendungen mit Xenonbogenlicht)
· ISO 4892-2 (künstliche Lichtalterung)

Fazit:
Lichtbeständigkeit ist eine entscheidende Materialeigenschaft für alle Anwendungen, bei denen Produkte Sonnenlicht oder künstlichem Licht ausgesetzt sind. Sie schützt Farben und Oberflächen vor Alterung und Farbverlust. Die wichtigsten Prüfstandards zur Beurteilung der Lichtbeständigkeit sind DIN EN ISO 105-B02, B06, B04 und ISO 4892-2.
Materialzusammensetzung: 99% PVC , 1% Polyuretan | 100% Polyster
Was versteht man unter Materialzusammensetzung bei Kunstleder und Stoffen?

Die Materialzusammensetzung beschreibt, aus welchen Rohstoffen ein Material besteht – also die prozentuale Aufteilung der einzelnen Komponenten, aus denen ein Stoff oder ein Kunstleder hergestellt wurde. Diese Information ist wichtig für:

Pflegehinweise
Tragekomfort / Haptik
Haltbarkeit / Strapazierfähigkeit
Nachhaltigkeit / Recyclingfähigkeit
Allergiepotenzial

1. Materialzusammensetzung bei Kunstleder

Kunstleder ist ein synthetisches Material, das echtes Leder optisch und haptisch imitieren soll. Typischerweise besteht es aus zwei Hauptbestandteilen:

Trägermaterial (Textilbasis):
Meist Polyester oder Baumwollgewebe

Beschichtung (Deckschicht):
Meist PVC (Polyvinylchlorid) oder PU (Polyurethan)

Beispiel für die Materialzusammensetzung eines Kunstleders:
60 % Polyurethan (PU), 40 % Polyester




2. Materialzusammensetzung bei Stoffen (Textilien)

Bei Stoffen gibt die Zusammensetzung an, welche Fasern in welchem Anteil verwendet wurden. Das ist bei Kleidung, Möbelbezügen oder Vorhängen üblich.

Naturfasern: Baumwolle, Wolle, Leinen, Seide
Synthetische Fasern: Polyester, Polyamid, Elastan, Acryl

Beispiel für die Materialzusammensetzung eines Kleidungsstücks:
80 % Baumwolle, 18 % Polyester, 2 % Elastan


Warum ist das wichtig?

- Für die richtige Pflege (Waschanleitung, Bügeln)
- Für Allergiker oder Menschen mit empfindlicher Haut
- Für umweltbewusste Entscheidungen (z. B. Vermeidung von Mikroplastik)
- Für die Beurteilung der Qualität oder Haltbarkeit
Oberfläche Beschaffenheit: hochwertige, feine Lederprägung
Was versteht man unter Beschaffenheit der Oberfläche bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Beschaffenheit der Oberfläche beschreibt die sicht- und fühlbaren Merkmale eines Materials – also seine Struktur, Glätte, Narbung, Porigkeit, Weichheit oder eventuelle Beschichtungen. Sie beeinflusst nicht nur die Optik und Haptik, sondern auch die Funktionalität und Pflegeeigenschaften eines Produkts.

Bei echtem Leder
· Die Oberfläche zeigt je nach Lederart und Zurichtung natürliche Merkmale wie Narben, Poren oder Falten.
· Glattleder, Nubuk, Velours oder geprägte Leder unterscheiden sich stark in Haptik und Aussehen.
· Zurichtungen können Glanz, Farbe oder Schutzschichten aufbringen.

Relevante Normen:
· DIN EN ISO 2418 – Allgemeine Probenahme und Vorbereitung von Leder
· DIN EN ISO 2589 – Bestimmung der Dicke
· DIN EN ISO 3377-1 – Zugversuch zur Feststellung der Oberflächenhaftung (Finish)

Bei Kunstleder
· Die Oberfläche wird künstlich hergestellt, meist mit Narbungsprägung oder Glättung der PU-/PVC-Schicht.
· Sie kann strukturiert, glatt, matt oder glänzend sein – je nach Design und Verarbeitung.
· Häufig werden Schutzbeschichtungen gegen UV, Kratzer oder Flecken aufgebracht.

Relevante Normen:
· ISO 7619-1 – Härteprüfung (Shore) von Beschichtungen
· ISO 7765-1 – Prüfung der Schlagzähigkeit
· ISO 2286-2 – Dickenmessung von beschichteten Textilien

Bei Stoffen (Textilien)
· Die Oberfläche variiert je nach Faser, Gewebebindung und Veredelung.
· Baumwolle, Leinen, Polyester oder Mikrofaser zeigen unterschiedliche Haptik und Struktur.
· Beschichtete Textilien können wasserabweisend, atmungsaktiv oder schmutzresistent sein.

Relevante Normen:
· ISO 2060 – Garnfeinheit
· ISO 139 – Klimatisierung vor Prüfung
· ISO 12947 – Martindale-Abriebtest (indirekter Indikator für Oberflächenstabilität)

Fazit:
Die Oberflächenbeschaffenheit beeinflusst maßgeblich die Ästhetik, Pflege, Haptik und Einsatzfähigkeit von Leder, Kunstleder und Stoffen. Mit Normen wie DIN EN ISO 2589, ISO 2286-2 oder ISO 12947 lassen sich objektive Merkmale bewerten und vergleichen.
Reibeechtheit: 5 nass gemäß EN ISO 105-X12, 5 trocken gemäß EN ISO 105-X12
Was versteht man unter der Reibechtheit bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Reibechtheit beschreibt die Widerstandsfähigkeit eines gefärbten oder beschichteten Materials gegenüber mechanischer Reibung. Sie zeigt an, wie stark sich Farbe oder Beschichtung durch Reiben – im trockenen oder nassen Zustand – ablöst oder auf andere Materialien überträgt. Diese Eigenschaft ist besonders relevant bei Sitzmöbeln, Bekleidung oder Fahrzeuginterieur.

Bei echtem Leder
· Reibechtheit ist wichtig für die Dauerhaftigkeit von Farbe und Finish auf der Lederoberfläche.
· Besonders bei pigmentierten Ledern kann es bei geringer Reibechtheit zu Abfärbungen kommen.
· Geprüft wird sowohl im trockenen als auch im nassen Zustand.

Relevante Norm:
· DIN EN ISO 11640 – Leder – Bestimmung der Farbechtheit gegen Reiben

Bei Kunstleder
· Bei PU- oder PVC-beschichtetem Kunstleder ist die Haftung der Pigmente auf der Oberfläche entscheidend.
· Eine schlechte Reibechtheit führt zu sichtbarem Abrieb oder Farbübertrag.
· Wichtig in stark beanspruchten Bereichen wie Sitzflächen oder Lenkrädern.

Relevante Norm:
· DIN EN ISO 105-X12 – Textilien – Bestimmung der Farbechtheit gegen Reiben
· DIN EN ISO 11640 – kann ebenfalls für beschichtete Materialien herangezogen werden

Bei Stoffen (Textilien)
· Reibechtheit ist ein entscheidender Faktor für Bekleidung, Vorhänge, Sitzbezüge etc.
· Dunkle, intensiv gefärbte Stoffe haben oft geringere Reibechtheit.
· Unterschiede bestehen zwischen trockener und nasser Reibechtheit.

Relevante Norm:
· DIN EN ISO 105-X12 – Standardmethode zur Bewertung der Farbechtheit gegenüber Reiben

Fazit:
Die Reibechtheit beeinflusst die Optik, Funktionalität und Alltagstauglichkeit von Leder, Kunstleder und Textilien. Sie stellt sicher, dass Farben nicht auf Kleidung oder angrenzende Materialien abfärben. Die wichtigsten Prüfverfahren sind DIN EN ISO 11640 für Leder und DIN EN ISO 105-X12 für Kunstleder und Stoffe.
Scheuertouren: > 100.000 Touren
Was versteht man unter Scheuertouren bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Scheuertouren beschreiben, wie viele Reibzyklen ein Material aushält, bevor sichtbare Abnutzung oder Durchscheuern auftritt. Sie sind ein wichtiges Maß für die Abriebfestigkeit – besonders bei stark beanspruchten Anwendungen wie Polstermöbeln, Autositzen oder Bekleidung. Je höher die Anzahl der Scheuertouren, desto widerstandsfähiger ist das Material.

Bei echtem Leder:
· Leder hat je nach Zurichtung und Oberflächenfinish unterschiedliche Abriebfestigkeit.
· Hochwertiges Polsterleder erreicht häufig 10.000 bis über 50.000 Scheuertouren.
· Die natürlichen Narbenstrukturen und das Finish beeinflussen das Ergebnis wesentlich.

Relevante Normen:
- DIN EN ISO 17076-1 – Bestimmung der Abriebfestigkeit von Leder (Martindale-Verfahren)
- ISO 5470-1 – Abriebprüfung mittels Taber-Abraser (bei Leder seltener)

Bei Kunstleder:
· Die Abriebfestigkeit hängt stark von der Qualität der PU- oder PVC-Beschichtung und dem Trägermaterial ab.
· Hochwertige Kunstleder erreichen bis zu 100.000 Scheuertouren oder mehr.
· Günstige Kunstleder zeigen oft frühzeitig Risse, Farbabrieb oder Ablösungen.

Relevante Normen:
- ISO 12947-2 – Martindale-Verfahren zur Bestimmung der Scheuerfestigkeit von beschichteten Textilien
- ISO 5470-1 – Abriebprüfung mit Taber-Abraser

Bei Stoffen (Textilien):
· Je nach Faserart, Webart und Ausrüstung erreichen Textilien sehr unterschiedliche Werte.
· Standardstoffe für Haushaltsmöbel: ca. 15.000–30.000 Scheuertouren
· Hochleistungsstoffe für Objektbereich oder Outdoor: bis 100.000 und mehr

Relevante Normen:
- ISO 12947-2 – Bestimmung der Scheuerfestigkeit von Textilien (Martindale)
- DIN EN ISO 12947-1 bis -4 – umfassen Aufbau, Durchführung und Bewertung

Fazit:
Die Anzahl der Scheuertouren ist ein verlässlicher Indikator für die Haltbarkeit von Leder, Kunstleder und Stoffen bei Reibungseinwirkung. Für langlebige Produkte im Möbel-, Automobil- oder Textilbereich ist eine hohe Abriebfestigkeit unerlässlich. Die wichtigsten Prüfnormen sind DIN EN ISO 17076, ISO 12947 und ISO 5470.
Umwelteigenschaften: ohne Einsatz von AZO-Farbstoffen, umweltschonende Herstellung
Was versteht man unter Umwelteigenschaften und deren Auswirkungen bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Umwelteigenschaften beschreiben, wie Materialien während ihrer Herstellung, Nutzung und Entsorgung die Umwelt beeinflussen. Dazu zählen Energieverbrauch, Emissionen, Einsatz von Chemikalien, Abbaubarkeit, Recyclingfähigkeit und soziale Aspekte. Für Verbraucher, Hersteller und Gesetzgeber sind diese Informationen zunehmend entscheidend, um nachhaltige Materialentscheidungen zu treffen.

Bei echtem Leder
· Echtleder ist bei ökologisch verantwortungsvoller Herstellung nachhaltig , etwa durch pflanzliche Gerbung, geringe Emissionen und lokale Produktion.
· Chromgerbung birgt Umwelt- und Gesundheitsrisiken, insbesondere bei unkontrollierter Entsorgung oder fehlerhafter Nachbehandlung.
· Leder ist biologisch abbaubar, sofern es nicht stark beschichtet oder synthetisch ausgerüstet ist.

Relevante Normen und Richtlinien:
· DIN EN ISO 14001 – Umweltmanagementsysteme
· DIN EN ISO 17075-1/-2 – Bestimmung von Chrom(VI) in Leder
· REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 – Chemikaliensicherheit in der EU

Bei Kunstleder
· Kunstleder besteht meist aus PVC oder PU und basiert damit auf fossilen Rohstoffen.
· Die Herstellung kann energieintensiv sein und schwer abbaubare Rückstände erzeugen.
· Hochwertiges PU-Kunstleder ist oft emissionsärmer als PVC, aber generell schlechter biologisch abbaubar als Echtleder.

Relevante Normen und Richtlinien:
· ISO 14040 / ISO 14044 – Lebenszyklusanalyse (LCA)
· OEKO-TEX® Standard 100 – Schadstoffprüfung für Textilprodukte
· ISO 12460-3 – Formaldehydemissionen aus Kunststoffen

Bei Stoffen (Textilien)
· Die Umweltwirkung variiert je nach Faserart: Naturfasern wie Baumwolle sind biologisch abbaubar, verursachen aber oft hohen Wasser- und Pestizidverbrauch.
· Synthetische Fasern wie Polyester basieren auf Erdöl, sind recycelbar, aber schwer abbaubar.
· Textilien können mit umweltschädlichen Farben, Weichmachern oder Ausrüstungen behandelt sein.

Relevante Normen und Richtlinien:
· ISO 14001 – Umweltmanagement
· GOTS (Global Organic Textile Standard) – ökologische Textilzertifizierung
· OEKO-TEX® Standard 100

Fazit:
Die Umwelteigenschaften von Leder, Kunstleder und Textilien hängen stark vom Materialtyp, der Herstellungsmethode und der Entsorgung ab. Während Echtleder bei ökologischer Produktion vorteilhaft sein kann, bieten Kunstleder und Textilien Chancen durch Recycling oder Schadstofffreiheit. Maßgebliche Normen wie ISO 14001, REACH oder OEKO-TEX® helfen dabei, umweltrelevante Aspekte zu bewerten und nachhaltige Entscheidungen zu treffen.
Wasserabweisend: > 200 cm, gemäß EN 20811/93
Wasserabweisende Kunstleder sind besonders gut, weil sie sowohl hygienische, funktionale als auch wirtschaftliche Vorteile bieten.

Ein zentraler Vorteil ist der Schutz vor dem Eindringen von Flüssigkeiten. Wasserabweisende Oberflächen verhindern, dass Wasser, Schweiß oder andere Flüssigkeiten in das Material eindringen. Dadurch bleibt das Trägermaterial trocken, was die Bildung von Bakterien, Schimmel und unangenehmen Gerüchen deutlich reduziert. Besonders in sensiblen Bereichen wie Medizin, Pflege oder Gastronomie ist dies ein entscheidender hygienischer Faktor.

Zudem sind wasserabweisende Kunstleder leichter zu reinigen und zu desinfizieren. Flüssigkeiten bleiben auf der Oberfläche und können einfach abgewischt werden, ohne Rückstände zu hinterlassen. Das spart Zeit, erleichtert die regelmäßige Reinigung und unterstützt die Einhaltung hoher Hygienestandards.

Ein weiterer Vorteil ist die längere Lebensdauer des Materials. Da Feuchtigkeit nicht in das Kunstleder eindringt, wird das Material weniger belastet. Es kommt seltener zu Aufquellen, Ablösungen oder Rissbildung. Dadurch bleiben Optik, Stabilität und Funktionalität über einen längeren Zeitraum erhalten.

Nicht zuletzt bieten wasserabweisende Kunstleder auch praktischen Komfort. Sie fühlen sich angenehm an, trocknen schnell und sind widerstandsfähig gegenüber alltäglichen Beanspruchungen. Insgesamt machen diese Eigenschaften wasserabweisende Kunstleder zu einer besonders zuverlässigen und vielseitigen Lösung für viele Einsatzbereiche.
Lederart: Kunstleder
Was versteht man unter Lederart und ihre Herkunft bei echtem Leder?

Unter der Lederart versteht man die Einteilung von echtem Leder nach der Tierart, aus der die Haut stammt. Jede Lederart hat spezifische Eigenschaften wie Dicke, Narbung, Flexibilität, Festigkeit oder Optik – und eignet sich daher für unterschiedliche Verwendungszwecke. Zusätzlich spielt die Herkunft eine große Rolle, da Haltung, Klima und Verarbeitungstraditionen die Qualität des Leders wesentlich beeinflussen.

Hier eine Übersicht über gängige Lederarten und ihre typischen Herkunftsländer:

Rindsleder
- Herkunft: Europa (Deutschland, Italien, Frankreich, Deutschland Österreich und Schweiz), Südamerika (Brasilien, Argentinien), USA

Merkmale: robust, vielseitig einsetzbar, mittlere bis hohe Dicke
Verwendung: Polstermöbel, Schuhe, Taschen, Gürtel, Fahrzeuginterieur

Kalbsleder
- Herkunft: Italien, Frankreich, Schweiz, Deutschland

Merkmale: feine Poren, sehr weich, hochwertig, gleichmäßige Oberfläche
Verwendung: Luxusschuhe, hochwertige Taschen, Bekleidung, Lederwaren

Büffelleder
- Herkunft: Indien, Pakistan, Bangladesch, teilweise Südostasien

Merkmale: grobe Narbung, sehr robust, dick
Verwendung: Gürtel, robuste Möbel, Taschen, Outdoor-Produkte

Ziegenleder
- Herkunft: Indien, Marokko, Pakistan, Nigeria

Merkmale: weich, dehnbar, gleichzeitig widerstandsfähig, feine Narbung
Verwendung: Bekleidung, Handschuhe, feine Taschen, Buchbindungen

Schafleder
- Herkunft: Großbritannien, Neuseeland, Australien, Türkei

Merkmale: sehr weich, leicht, elastisch
Verwendung: Kleidung, Innenfutter, Handschuhe

Wildleder, Velourleder (z. B. Rind, Kalb, Hirsch, Reh)
Herkunft: Europa (besonders Deutschland, Österreich, Skandinavien), Nordamerika

Merkmale: samtige Oberfläche (Velours), weich, dehnbar, natürliches Aussehen
Verwendung: Trachtenmode, Handschuhe, Schuhe, Jagdbekleidung

Hier noch einigeAnwendungsarten von echtem Leder:

- Möbel und Innenausstattung
Sofas, Sessel, Stühle (Polsterbezüge), Autositze, Lenkräder, Schalthebel (Fahrzeuginnenraum), Türverkleidungen, Wandbespannungen, Wohnaccessoires

- Mode und Bekleidung
Lederjacken, Mäntel, Westen, Lederhosen, Röcke, Kleider, Handschuhe, Gürtel, Hüte, Mützen, Schuhe, Stiefel, Sandalen

- Taschen und Accessoires
Handtaschen, Umhängetaschen, Rucksäcke, Geldbörsen, Etuis, Schlüsselanhänger, Smartphone- und Laptop-Hüllen,
Schreibmappen, Aktentaschen

- Handwerk und Reitsport
Sättel, Zaumzeug, Halfter, Messer- und Werkzeugtaschen, Hundehalsbänder und Leinen, Leder für Bogensport, Schwerter oder historische Rüstungen

- Luxus- und Designerprodukte
Hochwertige Uhrenarmbänder, Designermöbel und Sonderanfertigungen, Maßgeschneiderte Kleidung und Schuhe, Exklusive Autoausstattungen (z. B. in Luxusfahrzeugen)

- Musikinstrumente und Kunsthandwerk
Trommelbespannungen (z. B. Djembe, Conga), Lederumschläge für Bücher oder Bibeln, Kunstobjekte, Wandbehänge, Masken

- Industrielle und technische Anwendungen
Schweißerschürzen, Schnittschutzhandschuhe, Dichtungen, Membranen, technische Polster, Arbeitskleidung in besonderen Einsatzbereichen

- Tradition und Kultur
Trachtenbekleidung (z. B. Lederhosen, Hirschlederhandschuhe), Historische Kostüme, Museumsexponate, Sattlerei- und Schuhmacherhandwerk, Religiöse Objekte oder zeremonielle Kleidung

Fazit:
Die Lederart bezeichnet die Tierart, aus der das Leder gewonnen wird, während die Herkunft auf das Land oder die Region verweist, in der die Tiere gehalten wurden. Beides beeinflusst die Qualität, Optik und Verwendbarkeit des Leders maßgeblich. Europa steht besonders für hochwertige Kalbs- und Rindsleder, während Länder wie Indien und Pakistan führend bei Büffel- und Ziegenleder sind.
Breite: 140 cm ± 2%
Breite bei Kunstleder & Stoffen

Die Breite gibt die nutzbare Materialbreite pro Rolle an (meist in cm).
Wichtig für Zuschnitt, Verschnittminimierung und Flächenberechnung.


Typische Breiten:


Kunstleder:
140 cm (Standard), 150–160 cm (Taschen/Sattel), Sondermaße 120–180 cm.
Achtung: Nicht dehnbar – Nutzbreite kann durch Beschichtung leicht abweichen.


Stoffe:
140 cm (Bekleidung/Deko), 150–160 cm (Jersey, Leinen), 280–300 cm (Bettwäsche/Vorhänge).
Unter 100 cm bei Spezialstoffen.



Warum ist die Breite wichtig?

Bestimmt die benötigte Länge für deine Fläche (z. B. 2 m × 140 cm = 2,8 m²).
Große Breiten sparen Verschnitt (z. B. für durchgehende Vorhänge oder Polster).
Bei dehnbaren Stoffen: Nutzbreite kann etwas kleiner sein als angegeben.



Tipp: Miss deine Schnittteile vor dem Kauf – so vermeidest du Überraschungen!
Mindestabnahme: ab 2 Laufmeter
Was versteht man unter der Mindestabnahme bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Mindestabnahme bezeichnet die kleinste Menge eines Materials, die man bei Projektleder kaufen muss. Sie hängt von Materialart und der Verpackungseinheit ab – und kann variieren.

1. Mindestabnahme bei echtem Leder

Echtes Leder wird immer pro halbe Haut oder pro ganze Haut verkauft, da es sich um natürliche Tierhäute handelt.

Typisch ist:
Verkauf pro Haut, oder Halbhäute nach m².
Mindestabnahme: Halbe Haut oder ganze Haut (z. B. 2.5 oder 5 m²)

Hinweis: Da jede Haut unterschiedlich groß ist, ist die Fläche nicht exakt planbar.

2. Mindestabnahme bei Kunstleder

Kunstleder wird meterweise, also per Laufmeter oder per Rolle verkauft, meist mit genormter Breite (z. B. 140 cm).

Übliche Mindestabnahme:
1-2 Laufmeter

3. Mindestabnahme bei Stoffen (Textilien)

Stoffe sind besonders flexibel erhältlich, sowohl für Hobbynäher als auch im industriellen Maßstab.

Übliche Mindestabnahmen:
1-2 Laufmeter

Bei Stoffen mit individuellem Druck oder Färbung (z. B. Digitaldruck) gelten oft projektbezogene Mindestabnahmen.

Zusammengefasst:

Die Mindestabnahme variiert stark je nach Materialart und Vertriebskanal. Echtes Leder wird in der Regel als halbe oder ganze Haut verkauft, sodass selbst kleine Bestellungen mehrere Quadratmeter umfassen können. Kunstleder ist häufig ab einem oder 2 Laufmeter erhältlich.
Pflegehinweise: Das Kunstleder kann mit einem feuchten Tuch und einer neutralen Seifenlösung gereinigt werden, Keinen Verdünner, Aceton, Lösungsmittel auf Benzinbasis verwenden, Wir empfehlen zur Pflege unsere SEDICUR Pflegeprodukte
Was versteht man unter Pflegehinweisen bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Pflegehinweise sind Empfehlungen zur richtigen Reinigung, Behandlung und Lagerung eines Materials, um dessen Qualität, Aussehen und Lebensdauer zu erhalten. Je nach Materialart – echtes Leder, Kunstleder oder Stoff – unterscheiden sich die Anforderungen und Vorgehensweisen deutlich. Die Pflegehinweise helfen dabei, Schäden durch falsche Behandlung zu vermeiden und die Funktionalität sowie Optik möglichst lange zu erhalten.

Pflegehinweise für echtes Leder:
- Echtes Leder ist ein natürliches Material und benötigt regelmäßige Pflege, um geschmeidig, atmungsaktiv und langlebig zu bleiben.

Empfehlung:
- Leder sollte regelmäßig mit einem trockenen oder leicht feuchten Tuch abgestaubt werden.
- Keine aggressiven Reinigungsmittel oder viel Wasser verwenden.
- Spezielle Lederpflegeprodukte wie Lederfett oder Lederbalsam anwenden (ca. alle 3–6 Monate).
- Vor direkter Sonneneinstrahlung und Heizquellen schützen (Austrocknungsgefahr).
- Nicht in der Waschmaschine waschen.
- Bei Flecken: sanft reinigen, im Zweifel professionelle Lederreinigung, wie die Projektleder Pflegeserie nutzen.

Pflegehinweise für Kunstleder:
Kunstleder ist deutlich pflegeleichter als echtes Leder, da es wasserabweisend und unempfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen ist.

Empfehlung:
- Mit einem feuchten Tuch oder mildem Seifenwasser abwischen.
- Keine Lösungsmittel oder scharfen Reiniger verwenden (Gefahr von Rissbildung).
- Nicht mit Ölen oder Fetten behandeln – das Material nimmt es nicht auf.
- Regelmäßiges Abwischen verhindert das Einziehen von Schmutz.
- Direkte Sonneneinstrahlung über längere Zeit vermeiden (Ausbleichen, Versprödung möglich).
- Bei Flecken: sanft reinigen, im Zweifel professionelle Lederreinigung, wie die Projektleder Pflegeserie nutzen.

Pflegehinweise für Stoffe:
Stoffe sind je nach Material (z. B. Baumwolle, Polyester, Leinen) unterschiedlich zu pflegen. Die Pflegehinweise sind in der Regel auf Etiketten oder beim Hersteller angegeben.

Typische Hinweise:
- Waschanleitung beachten (Temperatur, Schleudern, Waschmittel).
- Manche Stoffe sind maschinenwaschbar, andere nur für Handwäsche geeignet.
- Empfindliche Stoffe wie Wolle oder Seide brauchen Spezialpflege.
- Polsterstoffe: regelmäßiges Absaugen, bei Bedarf feucht abwischen oder mit Polsterreiniger behandeln.
- Nicht alle Stoffe sind für den Trockner geeignet.

Fazit:
Pflegehinweise geben wichtige Informationen darüber, wie Materialien wie echtes Leder, Kunstleder und Stoffe richtig behandelt werden sollten. Während echtes Leder eine intensive Pflege mit speziellen Produkten benötigt, ist Kunstleder deutlich pflegeleichter. Stoffe hingegen sind abhängig vom Fasertyp sehr unterschiedlich zu behandeln. Wer die Pflegehinweise beachtet, verlängert die Lebensdauer und bewahrt das Aussehen des Materials.
Sattler & Polsterarbeiten: heften möglich, kleben möglich, nähen möglich, spannen möglich, tackern möglich, weich und dehnfähig
Was versteht man unter Sattler- & Polsterarbeiten?

Sattler- und Polsterarbeiten bezeichnen handwerkliche Tätigkeiten, bei denen Leder, Kunstleder oder Stoffe verarbeitet werden, um Sitzflächen, Möbel, Fahrzeuge oder Accessoires zu beziehen, zu reparieren oder neu aufzubauen. Dabei kommen verschiedene Techniken wie kleben, nähen, tackern, heften und spannen zum Einsatz – je nach Material, Form und Funktion des jeweiligen Projekts.

Sattlerarbeiten
Sattler sind spezialisierte Handwerker, die sich traditionell mit der Verarbeitung von Leder beschäftigen – vor allem im Bereich:

- Fahrzeuginnenausstattung (z. B. Autositze, Türverkleidungen, Lenkräder)
- Reitsport (z. B. Sättel, Zaumzeug, Halfter)
- Motorradsitze, Taschen, Planen, Oldtimer-Restaurierung

Der Fokus liegt auf robusten, funktionalen und oft maßgefertigten Lederarbeiten, bei denen das Material häufig geklebt, genäht oder gespannt wird. Für komplexe Formen sind weiche und dehnfähige Leder besonders gut geeignet.

Polsterarbeiten
Polsterarbeiten beziehen sich auf das Aufarbeiten, Neubespannen oder Erneuern von Sitzflächen, insbesondere bei:

-Sofas, Sesseln und Stühlen (Möbelpolsterei)
-Gastronomiemöbeln oder Objektmöbeln
-Oldtimer- oder Bootssitzen
- Caravan- und Wohnmobilausbau

Hier kommen Polstermaterialien wie Schaumstoffe, Gurte, Federn und Bezüge zum Einsatz. Die Bezugsstoffe werden je nach Anwendung getackert, geheftet, genäht oder verklebt. Durch das Spannen und Formen entstehen glatte, faltenfreie Oberflächen mit hoher Belastbarkeit und langer Lebensdauer.

Fazit:
Sattler- und Polsterarbeiten sind hochwertige, meist handwerkliche Tätigkeiten, die darauf abzielen, Sitzmöbel oder lederbezogene Produkte funktional und optisch aufzuwerten. Sie verbinden traditionelles Handwerk mit moderner Technik und setzen auf vielseitige Bearbeitungsmethoden wie kleben, nähen, tackern, heften und spannen – ideal für maßgeschneiderte Lösungen im Möbel-, Fahrzeug- oder Accessoire-Bereich.
Gewicht: 2.5 kg
Herstellerinformationen

Produkte filtern