BMW Nappaleder – weiches Premiumleder für Sitze & Interieur
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BMW Nappa | Autoleder cremeweiß

BMW Nappa | Autoleder cremeweiß

FAQ's zum Artikel

BMW Nappaleder in OEM Qualität:
Das BMW Nappaleder von Projektleder in OEM Qualität ist ein besonders weiches und hochwertiges Leder.
Es ist bekannt für seine glatte Oberfläche und luxuriöse Haptik. BMW verwendet Nappaleder in vielen Fahrzeugen, um eine gehobene und exklusive Innenausstattung zu unterstreichen.

Eigenschaften von BMW Nappaleder:
· Weichheit und Geschmeidigkeit: BMW Nappaleder überzeugt durch außergewöhnliche Weichheit und hohe Geschmeidigkeit für maximalen Komfort. 
· Feine Narbung: Das Leder besitzt eine feine, natürliche Narbung, die ihm eine elegante und hochwertige Optik verleiht.
· Atmungsaktivität: Nappaleder ist atmungsaktiv, erhöht den Sitzkomfort und unterstützt eine angenehme Temperaturregulierung.
· Langlebigkeit: Trotz seiner weichen Haptik ist BMW Nappaleder robust und langlebig, insbesondere bei richtiger Pflege.
Zur optimalen Pflege empfehlen wir unsere Projektleder-Pflegeserie CORALUX.

Verwendung von BMW Nappaleder:
BMW setzt Nappaleder in verschiedenen Modellen und Ausstattungsvarianten ein.
Sitzbezüge: Autositze werden häufig mit Nappaleder bezogen, um höchsten Komfort und eine luxuriöse Optik zu erzielen. Unser BMW Nappaleder ist in vielen Farbvarianten für Restaurierungen erhältlich.
Lenkrad: Viele BMW-Modelle verfügen über mit Nappaleder bezogene Lenkräder für eine angenehme Haptik und edle Optik.
Türverkleidungen und Armlehnen werden ebenfalls mit BMW Nappaleder veredelt.
Instrumententafel und Mittelkonsole: In ausgewählten Modellen wird Nappaleder auch im Bereich der Instrumententafel und Mittelkonsole eingesetzt.
Ideal zur Wiederherstellung von verschlissenen Innenraumteilen.

Fazit:
BMW Nappaleder trägt maßgeblich zum luxuriösen Ambiente und hohen Komfort im Innenraum von BMW-Fahrzeugen bei. Die Kombination aus eleganter Optik, Atmungsaktivität und Langlebigkeit macht es zur bevorzugten Wahl für Premium-Ausstattungen. Wir bieten eine erstklassige Auswahl an hochwertigen Ledern für Ihr individuelles BMW Projekt.

Ein besonders weiches, glatt anmutendes Echtleder für hochwertige Fahrzeuginnenräume. Es veredelt Sitze und Verkleidungen mit Premium-Look & -Feel und ist in vielen BMW-Modellen/Packages verfügbar.

Nappa gilt als weicher und natürlicher im Griff als stärker geprägte Varianten; es wird in gehobenen Linien eingesetzt und steht für eine edle, homogene Oberfläche. Damit positioniert es sich oberhalb einfacherer, robuster Prägungen.

Typisch sind BMW Sitzflächen, Türverkleidungen, Mittelkonsole und (je nach Ausstattung) erweiterte Lederumfänge. Das sorgt für ein ruhiges, hochwertiges Gesamtbild im Interieur.

Ja, Nappa ist bekannt für seine angenehme, „atmende“ Oberfläche; perforierte Varianten erhöhen die Luftzirkulation und unterstützen Sitzbelüftungssysteme – spürbar auf langen Fahrten.

Regelmäßiges Absaugen/Abwischen und der Einsatz geeigneter Lederreiniger/-pflegen erhalten Haptik und Optik über Jahre. So bleibt der luxuriöse Eindruck bei täglicher Nutzung erhalten. (Grundsätze aus Hersteller-/Pflegehinweisen.) Zur Pflege empfehlen wir unsere Autoleder Pflegeserie.

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Technische Daten: BMW Nappa | Autoleder cremeweiß

EigenschaftWertBeschreibung
Produktnummer: BMW Nappa-cremeweiß
Einsatzbereiche: Autositze, Autotuning, Bankauflagen aus Leder, Dachhimmel für Automobile, Designobjekte, Handtaschen, Kissen und Polster, Küchenstühle, Esszimmerstühle, Lederwaren, Lenkräder , Motorrad Lederbekleidung, Motorradsitze, Möbel, Objektbereich, Polstermöbel (Couch, Sofa, Sessel, Stühle), Sitzmöbel und feste Polster, Wohnbereich, Wohnwagen Leder, speziell für BMW Fahrzeuge
Was versteht man unter den Einsatzbereichen bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Der Begriff Einsatzbereiche beschreibt die typischen Anwendungsgebiete eines Materials – also wo, wofür und in welcher Form echtes Leder, Kunstleder oder Stoffe verwendet werden. Diese Bereiche richten sich nach den Eigenschaften des Materials, z. B. Robustheit, Flexibilität, Pflegebedarf oder Optik.

Einsatzbereiche von echtem Leder:
Echtes Leder ist langlebig, atmungsaktiv und hochwertig. Es wird überall dort eingesetzt, wo man natürliche Optik, hohe Strapazierfähigkeit und edle Haptik wünscht.

Typische Einsatzbereiche:
- Möbelbezüge (Sofas, Sessel)
- Gastronomie & Objektmöbel
- Mode (Jacken, Schuhe, Taschen, Gürtel)
- Fahrzeuginnenausstattung (Sitze, Lenkräder, Schaltknäufe)
- Handwerk & Accessoires (Etuis, Portemonnaies, Messerhüllen)
- Sattlerei, Reitsport, Motorradsitze

Besonders beliebt im Premiumsegment, wenn Langlebigkeit und Prestige gefragt sind.

Einsatzbereiche von Kunstleder:

Kunstleder ist pflegeleicht, kostengünstiger und wasserabweisend. Es wird verwendet, wenn der Look von Leder gewünscht ist – aber nicht zwingend dessen Eigenschaften nötig sind.

Typische Einsatzbereiche:
- Polstermöbel (Stühle, Bänke, Sofas)
- Mode (Kunstlederjacken, Hosen, Schuhe)
- Taschen & Accessoires
- Auto- & Boot-Innenräume (z. B. Sitzbezüge)
- Gastronomie & Objektmöbel (leicht abwischbar, hygienisch)
- Tierbedarf (Halsbänder, Leinen)

Besonders geeignet für preisbewusste, vegane oder hygienisch anspruchsvolle Anwendungen.

Einsatzbereiche von Stoffen:

Stoffe sind extrem vielseitig – von feinen Kleidungsstoffen bis zu robusten Outdoor-Materialien. Sie variieren stark je nach Faserart und Webtechnik.

Typische Einsatzbereiche:
- Bekleidung (Shirts, Kleider, Hosen, Unterwäsche)
- Wohntextilien (Vorhänge, Kissen, Decken, Bettwäsche)
- Polsterstoffe (Sofas, Sessel)
- Taschen, Rucksäcke, Bezüge
- Technische Textilien (Outdoor, Medizin, Filtration)

DIY, Hobby, Patchwork, Deko

Stoffe bieten durch ihre Vielfalt eine fast unbegrenzte Bandbreite an Verwendungsoptionen – von alltagstauglich bis spezialtechnisch.

Fazit:
Echtes Leder wird bevorzugt dort eingesetzt, wo Qualität, Langlebigkeit und Prestige gefragt sind. Kunstleder findet seinen Einsatz vor allem in funktionalen, pflegeleichten oder kostengünstigen Anwendungen, während Stoffe durch ihre große Vielfalt nahezu überall zum Einsatz kommen – von Kleidung bis Möbel, von Alltag bis Technik.
Brandverhalten: DIN EN 1021-1+2 EUFAC-Richtlinie, FMVSS302 Brandverhalten von Materialien im Fahrzeuginnenraum
Was versteht man unter Brandverhalten bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Das Brandverhalten beschreibt, wie ein Material auf Feuer oder hohe Hitzeeinwirkung reagiert – also ob es brennt, wie schnell es sich entzündet, ob es tropft, raucht oder giftige Gase freisetzt. Diese Eigenschaft ist besonders wichtig bei der Auswahl von Materialien für Möbel, Fahrzeuginnenräume, öffentliche Gebäude, Luftfahrt oder Arbeitskleidung. In vielen Einsatzbereichen gelten verbindliche Normen wie DIN, EN und ISO, die das Brandverhalten von Materialien definieren, testen und klassifizieren.

Bei echtem Leder
Echtes Leder ist von Natur aus schwer entflammbar und brennt meist nur bei direktem, anhaltendem Flammkontakt.
Es verkohlt beim Brennen und bildet keine schmelzenden Tropfen. Chromgegerbtes Leder kann ein verbessertes Brandverhalten zeigen.

Für Polsterleder und Leder in Möbeln gelten u. a. folgende relevante Normen:
- DIN EN ISO 8191-1 / -2: Brandverhalten von Möbelpolstern – Zündquelle Zigarette und Streichholz
- DIN EN 1021-1 / 1021-2: Entzündbarkeit von Polstermöbeln durch glimmende Zigaretten und kleine offene Flammen
- DIN EN ISO 6940 / 6941: Bestimmung der vertikalen Flammenausbreitung an Textilien und Verbundmaterialien wie beschichtetem Leder
- DIN EN ISO 4589-2: Sauerstoffindex zur Beurteilung der Brennbarkeit von Leder
- ISO 3795 / DIN 75200: Brennverhalten von Materialien im Fahrzeugbau (z. B. für Ledersitze oder Türverkleidungen)
- FAR 25.853: Norm für Materialien in Luftfahrzeugen (für flugzeugtaugliches Polsterleder)

In vielen Bereichen erfüllt echtes Leder die Anforderungen an schwer entflammbare Materialien oft auch ohne zusätzliche Flammschutzausrüstung.

Bei Kunstleder
Kunstleder besteht meist aus Polyurethan (PU) oder Polyvinylchlorid (PVC) und zeigt ohne Ausrüstung ein kritisches Brandverhalten: Schmelzen, Tropfen und Rauchentwicklung sind möglich.
Die genaue Reaktion hängt von der Materialzusammensetzung und eventuell verwendeten Flammschutzmitteln ab.

Hochwertiges Kunstleder wird oft nach folgenden Normen geprüft:
- DIN EN 1021-1 und 1021-2 (Zündverhalten von Polstermöbeln)
- DIN 4102-B1/B2 (Bauprodukte: schwer/normal entflammbar)
- ISO 3795 / DIN 75200 (Fahrzeuginnenraum)
- FMVSS 302 (US-Standard für Kfz-Innenräume)

Bei Stoffen (Textilien)
Das Brandverhalten variiert stark je nach Faserart und Ausrüstung:

- Baumwolle brennt schnell
- Polyester schmilzt und tropft
- Wolle ist relativ schwer entflammbar.

Textilien können zusätzlich mit Flammschutzmitteln ausgerüstet werden.

Relevante Normen sind:
- DIN EN 13501-1 (Brandklassifizierung für Bauprodukte)
- DIN EN 1021-1 / 1021-2 (Zündverhalten bei Polstermöbeln)
- DIN 4102-B1/B2 (klassische Brandschutznorm)
- DIN EN ISO 6940 / 6941 (Flammenausbreitung)
- NF P92-503 (französische Klassifizierung M1–M4)
- FAR 25.853 (Flugzeugnorm)

Fazit:
Das Brandverhalten ist ein zentrales Sicherheitskriterium bei der Materialauswahl. Echtes Leder ist von Natur aus relativ schwer entflammbar und erfüllt viele Anforderungen bereits ohne zusätzliche Chemikalien. Kunstleder und Textilien hingegen benötigen in der Regel flammhemmende Ausrüstung, um geltende Normen wie DIN EN 1021, DIN 4102, ISO 6941 oder FAR 25.853 zu erfüllen. Für öffentliche, gewerbliche oder sicherheitskritische Einsatzbereiche ist die Einhaltung dieser Normen unverzichtbar.
Dauerknickverhalten: 30.000 – keine Veränderungen gemäß EN ISO 11640
Was versteht man unter Dauerknickverhalten bei echtem Leder und Kunstleder?

Das Dauerknickverhalten beschreibt die Fähigkeit eines Materials, wiederholtes Falten, Biegen oder Knicken über einen längeren Zeitraum hinweg ohne sichtbare Schäden wie Risse, Brüche oder Ablösungen zu überstehen. Es ist ein entscheidender Qualitätsfaktor für Materialien, die in stark beanspruchten Bereichen eingesetzt werden, z. B. bei Polstermöbeln, Schuhen, Taschen oder Fahrzeuginterieur.

Bei echtem Leder

Echtes Leder besitzt in der Regel ein sehr gutes Dauerknickverhalten, da es elastisch, zugfest und faserstabil ist. Durch die natürliche Struktur kann es sich gut an mechanische Beanspruchung anpassen, ohne schnell zu reißen. Besonders hochwertig gegerbtes Leder (z. B. durch Fassgerbung) zeigt eine hohe Langlebigkeit unter Dauerbelastung. Offene Poren oder sehr weiche Lederarten können empfindlicher auf Knickbelastung reagieren.

Gängige Prüfverfahren für Dauerknickverhalten bei Leder sind in der Norm DIN EN ISO 5402-1 definiert: Diese beschreibt die Methode zur Ermittlung der Knickbeständigkeit durch wiederholtes Bewegen über einen kleinen Radius (flexing endurance test).

Bei Kunstleder

Das Dauerknickverhalten hängt stark von der Qualität der Trägerstruktur (meist Textilgewebe) und der Deckschicht (z. B. PU, PVC) ab. Günstiges Kunstleder kann bei häufiger Beanspruchung zu Rissen, Abblättern oder Brüchigkeit neigen. Hochwertiges PU-Kunstleder mit elastischer Beschichtung und textiler Rückseite ist deutlich belastbarer.

Auch hier gilt die DIN EN ISO 5402-1 als wichtigste Prüfnorm zur Bewertung der Dauerknickfestigkeit.

Zusätzlich kann die Norm ISO 20932-1 (Bestimmung der Dehnungseigenschaften von beschichteten Textilien) zur ergänzenden Materialbewertung herangezogen werden.

Fazit:
Ein gutes Dauerknickverhalten ist essenziell für langlebige Produkte aus Leder oder Kunstleder. Wäh ren d echtes Leder durch seine natürliche Elastizität überzeugt, ist bei Kunstleder besonders auf die Materialqualität und Verarbeitun g zu ach ten. Die DIN EN ISO 5402-1 bietet eine international anerkannte Prüfgrundlage zur Bewertung der Knickbeständigkeit beider Materialien.
Dehnungsprüfung: > 120 N Höchstzugkraft, 35 - 70 % Bruchdehnung, gemäß DIN 53328
Was versteht man unter Dehnungsprüfung bei echtem Leder und Kunstleder?

Die Dehnungsprüfung (auch Reißdehnung oder Zugprüfung genannt) beschreibt die Bestimmung, wie stark sich ein Material unter Zugbelastung dehnt, bevor es reißt oder dauerhaft verformt wird. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der mechanischen Materialprüfung und gibt Auskunft über die Elastizität, Festigkeit und das Verhalten bei Belastung.

Bei echtem Leder

Echtes Leder besitzt eine natürliche Faserstruktur, die je nach Tierart, Gerbung und Zurichtung unterschiedliche Dehnungseigenschaften zeigt.
Die Dehnungsprüfung dient dazu, die Belastbarkeit und Reißfestigkeit des Leders zu beurteilen, insbesondere bei starker Beanspruchung wie im Polster-, Schuh- oder Taschenbereich.

Typische Werte für die Dehnung liegen bei 30–70 % bis zum Reißen – abhängig von Lederart und Verarbeitungsqualität.
Die DIN EN ISO 3376 ist die zentrale Prüfnorm zur Bestimmung der Zugfestigkeit und Dehnung von Leder. Dabei wird ein genormter Lederstreifen gedehnt, bis er reißt, und die maximale Dehnung dokumentiert.

Bei Kunstleder

Kunstleder besteht aus einem Trägermaterial (meist Textil) und einer beschichteten Oberfläche (z. B. PU oder PVC), wodurch sich die Dehnfähigkeit je nach Aufbau stark unterscheiden kann.
Günstige Kunstleder zeigen oft geringere Dehnung und neigen bei hoher Belastung zum Reißen oder Ablösen der Beschichtung.
Hochwertige PU-Kunstleder mit elastischem Trägergewebe erreichen eine bessere Dehnungsreserve.

Für Kunstleder ist die ISO 20932-1 die relevante Prüfnorm. Sie legt Verfahren zur Bestimmung der Dehnungseigenschaften beschichteter Textilien unter definierter Kraftbelastung fest.

Fazit:
Die Dehnungsprüfung ist ein essenzieller Test zur Beurteilung der mechanischen Eigenschaften von Leder und Kunstleder. Während echtes Leder durch seine natürliche Elastizität überzeugt, hängt die Dehnbarkeit von Kunstleder stark von Aufbau und Qualität ab. Mit den Normen DIN EN ISO 3376 (für Leder) und ISO 20932-1 (für Kunstleder) stehen zwei etablierte Prüfverfahren zur Verfügung, um Materialien zuverlässig zu bewerten.
Eigenschaften: OEM Qualität (Original Equipment Manufacturer), abriebfest, dehnfähig, edel, langlebig, lichtecht, nachhaltig, pflegeleicht, reißfest
Was versteht man unter den Eigenschaften bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Eigenschaften dieser Materialien beziehen sich auf ihre technischen, optischen, haptischen und funktionalen Merkmale, die ihre Eignung für bestimmte Einsatzzwecke bestimmen – z. B. Kleidung, Polster, Taschen, Möbel oder Fahrzeug-Innenausstattung.

1. Eigenschaften von echtem Leder
Echtes Leder ist ein natürliches Material, das aus Tierhaut gewonnen wird – meist von Rind, Schwein oder Ziege.

Typische Eigenschaften (Merkmale und Beschreibung):
- Atmungsaktivität: Hoch – Leder "lebt" und lässt Luft durch
- Strapazierfähigkeit: Sehr hoch, besonders bei Dickleder
- Optik: Einzigartige Narbung, oft mit Patina
- Haptik: Warm, weich, hochwertig
- Wasserresistenz: Mittel – kann imprägniert werden
- Pflegebedarf: Ab und an Lederpflege notwendig
- Umweltaspekt: Naturprodukt

2. Eigenschaften von Kunstleder

Kunstleder (PU, PVC) ist ein synthetisch hergestelltes Imitat von echtem Leder.

Typische Eigenschaften (Merkmal und Beschreibung):
- Atmungsaktivität: Gering, abhängig vom Produkt
- Strapazierfähigkeit: Sehr gut, abhängig von der Qualität
- Optik: Gleichmäßig, kann echtes Leder gut imitieren
- Wasserresistenz: Hoch – sehr pflegeleicht
- Pflegebedarf: Niedrig – einfach abwischbar
- Umweltaspekt: Meist aus Erdöl-basierten Kunststoffen, es gibt aber auch "Vegane Produkte)

3. Eigenschaften von Stoffen (Textilien)

Stoffe bestehen aus natürlichen oder synthetischen Fasern, die gewebt, gestrickt oder gefilzt sind.

Typische Eigenschaften (Merkmal und Beschreibung):

- Atmungsaktivität: Hoch bei Baumwolle, Leinen etc.
- Strapazierfähigkeit: Variiert stark je nach Faser & Verarbeitung
- Optik: Große Vielfalt – von fein bis grob
- Haptik: Weich, angenehm (z. B. bei Naturfasern)
- Wasserresistenz: Meist gering, es sei denn speziell beschichtet
- Pflegebedarf: Waschmaschinengeeignet, pflegeleicht
- Umweltaspekt: Naturfasern nachhaltig, Synthetik oft kritisch

Fazit – Eigenschaften von echtem Leder, Kunstleder und Stoffen in Worten zusammengefasst:

Echtes Leder überzeugt durch seine hohe Atmungsaktivität, natürliche Haptik und außergewöhnliche Langlebigkeit. Es wirkt hochwertig und entwickelt mit der Zeit eine schöne Patina.

Kunstleder ist eine günstigere Alternative, die optisch oft kaum von echtem Leder zu unterscheiden ist. Es ist pflegeleicht, wasserabweisend und gleichmäßig in der Optik. Dafür fehlt ihm die Atmungsaktivität, es fühlt sich etwas kälter und künstlicher an.

Stoffe sind sehr vielfältig in Aussehen und Eigenschaften. Sie sind meist atmungsaktiv, angenehm auf der Haut und pflegeleicht. Ihre Strapazierfähigkeit variiert jedoch stark – je nach Faserart und Verarbeitung. Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen gelten als besonders nachhaltig, während synthetische Stoffe eher kritisch zu bewerten sind.

Kurz auf den Punkt gebracht:
Echtes Leder steht für Natürlichkeit und Langlebigkeit, Kunstleder für Funktionalität und Pflegeleichtigkeit, und Stoffe für Vielseitigkeit und Komfort.
Gerbung: Mit hochwertigen Farbstoffen, im Fass durchgefärbt.
Was versteht man unter der Gerbung bei echtem Leder?

Die Gerbung ist ein zentraler Verarbeitungsschritt bei der Herstellung von echtem Leder. Dabei wird die rohe Tierhaut mithilfe chemischer oder pflanzlicher Gerbstoffe in ein dauerhaft haltbares, verrottungsfestes Material umgewandelt. Ohne Gerbung würde die Haut austrocknen, verhärten oder schimmeln. Die Art der Gerbung hat entscheidenden Einfluss auf die Eigenschaften des Leders wie Farbe, Geruch, Elastizität, Festigkeit und Umweltverträglichkeit.

Wichtige Gerbarten im Überblick:
- Chromgerbung
Am weitesten verbreitetes Verfahren, bei dem Chrom(III)-salze (meist Chromsulfat) verwendet werden.
Ergibt geschmeidiges, widerstandsfähiges Leder mit guter Hitzebeständigkeit. Typisch für Polsterleder, Schuh- und Bekleidungsleder.

Relevante Norm: DIN EN ISO 5398-1 bis -4 (Bestimmung von Chromgehalt in Leder).
Chrom(VI) ist toxisch und darf gemäß REACH-Verordnung nicht im Endprodukt nachweisbar sein.

- Vegetabil (pflanzlich) gegerbtes Leder
Verwendung von pflanzlichen Gerbstoffen aus Rinden, Hölzern oder Früchten (z. B. Quebracho, Mimosa, Eichenrinde).
Führt zu festerem, formstabilem Leder mit typischem, natürlichem Geruch. Besonders geeignet für Gürtel, Taschen, Sättel oder ökologische Produkte. Umweltfreundlicher, aber zeitaufwändiger als Chromgerbung.

Prüfung nach DIN EN ISO 4045 (pH-Wert) und ISO 14001 (Umweltmanagementsysteme bei der Herstellung).

- Aldehydgerbung (z. B. Glutaraldehyd)
Chromfreies, meist helles Leder mit weicher Haptik. Häufig verwendet für Babyartikel oder medizinische Produkte.
Formaldehydgrenzwerte müssen streng eingehalten werden.

Norm: DIN EN ISO 17226-1 (Bestimmung von Formaldehyd in Leder).

- Synthetische Gerbung (z. B. mit Harzen)
Wird oft in Kombination mit anderen Verfahren eingesetzt. Führt zu weichem, leichtem Leder – typisch für Bekleidung oder Futterleder.

- Kombinierte Gerbung
Kombination mehrerer Gerbarten zur Optimierung von Eigenschaften (z. B. Chrom + pflanzlich). Weit verbreitet bei hochwertigen Möbel- oder Automobilledern.

Fazit:
Die Gerbung macht rohe Tierhäute erst zu haltbarem Leder. Je nach Verfahren entstehen unterschiedliche Eigenschaften, Einsatzbereiche und Umweltwirkungen. Mit Normen wie DIN EN ISO 5398, DIN EN ISO 4045, DIN EN ISO 17226-1 und Vorgaben aus der REACH-Verordnung wird die Qualität und Sicherheit moderner Lederprodukte gewährleistet.
Größe der Häute: ca. 5.4 qm
Was versteht man unter der Größe von Lederhäuten?

Die Größe von Lederhäuten bezeichnet die Gesamtfläche einer einzelnen Tierhaut, nachdem sie gegerbt und zugeschnitten wurde. Diese Fläche wird in der Regel in Quadratmetern (m²) oder seltener in Quadratfuß (sqft) angegeben. Die tatsächliche Größe hängt von der Tierart, dem Zuschnitt (z. B. ganze Haut, Halbhäute, Croupon) und dem Verwendungszweck ab.

Lederhäute sind Naturprodukte und daher nicht genormt. Jede Haut unterscheidet sich in Form und Größe. Die angegebene Fläche bezieht sich auf die verwendbare Fläche, also den Teil, der verarbeitet werden kann.

Typische Größen nach Tierart:
- Rindsleder (ganze Haut): ca. 4 bis 6 m²
- Rindsleder (Halbhäute): ca. 2 bis 3 m²
- Büffelleder: ca. 4 bis 6 m²
- Ziegenleder: ca. 0,4 bis 0,7 m²
- Kalbsleder: ca. 1 bis 1,8 m²
- Wildleder, Velourleder, Rauhleder: bis ca. 2 m²

Wichtiger Hinweis:
Da Lederhäute unregelmäßig geformt sind, ist die verfügbare Fläche nicht rechteckig und muss bei Zuschnittplänen individuell berücksichtigt werden. Händler geben die Größe in der Regel exakt pro Stück an, oft mit leichter Abweichung nach oben oder unten.

Fazit:
Die Größe von Lederhäuten beschreibt die verarbeitbare Fläche einer Tierhaut in Quadratmetern. Sie variiert je nach Tierart, Zuschnitt und natürlicher Form und ist eine zentrale Kenngröße beim Einkauf und der Verarbeitung von Leder.
Haftung der Zurichtung: ≥ 3.5 N/cm gemäß IUF 470 - DIN ISO 11644
Unter Haftung der Zurichtung bei Autoleder versteht man gemäß IUF 470 bzw. DIN ISO 11644 die Haftfestigkeit der aufgebrachten Zurichtungsschichten (Finish) auf dem Ledergrund.

Bedeutung

Die Zurichtung (z. B. Pigmentschicht, Decklack) muss dauerhaft am Leder haften. Eine unzureichende Haftung führt im Fahrzeug zu:

* Abblättern oder Abreiben der Oberfläche
* optischen Mängeln
* verminderter Lebensdauer des Leders (v. a. bei Sitzflächen, Lenkrädern)

Prüfnorm: DIN ISO 11644 / IUF 470

Die Norm beschreibt eine Gitterschnitt-/Klebebandprüfung zur Beurteilung der Haftung.

Kurzbeschreibung des Prüfverfahrens:

1. In die Lederoberfläche wird ein definiertes Gitterschnittmuster eingeschnitten (ohne das Leder selbst zu beschädigen).
2. Ein standardisiertes Klebeband wird fest auf die eingeschnittene Fläche gedrückt.
3. Das Klebeband wird in einem festgelegten Winkel und mit konstanter Geschwindigkeit abgezogen.
4. Anschließend wird beurteilt, ob und wie viel Zurichtung sich ablöst.

Bewertung

* Die Haftung wird visuell bewertet (Grad der Ablösung der Zurichtung).
* Für Automobilleder gelten in der Regel sehr hohe Anforderungen, d. h.:

* keine oder nur minimale Ablösung der Zurichtung ist zulässig.

Zusammengefasst

Haftung der Zurichtung bezeichnet also:

Die Fähigkeit der Finishschichten eines Autolethers, dauerhaft und fest auf dem Leder zu haften, geprüft nach einem genormten Gitterschnitt-Klebebandtest gemäß DIN ISO 11644 / IUF 470.
Heißlichtechtheit: 5 - 7 Stufe Blauskala, ≥ 5 gemäß EN ISO 105-B02, gemäß DIN 75202 - Kraftfahrzeug-Innenausstattung
Was versteht man unter Heißlichtechtheit bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Heißlichtechtheit beschreibt die Fähigkeit eines Materials, seine Farbe und Oberflächenstruktur bei gleichzeitiger Einwirkung von Licht und Wärme über einen längeren Zeitraum hinweg beizubehalten. Diese Eigenschaft ist besonders wichtig für Materialien, die dauerhaft Sonneneinstrahlung oder Wärmeeinwirkung ausgesetzt sind – etwa im Fahrzeuginnenraum, bei Polstermöbeln oder in Wintergärten.

Bei echtem Leder
Echtes Leder kann bei starker UV- und Wärmeeinwirkung ausbleichen oder verfärben, abhängig von der Zurichtung und Farbstabilität. Hochwertig zugerichtetes, durchgefärbtes Leder mit lichtechten Farbstoffen weist eine deutlich bessere Heißlichtechtheit auf.

Geprüft wird dies nach der Norm DIN EN ISO 105-B06, die die kombinierte Beständigkeit gegen Licht und Wärme (Heißlichtechtheit) bewertet. Zusätzlich kann DIN EN ISO 105-B02 (Lichtechtheit) ergänzend herangezogen werden.

Bei Kunstleder
Kunstleder ist meist UV-empfindlicher als echtes Leder, besonders wenn es auf PVC-Basis hergestellt wurde. PU-Kunstleder mit spezieller UV-stabilisierter Ausrüstung zeigt bessere Beständigkeit gegen Licht- und Wärmeeinflüsse. Die Heißlichtechtheit hängt stark von der Zusammensetzung der Beschichtung und Pigmentierung ab.

Auch hier gilt DIN EN ISO 105-B06 als relevante Prüfnorm für den kombinierten Einfluss von Wärme und Licht.

Bei Stoffen (Textilien)
Textilien aus synthetischen Fasern wie Polyester oder Acryl sind grundsätzlich UV-beständiger als Naturfasern wie Baumwolle.
Die Farbbeständigkeit bei Sonneneinstrahlung ist entscheidend für Gardinen, Polsterstoffe, Outdoor-Textilien und Sonnenschutzgewebe.

Für Textilien gelten folgende Normen:
· DIN EN ISO 105-B06 (Heißlichtechtheit – Licht und Wärme kombiniert)
· DIN EN ISO 105-B02 (Lichtechtheit allein)
· ISO 105-B04 (Lichtechtheit bei Xenonbogenlicht für Outdoor-Anwendungen)

Fazit:
Die Heißlichtechtheit ist ein entscheidender Qualitätsfaktor für Materialien, die Licht- und Wärmeeinflüssen ausgesetzt sind. Besonders bei Anwendungen im Fahrzeug-, Möbel- oder Outdoorbereich entscheidet sie über die langfristige Farb- und Materialbeständigkeit. Die Prüfstandards DIN EN ISO 105-B06, B02 und B04 ermöglichen eine verlässliche Bewertung der Farbechtheit unter praxisnahen Bedingungen.
Herstellung: nach den weltweit strengsten Umweltauflagen hergestellt. Hergestellt in der EU.
In Bezug auf Schadstoffe und gesetzliche Vorgaben versteht man unter der Herstellung von echtem Leder nicht nur die Gerbung der Tierhaut, sondern auch die kontrollierte Auswahl von Chemikalien während Gerbung, Färbung und Zurichtung, damit das Leder gesundheitlich unbedenklich und gesetzeskonform ist.

1. AZO-Farbstoffe

· AZO-Farbstoffe wurden früher zum **Färben von Leder** eingesetzt.
· Bestimmte AZO-Farbstoffe können sich **spalten** und dabei **krebserregende aromatische Amine** freisetzen.
· In der EU verboten**, wenn sie diese Amine freisetzen.
· Echtes Leder darf nur mit **zugelassenen, schadstofffreien Farbstoffen** gefärbt werden.

Bedeutung: Schutz der Haut des Verbrauchers (z. B. bei Schuhen, Handschuhen).

2. PCP-Verordnung (Pentachlorphenol)

PCP ist ein hochgiftiges Biozid, früher genutzt:

· zur Konservierung von Häuten
· als Schimmel- und Insektenschutz
· In der EU seit Jahren verboten.
· Echtes Leder darf keine oder nur minimalste Rückstände enthalten.

Bedeutung: Vermeidung von Umweltgiften und Gesundheitsrisiken.

3. PCB (Polychlorierte Biphenyle)

PCB wurden früher in:

· Fetten, Ölen, Farben
· Maschinen und Lederhilfsmitteln eingesetzt.
· Stark gesundheits- und umweltschädlich, heute verboten.
· Modern hergestelltes Leder muss PCB-frei sein.

Bedeutung: Langzeitgesundheit und Umweltschutz.

4. Chrom VI (Chrom(VI))

· Bei der Chromgerbung wird Chrom III verwendet (erlaubt).
· Streng geregelt (Grenzwerte in der EU).
· Echtes Leder darf keinen oder nur extrem geringe Chrom-VI-Gehalte aufweisen.

Bedeutung:Besonders wichtig bei Schuhen, Gurten, Möbeln (Hautkontakt).

5. FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe)

FCKW wurden früher:

· als Treibgase
· bei der Schaum- oder Sprühzurichtung verwendet.
· Wegen Ozonabbau verboten.
· In der Lederherstellung heute nicht mehr zulässig.

Bedeutung:Klimaschutz und Umweltschutz.

6. Zurichtung von Leder

Die Zurichtung ist der letzte Verarbeitungsschritt:

· Auftragen von:

- Farbschichten
- Lacken
- Wachsen
- Kunstharzen

· Ziel:

- Schutz
- Optik (Glanz, Matt, Struktur)
- Abriebfestigkeit

In Bezug auf Schadstoffe heißt das:

* Keine verbotenen Lösemittel
* Keine PCB-, PCP- oder AZO-haltigen Stoffe
* Keine Bildung von Chrom VI
* Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte

usammengefasst:

Die Herstellung von echtem Leder bedeutet nicht nur Tierhaut zu gerben, sondern auch:

✔️ Verwendung schadstofffreier Chemikalien
✔️ Einhaltung gesetzlicher Umwelt- und Gesundheitsvorschriften
✔️ Kontrollierte Färbung und Zurichtung
✔️Verbraucherschutz

Alle unsere echten Leder und Kunstleder unterliegen selbstverständlich diesen Vorschriften und werden auch so gefertigt.
Oberfläche Beschaffenheit: Pigmentierte Zurichtung erhält die Lichtechtheit und Farbe
Was versteht man unter Beschaffenheit der Oberfläche bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Beschaffenheit der Oberfläche beschreibt die sicht- und fühlbaren Merkmale eines Materials – also seine Struktur, Glätte, Narbung, Porigkeit, Weichheit oder eventuelle Beschichtungen. Sie beeinflusst nicht nur die Optik und Haptik, sondern auch die Funktionalität und Pflegeeigenschaften eines Produkts.

Bei echtem Leder
· Die Oberfläche zeigt je nach Lederart und Zurichtung natürliche Merkmale wie Narben, Poren oder Falten.
· Glattleder, Nubuk, Velours oder geprägte Leder unterscheiden sich stark in Haptik und Aussehen.
· Zurichtungen können Glanz, Farbe oder Schutzschichten aufbringen.

Relevante Normen:
· DIN EN ISO 2418 – Allgemeine Probenahme und Vorbereitung von Leder
· DIN EN ISO 2589 – Bestimmung der Dicke
· DIN EN ISO 3377-1 – Zugversuch zur Feststellung der Oberflächenhaftung (Finish)

Bei Kunstleder
· Die Oberfläche wird künstlich hergestellt, meist mit Narbungsprägung oder Glättung der PU-/PVC-Schicht.
· Sie kann strukturiert, glatt, matt oder glänzend sein – je nach Design und Verarbeitung.
· Häufig werden Schutzbeschichtungen gegen UV, Kratzer oder Flecken aufgebracht.

Relevante Normen:
· ISO 7619-1 – Härteprüfung (Shore) von Beschichtungen
· ISO 7765-1 – Prüfung der Schlagzähigkeit
· ISO 2286-2 – Dickenmessung von beschichteten Textilien

Bei Stoffen (Textilien)
· Die Oberfläche variiert je nach Faser, Gewebebindung und Veredelung.
· Baumwolle, Leinen, Polyester oder Mikrofaser zeigen unterschiedliche Haptik und Struktur.
· Beschichtete Textilien können wasserabweisend, atmungsaktiv oder schmutzresistent sein.

Relevante Normen:
· ISO 2060 – Garnfeinheit
· ISO 139 – Klimatisierung vor Prüfung
· ISO 12947 – Martindale-Abriebtest (indirekter Indikator für Oberflächenstabilität)

Fazit:
Die Oberflächenbeschaffenheit beeinflusst maßgeblich die Ästhetik, Pflege, Haptik und Einsatzfähigkeit von Leder, Kunstleder und Stoffen. Mit Normen wie DIN EN ISO 2589, ISO 2286-2 oder ISO 12947 lassen sich objektive Merkmale bewerten und vergleichen.
Reibeechtheit: 4 - 5 alkalisch gemäß EN ISO 11640, 4 - 5 nass gemäß EN ISO 11640, 4 - 5 trocken gemäß EN ISO 11640
Was versteht man unter der Reibechtheit bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Reibechtheit beschreibt die Widerstandsfähigkeit eines gefärbten oder beschichteten Materials gegenüber mechanischer Reibung. Sie zeigt an, wie stark sich Farbe oder Beschichtung durch Reiben – im trockenen oder nassen Zustand – ablöst oder auf andere Materialien überträgt. Diese Eigenschaft ist besonders relevant bei Sitzmöbeln, Bekleidung oder Fahrzeuginterieur.

Bei echtem Leder
· Reibechtheit ist wichtig für die Dauerhaftigkeit von Farbe und Finish auf der Lederoberfläche.
· Besonders bei pigmentierten Ledern kann es bei geringer Reibechtheit zu Abfärbungen kommen.
· Geprüft wird sowohl im trockenen als auch im nassen Zustand.

Relevante Norm:
· DIN EN ISO 11640 – Leder – Bestimmung der Farbechtheit gegen Reiben

Bei Kunstleder
· Bei PU- oder PVC-beschichtetem Kunstleder ist die Haftung der Pigmente auf der Oberfläche entscheidend.
· Eine schlechte Reibechtheit führt zu sichtbarem Abrieb oder Farbübertrag.
· Wichtig in stark beanspruchten Bereichen wie Sitzflächen oder Lenkrädern.

Relevante Norm:
· DIN EN ISO 105-X12 – Textilien – Bestimmung der Farbechtheit gegen Reiben
· DIN EN ISO 11640 – kann ebenfalls für beschichtete Materialien herangezogen werden

Bei Stoffen (Textilien)
· Reibechtheit ist ein entscheidender Faktor für Bekleidung, Vorhänge, Sitzbezüge etc.
· Dunkle, intensiv gefärbte Stoffe haben oft geringere Reibechtheit.
· Unterschiede bestehen zwischen trockener und nasser Reibechtheit.

Relevante Norm:
· DIN EN ISO 105-X12 – Standardmethode zur Bewertung der Farbechtheit gegenüber Reiben

Fazit:
Die Reibechtheit beeinflusst die Optik, Funktionalität und Alltagstauglichkeit von Leder, Kunstleder und Textilien. Sie stellt sicher, dass Farben nicht auf Kleidung oder angrenzende Materialien abfärben. Die wichtigsten Prüfverfahren sind DIN EN ISO 11640 für Leder und DIN EN ISO 105-X12 für Kunstleder und Stoffe.
Stichausreißkraft: ≥ 40 gemäß DIN 53331
Was versteht man unter Stichausreißkraft bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Stichausreißkraft beschreibt die Kraft, die notwendig ist, um ein bereits perforiertes Material (z. B. durch eine Naht oder Nadelstich) weiter einreißen zu lassen. Sie ist ein wichtiger Kennwert zur Beurteilung der mechanischen Belastbarkeit von Materialien an genähten Stellen und spielt eine große Rolle bei Polstermöbeln, Kleidung, Taschen oder Fahrzeuginterieur.

Bei echtem Leder
- Leder mit dichter und homogener Faserstruktur besitzt eine hohe Stichausreißkraft.
- Die Gerbungsart und Verarbeitung beeinflussen das Verhalten unter mechanischer Belastung.
- Zu weiches oder offenes Leder kann an Nahtpunkten schneller reißen.

Relevante Normen:
- DIN EN ISO 23910 – Leder – Bestimmung der Stichausreißfestigkeit
- DIN 53357 – ältere nationale Prüfnorm, teilweise noch verwendet

Bei Kunstleder
- Die Stichausreißkraft hängt stark von der Qualität des Trägermaterials und der Haftung der Beschichtung ab.
- Bei hochwertigen Kunstledern mit textilem Träger ist die Festigkeit oft vergleichbar mit Echtleder.
- Minderwertiges Kunstleder neigt zu schnellem Einreißen an Nähten oder stark beanspruchten Stellen.

Relevante Normen:
- DIN EN ISO 4670 – Bestimmung der Weiterreißfestigkeit von beschichteten Textilien
- ISO 13937-1 – Verfahren für Textilien, bei Kunstleder anwendbar

Bei Stoffen (Textilien)
- Die Stichausreißkraft ist besonders bei technischen Textilien, Arbeitskleidung oder Outdoor-Materialien relevant.
- Gewebeart, Faserzusammensetzung und Nähtechnik beeinflussen den Widerstand gegen Einreißen.
- Lockere Gewebe oder empfindliche Fasern können schnell ausreißen.

Relevante Normen:
- ISO 13937-1 bis -4 – Prüfung der Weiterreißfestigkeit bei Textilien
- DIN EN ISO 9073-4 – für Vliesstoffe

Fazit:
Die Stichausreißkraft ist ein essenzieller Prüfwert für die Haltbarkeit von Nähten und Perforationen in Leder, Kunstleder und Textilien. Besonders bei langlebigen Produkten mit starker Belastung sorgt sie für Sicherheit und Qualität. Die wichtigsten Prüfnormen sind DIN EN ISO 23910, ISO 13937 und DIN EN ISO 4670.
Umwelteigenschaften: entspricht der PCP-Verbotsverordnung, ohne Einsatz von AZO-Farbstoffen, umweltschonende Herstellung
Was versteht man unter Umwelteigenschaften und deren Auswirkungen bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Umwelteigenschaften beschreiben, wie Materialien während ihrer Herstellung, Nutzung und Entsorgung die Umwelt beeinflussen. Dazu zählen Energieverbrauch, Emissionen, Einsatz von Chemikalien, Abbaubarkeit, Recyclingfähigkeit und soziale Aspekte. Für Verbraucher, Hersteller und Gesetzgeber sind diese Informationen zunehmend entscheidend, um nachhaltige Materialentscheidungen zu treffen.

Bei echtem Leder
· Echtleder ist bei ökologisch verantwortungsvoller Herstellung nachhaltig , etwa durch pflanzliche Gerbung, geringe Emissionen und lokale Produktion.
· Chromgerbung birgt Umwelt- und Gesundheitsrisiken, insbesondere bei unkontrollierter Entsorgung oder fehlerhafter Nachbehandlung.
· Leder ist biologisch abbaubar, sofern es nicht stark beschichtet oder synthetisch ausgerüstet ist.

Relevante Normen und Richtlinien:
· DIN EN ISO 14001 – Umweltmanagementsysteme
· DIN EN ISO 17075-1/-2 – Bestimmung von Chrom(VI) in Leder
· REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 – Chemikaliensicherheit in der EU

Bei Kunstleder
· Kunstleder besteht meist aus PVC oder PU und basiert damit auf fossilen Rohstoffen.
· Die Herstellung kann energieintensiv sein und schwer abbaubare Rückstände erzeugen.
· Hochwertiges PU-Kunstleder ist oft emissionsärmer als PVC, aber generell schlechter biologisch abbaubar als Echtleder.

Relevante Normen und Richtlinien:
· ISO 14040 / ISO 14044 – Lebenszyklusanalyse (LCA)
· OEKO-TEX® Standard 100 – Schadstoffprüfung für Textilprodukte
· ISO 12460-3 – Formaldehydemissionen aus Kunststoffen

Bei Stoffen (Textilien)
· Die Umweltwirkung variiert je nach Faserart: Naturfasern wie Baumwolle sind biologisch abbaubar, verursachen aber oft hohen Wasser- und Pestizidverbrauch.
· Synthetische Fasern wie Polyester basieren auf Erdöl, sind recycelbar, aber schwer abbaubar.
· Textilien können mit umweltschädlichen Farben, Weichmachern oder Ausrüstungen behandelt sein.

Relevante Normen und Richtlinien:
· ISO 14001 – Umweltmanagement
· GOTS (Global Organic Textile Standard) – ökologische Textilzertifizierung
· OEKO-TEX® Standard 100

Fazit:
Die Umwelteigenschaften von Leder, Kunstleder und Textilien hängen stark vom Materialtyp, der Herstellungsmethode und der Entsorgung ab. Während Echtleder bei ökologischer Produktion vorteilhaft sein kann, bieten Kunstleder und Textilien Chancen durch Recycling oder Schadstofffreiheit. Maßgebliche Normen wie ISO 14001, REACH oder OEKO-TEX® helfen dabei, umweltrelevante Aspekte zu bewerten und nachhaltige Entscheidungen zu treffen.
Wasserdampfdurchlässigkeit: 1.0 mg/cm² gemäß DIN 53333
Was versteht man unter Wasserdampfdurchlässigkeit nach DIN 53333?

Unter der Wasserdampfdurchlässigkeit nach DIN 53333 versteht man bei Autoleder die Fähigkeit des Leders, Wasserdampf (Feuchtigkeit) durchzulassen, also seine „Atmungsaktivität“.

Bedeutung für Autoleder
· Im Fahrzeug ist diese Eigenschaft wichtig für:
· Sitzklima (weniger Schwitzen)
· Tragekomfort bei direktem Hautkontakt
· Feuchteregulierung zwischen Körper, Kleidung und Sitz
· Vermeidung von Hitzestau und Kondensfeuchte

Je besser die Wasserdampfdurchlässigkeit, desto angenehmer ist das Sitzgefühl – besonders bei warmem Klima oder langen Fahrten.

Prüfnorm: DIN 53333
Die Norm beschreibt ein Gravimetrisches Prüfverfahren zur Bestimmung der Wasserdampfdurchlässigkeit.

Prinzip der Prüfung
Ein Prüfgefäß wird mit einem Trockenmittel (z. B. Calciumchlorid) gefüllt. Das Leder wird als membranartige Abdeckung luftdicht über das Gefäß gespannt (Zurichtung nach außen). Das Gefäß wird in ein Normklima gestellt. Wasserdampf aus der Umgebung diffundiert durch das Leder in das Gefäß. Die Gewichtszunahme des Gefäßes wird über eine definierte Zeit gemessen.

Ergebnis
Die Wasserdampfdurchlässigkeit wird angegeben in:
· mg/cm²·h (oder entsprechend umgerechnet)
· Höherer Wert = bessere Atmungsaktivität

Einflussfaktoren bei Autoleder
· Art und Dicke der Zurichtung (Pigmentierung, Decklack)
· Porigkeit der Lederstruktur
· Narbenbild / Prägung
· Zurichtungsrezeptur (z. B. mikroporöse Systeme)
· Stark pigmentierte oder stark versiegelte Leder zeigen meist geringere Wasserdampfdurchlässigkeit.

Typische Anforderungen (orientierend)
· Autoleder: oft ≥ 0,8–1,0 mg/cm²·h, (je nach OEM, Lederart und Einsatzbereich)

Wasserdampfdurchlässigkeit nach DIN 53333 beschreibt:
Die Fähigkeit von Autoleder, Wasserdampf unter definierten Bedingungen durch seine Struktur und Zurichtung hindurch diffundieren zu lassen, als Maß für Komfort und Atmungsaktivität.
Weiterreißfestigkeit: ≥ 20 N gemäß DIN 53329/B, ≥ 25 N gemäß DIN 53329/A
Was versteht man unter Weiterreißfestigkeit und deren Auswirkungen bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Weiterreißfestigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Materials, einem bereits vorhandenen Einriss oder Schnitt zu widerstehen und ein weiteres Einreißen unter Belastung zu verhindern. Sie ist besonders wichtig für Anwendungen, bei denen die Materialien mechanischen Spannungen oder dauerhafter Beanspruchung ausgesetzt sind, etwa bei Polstermöbeln, Autositzen, Taschen oder Arbeitskleidung.

Bei echtem Leder:
- Echtleder besitzt durch seine faserige Struktur eine natürliche Weiterreißfestigkeit, die je nach Tierart, Dicke und Gerbart variiert.
- Hochwertig gegerbtes Leder weist eine sehr gute Reißfestigkeit auf, insbesondere bei vegetabil oder chromgegerbten Varianten.
- Die Weiterreißfestigkeit wird unter anderem durch die Narbenstruktur und die Gleichmäßigkeit der Lederdicke beeinflusst.

Relevante Normen:
· DIN EN ISO 3377-2 – Bestimmung der Weiterreißfestigkeit von Leder (Doppelschlitzverfahren)
· DIN EN ISO 3376 – Zugversuch zur Bewertung der Dehnung und Festigkeit von Leder

Bei Kunstleder:
- Die Weiterreißfestigkeit hängt stark von der Art des Trägermaterials (z. B. Polyester, Baumwollgewebe) und der Beschichtung (PU, PVC) ab.
- Kunstleder mit hochwertigem Textilträger zeigt eine bessere Reißstabilität, während minderwertige Varianten schneller einreißen.
- Kritisch sind Stellen mit Nähten oder häufiger Biegung.

Relevante Normen:
· ISO 4674-1 – Weiterreißfestigkeit von beschichteten Textilien
· ISO 34-1 – Weiterreißfestigkeit von flexiblen Kunststoffen

Bei Stoffen (Textilien):
- Die Weiterreißfestigkeit von Stoffen variiert je nach Webart, Faserart und Ausrüstung.
- Dicht gewebte, synthetische Stoffe wie Cordura oder Polyester sind deutlich weiterreißfester als lockere Baumwollgewebe.
- Reißfeste Stoffe sind essenziell für Outdoor-Bekleidung, Arbeitskleidung und technische Textilien.

Relevante Normen:
· ISO 13937-2 – Weiterreißfestigkeit von textilen Flächengebilden (Trapezverfahren)
· ISO 9073-4 – für Vliesstoffe

Fazit:
Die Weiterreißfestigkeit ist ein zentrales Qualitätskriterium für langlebige, belastbare Materialien. Echtes Leder überzeugt durch seine natürliche Faserstruktur, Kunstleder durch hochwertige Trägertextilien und Stoffe durch die Wahl der Faser und Webart. Die wichtigsten Normen wie DIN EN ISO 3377-2, ISO 4674-1 und ISO 13937-2 helfen dabei, die Weiterreißfestigkeit praxisgerecht zu bewerten.
ph Wert: 3.5 gemäß DIN EN ISO 4045
Was versteht man unter dem pH-Wert bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Der pH-Wert beschreibt den Säure- oder Alkaligehalt eines Materials bzw. dessen wasserlöslicher Bestandteile. Er ist ein wichtiger Parameter für Hautverträglichkeit, Materialalterung und chemische Stabilität. Ein zu niedriger oder zu hoher pH-Wert kann bei Leder und Textilien zu Schäden, Verfärbungen oder Hautirritationen führen.

Bei echtem Leder
· Der pH-Wert gibt Auskunft über eventuelle Rückstände aus der Gerbung oder Färbung.
· Ein zu saurer pH-Wert (unter 3,5) kann die Faserstruktur schädigen.
· Optimal liegt der pH-Wert bei Leder zwischen 3,5 und 5,5.

Relevante Norm:
· DIN EN ISO 4045 – Bestimmung des pH-Wertes und der Differenz der Puffersalzkonzentration in Leder.

Bei Kunstleder
· Der pH-Wert betrifft vor allem die textile Trägerschicht oder Klebstoffe unter der Beschichtung.
· Rückstände aus der Produktion (z. B. von Weichmachern oder Bindemitteln) können den pH-Wert beeinflussen.
· Ein neutraler bis leicht saurer pH-Wert (5–7) ist ideal, um Reizungen und Materialabbau zu vermeiden.

Relevante Norm:
· ISO 3071 – Textilien – Bestimmung des pH-Wertes wässriger Extrakte.

Bei Stoffen (Textilien)
· Besonders bei Kleidung oder Möbelstoffen ist der pH-Wert relevant für die Hautverträglichkeit.
· Waschmittelrückstände oder Farbstoffe können den pH-Wert verändern.
· Auch hier gilt ein optimaler Bereich zwischen 4,0 und 7,5.

Relevante Normen:
· ISO 3071 – pH-Wert in Textilproben
· OEKO-TEX® Standard 100 – fordert hautverträgliche pH-Werte für zertifizierte Textilien

Fazit:
Der pH-Wert ist ein entscheidender Qualitäts- und Sicherheitsfaktor bei Leder, Kunstleder und Stoffen. Er beeinflusst nicht nur die Materialstabilität, sondern auch die gesundheitliche Unbedenklichkeit bei Hautkontakt. Die Normen DIN EN ISO 4045 (für Leder) und ISO 3071 (für Textilien) sichern eine zuverlässige Prüfung dieses Wertes.
Lederart: Nappaleder, Rindleder
Was versteht man unter Lederart und ihre Herkunft bei echtem Leder?

Unter der Lederart versteht man die Einteilung von echtem Leder nach der Tierart, aus der die Haut stammt. Jede Lederart hat spezifische Eigenschaften wie Dicke, Narbung, Flexibilität, Festigkeit oder Optik – und eignet sich daher für unterschiedliche Verwendungszwecke. Zusätzlich spielt die Herkunft eine große Rolle, da Haltung, Klima und Verarbeitungstraditionen die Qualität des Leders wesentlich beeinflussen.

Hier eine Übersicht über gängige Lederarten und ihre typischen Herkunftsländer:

Rindsleder
- Herkunft: Europa (Deutschland, Italien, Frankreich, Deutschland Österreich und Schweiz), Südamerika (Brasilien, Argentinien), USA

Merkmale: robust, vielseitig einsetzbar, mittlere bis hohe Dicke
Verwendung: Polstermöbel, Schuhe, Taschen, Gürtel, Fahrzeuginterieur

Kalbsleder
- Herkunft: Italien, Frankreich, Schweiz, Deutschland

Merkmale: feine Poren, sehr weich, hochwertig, gleichmäßige Oberfläche
Verwendung: Luxusschuhe, hochwertige Taschen, Bekleidung, Lederwaren

Büffelleder
- Herkunft: Indien, Pakistan, Bangladesch, teilweise Südostasien

Merkmale: grobe Narbung, sehr robust, dick
Verwendung: Gürtel, robuste Möbel, Taschen, Outdoor-Produkte

Ziegenleder
- Herkunft: Indien, Marokko, Pakistan, Nigeria

Merkmale: weich, dehnbar, gleichzeitig widerstandsfähig, feine Narbung
Verwendung: Bekleidung, Handschuhe, feine Taschen, Buchbindungen

Schafleder
- Herkunft: Großbritannien, Neuseeland, Australien, Türkei

Merkmale: sehr weich, leicht, elastisch
Verwendung: Kleidung, Innenfutter, Handschuhe

Wildleder, Velourleder (z. B. Rind, Kalb, Hirsch, Reh)
Herkunft: Europa (besonders Deutschland, Österreich, Skandinavien), Nordamerika

Merkmale: samtige Oberfläche (Velours), weich, dehnbar, natürliches Aussehen
Verwendung: Trachtenmode, Handschuhe, Schuhe, Jagdbekleidung

Hier noch einigeAnwendungsarten von echtem Leder:

- Möbel und Innenausstattung
Sofas, Sessel, Stühle (Polsterbezüge), Autositze, Lenkräder, Schalthebel (Fahrzeuginnenraum), Türverkleidungen, Wandbespannungen, Wohnaccessoires

- Mode und Bekleidung
Lederjacken, Mäntel, Westen, Lederhosen, Röcke, Kleider, Handschuhe, Gürtel, Hüte, Mützen, Schuhe, Stiefel, Sandalen

- Taschen und Accessoires
Handtaschen, Umhängetaschen, Rucksäcke, Geldbörsen, Etuis, Schlüsselanhänger, Smartphone- und Laptop-Hüllen,
Schreibmappen, Aktentaschen

- Handwerk und Reitsport
Sättel, Zaumzeug, Halfter, Messer- und Werkzeugtaschen, Hundehalsbänder und Leinen, Leder für Bogensport, Schwerter oder historische Rüstungen

- Luxus- und Designerprodukte
Hochwertige Uhrenarmbänder, Designermöbel und Sonderanfertigungen, Maßgeschneiderte Kleidung und Schuhe, Exklusive Autoausstattungen (z. B. in Luxusfahrzeugen)

- Musikinstrumente und Kunsthandwerk
Trommelbespannungen (z. B. Djembe, Conga), Lederumschläge für Bücher oder Bibeln, Kunstobjekte, Wandbehänge, Masken

- Industrielle und technische Anwendungen
Schweißerschürzen, Schnittschutzhandschuhe, Dichtungen, Membranen, technische Polster, Arbeitskleidung in besonderen Einsatzbereichen

- Tradition und Kultur
Trachtenbekleidung (z. B. Lederhosen, Hirschlederhandschuhe), Historische Kostüme, Museumsexponate, Sattlerei- und Schuhmacherhandwerk, Religiöse Objekte oder zeremonielle Kleidung

Fazit:
Die Lederart bezeichnet die Tierart, aus der das Leder gewonnen wird, während die Herkunft auf das Land oder die Region verweist, in der die Tiere gehalten wurden. Beides beeinflusst die Qualität, Optik und Verwendbarkeit des Leders maßgeblich. Europa steht besonders für hochwertige Kalbs- und Rindsleder, während Länder wie Indien und Pakistan führend bei Büffel- und Ziegenleder sind.
Mindestabnahme: ab einer ½ Haut ca. 2.7 m²
Was versteht man unter der Mindestabnahme bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Mindestabnahme bezeichnet die kleinste Menge eines Materials, die man bei Projektleder kaufen muss. Sie hängt von Materialart und der Verpackungseinheit ab – und kann variieren.

1. Mindestabnahme bei echtem Leder

Echtes Leder wird immer pro halbe Haut oder pro ganze Haut verkauft, da es sich um natürliche Tierhäute handelt.

Typisch ist:
Verkauf pro Haut, oder Halbhäute nach m².
Mindestabnahme: Halbe Haut oder ganze Haut (z. B. 2.5 oder 5 m²)

Hinweis: Da jede Haut unterschiedlich groß ist, ist die Fläche nicht exakt planbar.

2. Mindestabnahme bei Kunstleder

Kunstleder wird meterweise, also per Laufmeter oder per Rolle verkauft, meist mit genormter Breite (z. B. 140 cm).

Übliche Mindestabnahme:
1-2 Laufmeter

3. Mindestabnahme bei Stoffen (Textilien)

Stoffe sind besonders flexibel erhältlich, sowohl für Hobbynäher als auch im industriellen Maßstab.

Übliche Mindestabnahmen:
1-2 Laufmeter

Bei Stoffen mit individuellem Druck oder Färbung (z. B. Digitaldruck) gelten oft projektbezogene Mindestabnahmen.

Zusammengefasst:

Die Mindestabnahme variiert stark je nach Materialart und Vertriebskanal. Echtes Leder wird in der Regel als halbe oder ganze Haut verkauft, sodass selbst kleine Bestellungen mehrere Quadratmeter umfassen können. Kunstleder ist häufig ab einem oder 2 Laufmeter erhältlich.
Pflegehinweise: Das Leder kann mit einem feuchten Tuch und einer neutralen Seifenlösung gereinigt werden, Wir empfehlen zur Pflege unsere KERALUX, CORALUX und SEDICUR Pflegeprodukte
Was versteht man unter Pflegehinweisen bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Pflegehinweise sind Empfehlungen zur richtigen Reinigung, Behandlung und Lagerung eines Materials, um dessen Qualität, Aussehen und Lebensdauer zu erhalten. Je nach Materialart – echtes Leder, Kunstleder oder Stoff – unterscheiden sich die Anforderungen und Vorgehensweisen deutlich. Die Pflegehinweise helfen dabei, Schäden durch falsche Behandlung zu vermeiden und die Funktionalität sowie Optik möglichst lange zu erhalten.

Pflegehinweise für echtes Leder:
- Echtes Leder ist ein natürliches Material und benötigt regelmäßige Pflege, um geschmeidig, atmungsaktiv und langlebig zu bleiben.

Empfehlung:
- Leder sollte regelmäßig mit einem trockenen oder leicht feuchten Tuch abgestaubt werden.
- Keine aggressiven Reinigungsmittel oder viel Wasser verwenden.
- Spezielle Lederpflegeprodukte wie Lederfett oder Lederbalsam anwenden (ca. alle 3–6 Monate).
- Vor direkter Sonneneinstrahlung und Heizquellen schützen (Austrocknungsgefahr).
- Nicht in der Waschmaschine waschen.
- Bei Flecken: sanft reinigen, im Zweifel professionelle Lederreinigung, wie die Projektleder Pflegeserie nutzen.

Pflegehinweise für Kunstleder:
Kunstleder ist deutlich pflegeleichter als echtes Leder, da es wasserabweisend und unempfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen ist.

Empfehlung:
- Mit einem feuchten Tuch oder mildem Seifenwasser abwischen.
- Keine Lösungsmittel oder scharfen Reiniger verwenden (Gefahr von Rissbildung).
- Nicht mit Ölen oder Fetten behandeln – das Material nimmt es nicht auf.
- Regelmäßiges Abwischen verhindert das Einziehen von Schmutz.
- Direkte Sonneneinstrahlung über längere Zeit vermeiden (Ausbleichen, Versprödung möglich).
- Bei Flecken: sanft reinigen, im Zweifel professionelle Lederreinigung, wie die Projektleder Pflegeserie nutzen.

Pflegehinweise für Stoffe:
Stoffe sind je nach Material (z. B. Baumwolle, Polyester, Leinen) unterschiedlich zu pflegen. Die Pflegehinweise sind in der Regel auf Etiketten oder beim Hersteller angegeben.

Typische Hinweise:
- Waschanleitung beachten (Temperatur, Schleudern, Waschmittel).
- Manche Stoffe sind maschinenwaschbar, andere nur für Handwäsche geeignet.
- Empfindliche Stoffe wie Wolle oder Seide brauchen Spezialpflege.
- Polsterstoffe: regelmäßiges Absaugen, bei Bedarf feucht abwischen oder mit Polsterreiniger behandeln.
- Nicht alle Stoffe sind für den Trockner geeignet.

Fazit:
Pflegehinweise geben wichtige Informationen darüber, wie Materialien wie echtes Leder, Kunstleder und Stoffe richtig behandelt werden sollten. Während echtes Leder eine intensive Pflege mit speziellen Produkten benötigt, ist Kunstleder deutlich pflegeleichter. Stoffe hingegen sind abhängig vom Fasertyp sehr unterschiedlich zu behandeln. Wer die Pflegehinweise beachtet, verlängert die Lebensdauer und bewahrt das Aussehen des Materials.
Rohhäute: 100% Echtes Rindleder, europäische Rohware
Was versteht man unter Rohhäute und ihre Herkunft bei echtem Leder?

Rohhäute sind unbehandelte Tierhäute, die als Ausgangsmaterial für die Herstellung von echtem Leder dienen. Sie fallen in der Regel als Nebenprodukt der Fleischverarbeitung an und werden nicht extra wegen des Leders erzeugt. Die Rohhaut ist nach dem Häuten des Tieres in ihrem natürlichen Zustand, also noch nicht gegerbt, konserviert oder bearbeitet. Ohne schnelle Weiterverarbeitung oder Konservierung beginnt sie rasch zu verderben.

Die Herkunft der Rohhäute bezieht sich auf die Tierart, das geografische Ursprungsland und die Haltungsbedingungen der Tiere. Diese Faktoren haben großen Einfluss auf die Qualität des späteren Leders.

Typische Herkunftsquellen:
- Rinderhäute: Weltweit verbreitet, besonders aus Europa wie z.B. Deutschland und Österreich, Südamerika, Indien und den USA
- Kalbshäute: Häufig aus Europa (z. B. Italien, Frankreich) – sehr feinporig und hochwertig
- Ziegen- und Schafhäute: Häufig aus Nordafrika, Asien und dem Mittelmeerraum
- Büffelhäute: Vor allem aus Indien, Pakistan und Südostasien
- Wildhäute (z. B. Hirsch, Reh): Oft aus der Jagd in Europa oder Nordamerika

Die Qualität der Rohhaut hängt von der Haltung, Fütterung und dem Umgang mit dem Tier ab. Tiere aus Freilandhaltung zeigen oft mehr Narben oder Insektenstiche, während Tiere aus kontrollierter Stallhaltung tendenziell glattere, fehlerfreiere Häute liefern.

Fazit:
Rohhäute sind der natürliche, unbehandelte Ausgangsstoff für echtes Leder. Ihre Herkunft – im Sinne von Tierart, Haltung und Herkunftsland – hat direkten Einfluss auf die Qualität, Beschaffenheit und Verwendbarkeit des daraus entstehenden Leders.
Sattler & Polsterarbeiten: heften möglich, kleben möglich, nähen möglich, spannen möglich, tackern möglich, weich und dehnfähig
Was versteht man unter Sattler- & Polsterarbeiten?

Sattler- und Polsterarbeiten bezeichnen handwerkliche Tätigkeiten, bei denen Leder, Kunstleder oder Stoffe verarbeitet werden, um Sitzflächen, Möbel, Fahrzeuge oder Accessoires zu beziehen, zu reparieren oder neu aufzubauen. Dabei kommen verschiedene Techniken wie kleben, nähen, tackern, heften und spannen zum Einsatz – je nach Material, Form und Funktion des jeweiligen Projekts.

Sattlerarbeiten
Sattler sind spezialisierte Handwerker, die sich traditionell mit der Verarbeitung von Leder beschäftigen – vor allem im Bereich:

- Fahrzeuginnenausstattung (z. B. Autositze, Türverkleidungen, Lenkräder)
- Reitsport (z. B. Sättel, Zaumzeug, Halfter)
- Motorradsitze, Taschen, Planen, Oldtimer-Restaurierung

Der Fokus liegt auf robusten, funktionalen und oft maßgefertigten Lederarbeiten, bei denen das Material häufig geklebt, genäht oder gespannt wird. Für komplexe Formen sind weiche und dehnfähige Leder besonders gut geeignet.

Polsterarbeiten
Polsterarbeiten beziehen sich auf das Aufarbeiten, Neubespannen oder Erneuern von Sitzflächen, insbesondere bei:

-Sofas, Sesseln und Stühlen (Möbelpolsterei)
-Gastronomiemöbeln oder Objektmöbeln
-Oldtimer- oder Bootssitzen
- Caravan- und Wohnmobilausbau

Hier kommen Polstermaterialien wie Schaumstoffe, Gurte, Federn und Bezüge zum Einsatz. Die Bezugsstoffe werden je nach Anwendung getackert, geheftet, genäht oder verklebt. Durch das Spannen und Formen entstehen glatte, faltenfreie Oberflächen mit hoher Belastbarkeit und langer Lebensdauer.

Fazit:
Sattler- und Polsterarbeiten sind hochwertige, meist handwerkliche Tätigkeiten, die darauf abzielen, Sitzmöbel oder lederbezogene Produkte funktional und optisch aufzuwerten. Sie verbinden traditionelles Handwerk mit moderner Technik und setzen auf vielseitige Bearbeitungsmethoden wie kleben, nähen, tackern, heften und spannen – ideal für maßgeschneiderte Lösungen im Möbel-, Fahrzeug- oder Accessoire-Bereich.
Stärke: 1.1 – 1.4 mm
Was versteht man unter der Stärke/Dicke bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Stärke oder Dicke ist die physische Höhe eines Materials, gemessen in Millimetern (mm). Sie beeinflusst direkt die Robustheit, Flexibilität, Verarbeitungseignung und den Verwendungszweck eines Materials – sei es echtes Leder, Kunstleder oder Textilien.

1. Stärke/Dicke bei echtem Leder

Echtes Leder ist ein Naturprodukt und variiert in seiner Stärke je nach Tierart, Lage auf der Haut und Zurichtung.
Gemessen wird in mm oder "oz" (Unzen pro Quadratfuß, v. a. im englischen Raum)

Übliche Stärkenbereiche:
- Feines Leder (z. B. Handschuhe, Bekleidung) 0,5 – 1,0 mm
- Taschen, Accessoires 1,2 – 2,0 mm
- Gürtel, Riemen 3,0 – 4,0 mm
- Sattel- oder Werkzeugleder 4,0 mm und mehr

Stärke wirkt sich stark auf die Steifigkeit und die Einsatzmöglichkeiten aus.

2. Stärke/Dicke bei Kunstleder

Kunstleder besteht meist aus einem Trägergewebe + Beschichtung (z. B. PU oder PVC). Die Dicke ergibt sich aus der Gesamthöhe beider Schichten.

Übliche Werte:
- Leichtes Kunstleder (z. B. Kleidung) 0,5 – 0,8 mm
- Möbelbezugs-Kunstleder 0,9 – 1,2 mm
- Automotive oder Outdoor 1,2 – 2,0 mm

Dickeres Kunstleder ist widerstandsfähiger, aber schwerer zu vernähen.

3. Stärke/Dicke bei Stoffen

Bei Stoffen wird die Dicke seltener direkt angegeben, ist aber in technischen Textilien oder für bestimmte Zwecke durchaus relevant.
Die Dicke hängt stark von Material, Webart und Ausrüstung ab.

Stoffarten
- Leichte Stoffe (z. B. Chiffon) 0,1 – 0,3 mm
- Baumwollstoffe 0,3 – 0,6 mm
- Jeansstoff (Denim) 0,6 – 1,0 mm
- Fleece, Softshell 1,0 – 2,5 mm
- Technische Polsterstoffe bis 5 mm oder mehr

Die Dicke beeinflusst Faltenwurf, Wärmeleistung und Nähbarkeit.

Fazit: Stärke und Gewicht

Zwei Materialien können gleich dick sein, aber unterschiedlich schwer (z. B. luftige vs. dichte Struktur).
Umgekehrt kann ein Material schwer, aber dünn sein (z. B. dicht gewebtes Nylon).
Gewicht: 2.5 kg
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