MOJAVE Büffelleder – Pull-up, naturbelassen & robust
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Mojave | Büffelleder brown

Mojave | Büffelleder brown

FAQ's zum Artikel

Diese Büffellederkollektion eine robuste und strapazierfähige Lederkollektion, die in verschiedenen Anwendungen verwendet wird, von Bekleidung bis hin zu Möbeln und Accessoires.

Eigenschaften von Mojave Büffelleder Kollektion
Mojave Büffelleder Kollektion hat eine einzigartige Textur, Weichheit, Flexibilität und Atmungsaktivität. Leichter Pull-up Effekt. Es ist ein strapazierfähiges Leder, das mit der Zeit eine natürliche Patina entwickeln wird. Naturleder kann Falten, Narben, natürliche Unebenheiten und Farbvariationen aufweisen, die es zu einem charakteristischen und individuellen Leder machen. Es ist widerstandsfähig gegenüber Abrieb, Rissen und anderen äußeren Einflüssen, was es zu einer idealen Wahl für Gegenstände macht, die stark beansprucht werden.

Anwendungsbereich
Aufgrund seiner Robustheit und Vielseitigkeit wird Büffelleder in einer Vielzahl von Anwendungen verwendet, darunter Taschen, Gürtel, Schuhe, Polstermöbel, Autoinnenausstattung, als Möbelleder, Interiorausstattung und vieles mehr.

Als Leder für Schuhe und Accessoires
Mojave Büffelleder Kollektion wird häufig für die Herstellung von Schuhen, Stiefeln, Sandalen und Sneakers verwendet. Es bietet Komfort und Strapazierfähigkeit. Lederaccessoires wie Handtaschen, Geldbörsen, Gürtel und Armbänder sind ebenfalls beliebt. Gut geeignet ist Mojave Büffelleder Kollektion auch für Babyschuhe, Babypuschen und als Puschenleder und Finkenleder.

Möbelleder und Polsterleder
Mojave Büffelleder Kollektion wird für die Polsterung von Möbeln wie Sofas, Sesseln, Stühlen und Betten verwendet. Es verleiht den Möbelstücken eine perfekte Optik und ist gleichzeitig langlebig.

Als Leder für Schmuck und Accessoires
Mojave Büffelleder Kollektion wird auch für die Herstellung von Schmuckstücken wie Armbändern und anderen Accessoires verwendet.

Handwerksarbeiten
Mojave Büffelleder Kollektion eignet sich für handgefertigte Produkte wie Geldbörsen, Gürtel, Taschen, Notizbücher, Tagebücher und andere Lederwaren. Es ermöglicht kreative Gestaltungs- und Kombinationsmöglichkeiten.

Herstellung und Umweltfreundlichkeit
Im Faß durchgefärbt mit hochwertigen, lichtbeständigen Farbstoffen. Ökologisch gerechte Mineralgerbung, frei von jeglichen Schadstoffen gemäß den deutschen Gesetzen. Kein PCP, PCB, FCKW. Keine AZO-Farbstoffe. Umweltfreundlich hergestellt. Entspricht der PCP-Verbotsverordnung vom 12.12.1989.

Fazit
Mojave Büffelleder ist eine hervorragende Option für hochwertige Produkte, die eine lange Lebensdauer haben sollen, und für diejenigen, die ein robustes und strapazierfähiges Büffelleder suchen.

Reinigung und Pflege
Das Leder kann mit einem feuchten Tuch und neutraler Seifenlösung gereinigt werden. Zur Pflege empfehlen wir auch unsere Projektleder-Leder-Pflegeserien.

Original Ledermuster
Gerne senden wir Original Ledermuster zu.

Beim Wachs-/Ölfinish hellt das Leder bei Bewegung oder Dehnung punktuell auf; darunterliegende Farbtöne „ziehen hoch“ und erzeugen den typischen Vintage-/Colour-Shift. Mit der Nutzung bildet sich rasch eine charaktervolle Patina – gewollt und materialtypisch.

Büffelleder zeigt eine ausgeprägtere, rustikalere Poren-/Narbenstruktur und gilt in Vollnarben-Qualitäten als besonders zäh. Es wird wegen seiner Robustheit häufig für Gürtel, Taschen, Polster und stark beanspruchte Produkte genutzt.

Ja. Das robuste, atmungsaktive Leder ist für stark genutzte Oberflächen prädestiniert; das Wachsfinish sorgt für weichen Griff und erhöht die Alltagstauglichkeit. Beachten Sie: Pull-up-Leder zeigt Nutzungsspuren bewusst schneller – das ist Teil des Looks.

Verschmutzungen mit leicht feuchtem Tuch und milder Seifenlösung abwischen; lösungsmittel- oder silikonhaltige Reiniger vermeiden. Für das Finish eignen sich sparsam dosierte, wachshaltige Pflegeprodukte von Projektleder, um Griff und Farbtiefe zu erhalten.

In der EU sind aus AZO-Farbstoffen abspaltbare aromatische Amine in Leder mit Hautkontakt beschränkt (REACH, Anhang XVII, Eintrag 43); entsprechend wird nach EN/ISO-Methoden geprüft. Pentachlorphenol ist in Deutschland seit der PCP-Verbotsverordnung vom 12.12.1989 untersagt.

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Technische Daten: Mojave | Büffelleder brown

EigenschaftWertBeschreibung
Produktnummer: Mojave-brown
Einsatzbereiche: Accessoires, Applikationen, Autotuning, Babypuschen, Babyschuhleder, Bankauflagen aus Leder, Designobjekte, Gaststätten, Gürtel, Handtaschen, Hotels, Hundezubehör (z.B. Hundehalsbänder), Jagdzubehör, Kinderschuhe, Kissen und Polster, Kleiderwaren, Küchenstühle, Esszimmerstühle, Lederwaren, Motorrad Lederbekleidung, Möbel, Nackenrollen aus Leder, Objektbereich, Outdoor Ausrüstung, Polstermöbel (Couch, Sofa, Sessel, Stühle), Praxen für Heilberufe, Reitsport Leder, Sattlerbedarf, Schuhe, Sitzkissen aus Leder, Sitzmöbel und feste Polster, Szeneleder, Wandpaneelen aus Leder, Wandpolster aus Leder, Wohnbereich, Wohnmobil und Caravan Leder, Wohnwagen Leder, Zierkissen aus Leder, echt Leder Luxusmode
Was versteht man unter den Einsatzbereichen bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Der Begriff Einsatzbereiche beschreibt die typischen Anwendungsgebiete eines Materials – also wo, wofür und in welcher Form echtes Leder, Kunstleder oder Stoffe verwendet werden. Diese Bereiche richten sich nach den Eigenschaften des Materials, z. B. Robustheit, Flexibilität, Pflegebedarf oder Optik.

Einsatzbereiche von echtem Leder:
Echtes Leder ist langlebig, atmungsaktiv und hochwertig. Es wird überall dort eingesetzt, wo man natürliche Optik, hohe Strapazierfähigkeit und edle Haptik wünscht.

Typische Einsatzbereiche:
- Möbelbezüge (Sofas, Sessel)
- Gastronomie & Objektmöbel
- Mode (Jacken, Schuhe, Taschen, Gürtel)
- Fahrzeuginnenausstattung (Sitze, Lenkräder, Schaltknäufe)
- Handwerk & Accessoires (Etuis, Portemonnaies, Messerhüllen)
- Sattlerei, Reitsport, Motorradsitze

Besonders beliebt im Premiumsegment, wenn Langlebigkeit und Prestige gefragt sind.

Einsatzbereiche von Kunstleder:

Kunstleder ist pflegeleicht, kostengünstiger und wasserabweisend. Es wird verwendet, wenn der Look von Leder gewünscht ist – aber nicht zwingend dessen Eigenschaften nötig sind.

Typische Einsatzbereiche:
- Polstermöbel (Stühle, Bänke, Sofas)
- Mode (Kunstlederjacken, Hosen, Schuhe)
- Taschen & Accessoires
- Auto- & Boot-Innenräume (z. B. Sitzbezüge)
- Gastronomie & Objektmöbel (leicht abwischbar, hygienisch)
- Tierbedarf (Halsbänder, Leinen)

Besonders geeignet für preisbewusste, vegane oder hygienisch anspruchsvolle Anwendungen.

Einsatzbereiche von Stoffen:

Stoffe sind extrem vielseitig – von feinen Kleidungsstoffen bis zu robusten Outdoor-Materialien. Sie variieren stark je nach Faserart und Webtechnik.

Typische Einsatzbereiche:
- Bekleidung (Shirts, Kleider, Hosen, Unterwäsche)
- Wohntextilien (Vorhänge, Kissen, Decken, Bettwäsche)
- Polsterstoffe (Sofas, Sessel)
- Taschen, Rucksäcke, Bezüge
- Technische Textilien (Outdoor, Medizin, Filtration)

DIY, Hobby, Patchwork, Deko

Stoffe bieten durch ihre Vielfalt eine fast unbegrenzte Bandbreite an Verwendungsoptionen – von alltagstauglich bis spezialtechnisch.

Fazit:
Echtes Leder wird bevorzugt dort eingesetzt, wo Qualität, Langlebigkeit und Prestige gefragt sind. Kunstleder findet seinen Einsatz vor allem in funktionalen, pflegeleichten oder kostengünstigen Anwendungen, während Stoffe durch ihre große Vielfalt nahezu überall zum Einsatz kommen – von Kleidung bis Möbel, von Alltag bis Technik.
Brandverhalten: DIN EN 1021-1+2 EUFAC-Richtlinie
Was versteht man unter Brandverhalten bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Das Brandverhalten beschreibt, wie ein Material auf Feuer oder hohe Hitzeeinwirkung reagiert – also ob es brennt, wie schnell es sich entzündet, ob es tropft, raucht oder giftige Gase freisetzt. Diese Eigenschaft ist besonders wichtig bei der Auswahl von Materialien für Möbel, Fahrzeuginnenräume, öffentliche Gebäude, Luftfahrt oder Arbeitskleidung. In vielen Einsatzbereichen gelten verbindliche Normen wie DIN, EN und ISO, die das Brandverhalten von Materialien definieren, testen und klassifizieren.

Bei echtem Leder
Echtes Leder ist von Natur aus schwer entflammbar und brennt meist nur bei direktem, anhaltendem Flammkontakt.
Es verkohlt beim Brennen und bildet keine schmelzenden Tropfen. Chromgegerbtes Leder kann ein verbessertes Brandverhalten zeigen.

Für Polsterleder und Leder in Möbeln gelten u. a. folgende relevante Normen:
- DIN EN ISO 8191-1 / -2: Brandverhalten von Möbelpolstern – Zündquelle Zigarette und Streichholz
- DIN EN 1021-1 / 1021-2: Entzündbarkeit von Polstermöbeln durch glimmende Zigaretten und kleine offene Flammen
- DIN EN ISO 6940 / 6941: Bestimmung der vertikalen Flammenausbreitung an Textilien und Verbundmaterialien wie beschichtetem Leder
- DIN EN ISO 4589-2: Sauerstoffindex zur Beurteilung der Brennbarkeit von Leder
- ISO 3795 / DIN 75200: Brennverhalten von Materialien im Fahrzeugbau (z. B. für Ledersitze oder Türverkleidungen)
- FAR 25.853: Norm für Materialien in Luftfahrzeugen (für flugzeugtaugliches Polsterleder)

In vielen Bereichen erfüllt echtes Leder die Anforderungen an schwer entflammbare Materialien oft auch ohne zusätzliche Flammschutzausrüstung.

Bei Kunstleder
Kunstleder besteht meist aus Polyurethan (PU) oder Polyvinylchlorid (PVC) und zeigt ohne Ausrüstung ein kritisches Brandverhalten: Schmelzen, Tropfen und Rauchentwicklung sind möglich.
Die genaue Reaktion hängt von der Materialzusammensetzung und eventuell verwendeten Flammschutzmitteln ab.

Hochwertiges Kunstleder wird oft nach folgenden Normen geprüft:
- DIN EN 1021-1 und 1021-2 (Zündverhalten von Polstermöbeln)
- DIN 4102-B1/B2 (Bauprodukte: schwer/normal entflammbar)
- ISO 3795 / DIN 75200 (Fahrzeuginnenraum)
- FMVSS 302 (US-Standard für Kfz-Innenräume)

Bei Stoffen (Textilien)
Das Brandverhalten variiert stark je nach Faserart und Ausrüstung:

- Baumwolle brennt schnell
- Polyester schmilzt und tropft
- Wolle ist relativ schwer entflammbar.

Textilien können zusätzlich mit Flammschutzmitteln ausgerüstet werden.

Relevante Normen sind:
- DIN EN 13501-1 (Brandklassifizierung für Bauprodukte)
- DIN EN 1021-1 / 1021-2 (Zündverhalten bei Polstermöbeln)
- DIN 4102-B1/B2 (klassische Brandschutznorm)
- DIN EN ISO 6940 / 6941 (Flammenausbreitung)
- NF P92-503 (französische Klassifizierung M1–M4)
- FAR 25.853 (Flugzeugnorm)

Fazit:
Das Brandverhalten ist ein zentrales Sicherheitskriterium bei der Materialauswahl. Echtes Leder ist von Natur aus relativ schwer entflammbar und erfüllt viele Anforderungen bereits ohne zusätzliche Chemikalien. Kunstleder und Textilien hingegen benötigen in der Regel flammhemmende Ausrüstung, um geltende Normen wie DIN EN 1021, DIN 4102, ISO 6941 oder FAR 25.853 zu erfüllen. Für öffentliche, gewerbliche oder sicherheitskritische Einsatzbereiche ist die Einhaltung dieser Normen unverzichtbar.
Dauerknickverhalten: 30.000 – keine Veränderungen gemäß EN ISO 11640
Was versteht man unter Dauerknickverhalten bei echtem Leder und Kunstleder?

Das Dauerknickverhalten beschreibt die Fähigkeit eines Materials, wiederholtes Falten, Biegen oder Knicken über einen längeren Zeitraum hinweg ohne sichtbare Schäden wie Risse, Brüche oder Ablösungen zu überstehen. Es ist ein entscheidender Qualitätsfaktor für Materialien, die in stark beanspruchten Bereichen eingesetzt werden, z. B. bei Polstermöbeln, Schuhen, Taschen oder Fahrzeuginterieur.

Bei echtem Leder

Echtes Leder besitzt in der Regel ein sehr gutes Dauerknickverhalten, da es elastisch, zugfest und faserstabil ist. Durch die natürliche Struktur kann es sich gut an mechanische Beanspruchung anpassen, ohne schnell zu reißen. Besonders hochwertig gegerbtes Leder (z. B. durch Fassgerbung) zeigt eine hohe Langlebigkeit unter Dauerbelastung. Offene Poren oder sehr weiche Lederarten können empfindlicher auf Knickbelastung reagieren.

Gängige Prüfverfahren für Dauerknickverhalten bei Leder sind in der Norm DIN EN ISO 5402-1 definiert: Diese beschreibt die Methode zur Ermittlung der Knickbeständigkeit durch wiederholtes Bewegen über einen kleinen Radius (flexing endurance test).

Bei Kunstleder

Das Dauerknickverhalten hängt stark von der Qualität der Trägerstruktur (meist Textilgewebe) und der Deckschicht (z. B. PU, PVC) ab. Günstiges Kunstleder kann bei häufiger Beanspruchung zu Rissen, Abblättern oder Brüchigkeit neigen. Hochwertiges PU-Kunstleder mit elastischer Beschichtung und textiler Rückseite ist deutlich belastbarer.

Auch hier gilt die DIN EN ISO 5402-1 als wichtigste Prüfnorm zur Bewertung der Dauerknickfestigkeit.

Zusätzlich kann die Norm ISO 20932-1 (Bestimmung der Dehnungseigenschaften von beschichteten Textilien) zur ergänzenden Materialbewertung herangezogen werden.

Fazit:
Ein gutes Dauerknickverhalten ist essenziell für langlebige Produkte aus Leder oder Kunstleder. Wäh ren d echtes Leder durch seine natürliche Elastizität überzeugt, ist bei Kunstleder besonders auf die Materialqualität und Verarbeitun g zu ach ten. Die DIN EN ISO 5402-1 bietet eine international anerkannte Prüfgrundlage zur Bewertung der Knickbeständigkeit beider Materialien.
Eigenschaften: abriebfest, dehnfähig, edel, langlebig, lichtecht, nachhaltig, pflegeleicht, reißfest, weich
Was versteht man unter den Eigenschaften bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Eigenschaften dieser Materialien beziehen sich auf ihre technischen, optischen, haptischen und funktionalen Merkmale, die ihre Eignung für bestimmte Einsatzzwecke bestimmen – z. B. Kleidung, Polster, Taschen, Möbel oder Fahrzeug-Innenausstattung.

1. Eigenschaften von echtem Leder
Echtes Leder ist ein natürliches Material, das aus Tierhaut gewonnen wird – meist von Rind, Schwein oder Ziege.

Typische Eigenschaften (Merkmale und Beschreibung):
- Atmungsaktivität: Hoch – Leder "lebt" und lässt Luft durch
- Strapazierfähigkeit: Sehr hoch, besonders bei Dickleder
- Optik: Einzigartige Narbung, oft mit Patina
- Haptik: Warm, weich, hochwertig
- Wasserresistenz: Mittel – kann imprägniert werden
- Pflegebedarf: Ab und an Lederpflege notwendig
- Umweltaspekt: Naturprodukt

2. Eigenschaften von Kunstleder

Kunstleder (PU, PVC) ist ein synthetisch hergestelltes Imitat von echtem Leder.

Typische Eigenschaften (Merkmal und Beschreibung):
- Atmungsaktivität: Gering, abhängig vom Produkt
- Strapazierfähigkeit: Sehr gut, abhängig von der Qualität
- Optik: Gleichmäßig, kann echtes Leder gut imitieren
- Wasserresistenz: Hoch – sehr pflegeleicht
- Pflegebedarf: Niedrig – einfach abwischbar
- Umweltaspekt: Meist aus Erdöl-basierten Kunststoffen, es gibt aber auch "Vegane Produkte)

3. Eigenschaften von Stoffen (Textilien)

Stoffe bestehen aus natürlichen oder synthetischen Fasern, die gewebt, gestrickt oder gefilzt sind.

Typische Eigenschaften (Merkmal und Beschreibung):

- Atmungsaktivität: Hoch bei Baumwolle, Leinen etc.
- Strapazierfähigkeit: Variiert stark je nach Faser & Verarbeitung
- Optik: Große Vielfalt – von fein bis grob
- Haptik: Weich, angenehm (z. B. bei Naturfasern)
- Wasserresistenz: Meist gering, es sei denn speziell beschichtet
- Pflegebedarf: Waschmaschinengeeignet, pflegeleicht
- Umweltaspekt: Naturfasern nachhaltig, Synthetik oft kritisch

Fazit – Eigenschaften von echtem Leder, Kunstleder und Stoffen in Worten zusammengefasst:

Echtes Leder überzeugt durch seine hohe Atmungsaktivität, natürliche Haptik und außergewöhnliche Langlebigkeit. Es wirkt hochwertig und entwickelt mit der Zeit eine schöne Patina.

Kunstleder ist eine günstigere Alternative, die optisch oft kaum von echtem Leder zu unterscheiden ist. Es ist pflegeleicht, wasserabweisend und gleichmäßig in der Optik. Dafür fehlt ihm die Atmungsaktivität, es fühlt sich etwas kälter und künstlicher an.

Stoffe sind sehr vielfältig in Aussehen und Eigenschaften. Sie sind meist atmungsaktiv, angenehm auf der Haut und pflegeleicht. Ihre Strapazierfähigkeit variiert jedoch stark – je nach Faserart und Verarbeitung. Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen gelten als besonders nachhaltig, während synthetische Stoffe eher kritisch zu bewerten sind.

Kurz auf den Punkt gebracht:
Echtes Leder steht für Natürlichkeit und Langlebigkeit, Kunstleder für Funktionalität und Pflegeleichtigkeit, und Stoffe für Vielseitigkeit und Komfort.
Gerbung: Mit hochwertigen Farbstoffen, im Fass durchgefärbt.
Was versteht man unter der Gerbung bei echtem Leder?

Die Gerbung ist ein zentraler Verarbeitungsschritt bei der Herstellung von echtem Leder. Dabei wird die rohe Tierhaut mithilfe chemischer oder pflanzlicher Gerbstoffe in ein dauerhaft haltbares, verrottungsfestes Material umgewandelt. Ohne Gerbung würde die Haut austrocknen, verhärten oder schimmeln. Die Art der Gerbung hat entscheidenden Einfluss auf die Eigenschaften des Leders wie Farbe, Geruch, Elastizität, Festigkeit und Umweltverträglichkeit.

Wichtige Gerbarten im Überblick:
- Chromgerbung
Am weitesten verbreitetes Verfahren, bei dem Chrom(III)-salze (meist Chromsulfat) verwendet werden.
Ergibt geschmeidiges, widerstandsfähiges Leder mit guter Hitzebeständigkeit. Typisch für Polsterleder, Schuh- und Bekleidungsleder.

Relevante Norm: DIN EN ISO 5398-1 bis -4 (Bestimmung von Chromgehalt in Leder).
Chrom(VI) ist toxisch und darf gemäß REACH-Verordnung nicht im Endprodukt nachweisbar sein.

- Vegetabil (pflanzlich) gegerbtes Leder
Verwendung von pflanzlichen Gerbstoffen aus Rinden, Hölzern oder Früchten (z. B. Quebracho, Mimosa, Eichenrinde).
Führt zu festerem, formstabilem Leder mit typischem, natürlichem Geruch. Besonders geeignet für Gürtel, Taschen, Sättel oder ökologische Produkte. Umweltfreundlicher, aber zeitaufwändiger als Chromgerbung.

Prüfung nach DIN EN ISO 4045 (pH-Wert) und ISO 14001 (Umweltmanagementsysteme bei der Herstellung).

- Aldehydgerbung (z. B. Glutaraldehyd)
Chromfreies, meist helles Leder mit weicher Haptik. Häufig verwendet für Babyartikel oder medizinische Produkte.
Formaldehydgrenzwerte müssen streng eingehalten werden.

Norm: DIN EN ISO 17226-1 (Bestimmung von Formaldehyd in Leder).

- Synthetische Gerbung (z. B. mit Harzen)
Wird oft in Kombination mit anderen Verfahren eingesetzt. Führt zu weichem, leichtem Leder – typisch für Bekleidung oder Futterleder.

- Kombinierte Gerbung
Kombination mehrerer Gerbarten zur Optimierung von Eigenschaften (z. B. Chrom + pflanzlich). Weit verbreitet bei hochwertigen Möbel- oder Automobilledern.

Fazit:
Die Gerbung macht rohe Tierhäute erst zu haltbarem Leder. Je nach Verfahren entstehen unterschiedliche Eigenschaften, Einsatzbereiche und Umweltwirkungen. Mit Normen wie DIN EN ISO 5398, DIN EN ISO 4045, DIN EN ISO 17226-1 und Vorgaben aus der REACH-Verordnung wird die Qualität und Sicherheit moderner Lederprodukte gewährleistet.
Größe der Häute: ca. 4 qm
Was versteht man unter der Größe von Lederhäuten?

Die Größe von Lederhäuten bezeichnet die Gesamtfläche einer einzelnen Tierhaut, nachdem sie gegerbt und zugeschnitten wurde. Diese Fläche wird in der Regel in Quadratmetern (m²) oder seltener in Quadratfuß (sqft) angegeben. Die tatsächliche Größe hängt von der Tierart, dem Zuschnitt (z. B. ganze Haut, Halbhäute, Croupon) und dem Verwendungszweck ab.

Lederhäute sind Naturprodukte und daher nicht genormt. Jede Haut unterscheidet sich in Form und Größe. Die angegebene Fläche bezieht sich auf die verwendbare Fläche, also den Teil, der verarbeitet werden kann.

Typische Größen nach Tierart:
- Rindsleder (ganze Haut): ca. 4 bis 6 m²
- Rindsleder (Halbhäute): ca. 2 bis 3 m²
- Büffelleder: ca. 4 bis 6 m²
- Ziegenleder: ca. 0,4 bis 0,7 m²
- Kalbsleder: ca. 1 bis 1,8 m²
- Wildleder, Velourleder, Rauhleder: bis ca. 2 m²

Wichtiger Hinweis:
Da Lederhäute unregelmäßig geformt sind, ist die verfügbare Fläche nicht rechteckig und muss bei Zuschnittplänen individuell berücksichtigt werden. Händler geben die Größe in der Regel exakt pro Stück an, oft mit leichter Abweichung nach oben oder unten.

Fazit:
Die Größe von Lederhäuten beschreibt die verarbeitbare Fläche einer Tierhaut in Quadratmetern. Sie variiert je nach Tierart, Zuschnitt und natürlicher Form und ist eine zentrale Kenngröße beim Einkauf und der Verarbeitung von Leder.
Herstellung: nach den weltweit strengsten Umweltauflagen hergestellt. Hergestellt in der EU.
In Bezug auf Schadstoffe und gesetzliche Vorgaben versteht man unter der Herstellung von echtem Leder nicht nur die Gerbung der Tierhaut, sondern auch die kontrollierte Auswahl von Chemikalien während Gerbung, Färbung und Zurichtung, damit das Leder gesundheitlich unbedenklich und gesetzeskonform ist.

1. AZO-Farbstoffe

· AZO-Farbstoffe wurden früher zum **Färben von Leder** eingesetzt.
· Bestimmte AZO-Farbstoffe können sich **spalten** und dabei **krebserregende aromatische Amine** freisetzen.
· In der EU verboten**, wenn sie diese Amine freisetzen.
· Echtes Leder darf nur mit **zugelassenen, schadstofffreien Farbstoffen** gefärbt werden.

Bedeutung: Schutz der Haut des Verbrauchers (z. B. bei Schuhen, Handschuhen).

2. PCP-Verordnung (Pentachlorphenol)

PCP ist ein hochgiftiges Biozid, früher genutzt:

· zur Konservierung von Häuten
· als Schimmel- und Insektenschutz
· In der EU seit Jahren verboten.
· Echtes Leder darf keine oder nur minimalste Rückstände enthalten.

Bedeutung: Vermeidung von Umweltgiften und Gesundheitsrisiken.

3. PCB (Polychlorierte Biphenyle)

PCB wurden früher in:

· Fetten, Ölen, Farben
· Maschinen und Lederhilfsmitteln eingesetzt.
· Stark gesundheits- und umweltschädlich, heute verboten.
· Modern hergestelltes Leder muss PCB-frei sein.

Bedeutung: Langzeitgesundheit und Umweltschutz.

4. Chrom VI (Chrom(VI))

· Bei der Chromgerbung wird Chrom III verwendet (erlaubt).
· Streng geregelt (Grenzwerte in der EU).
· Echtes Leder darf keinen oder nur extrem geringe Chrom-VI-Gehalte aufweisen.

Bedeutung:Besonders wichtig bei Schuhen, Gurten, Möbeln (Hautkontakt).

5. FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe)

FCKW wurden früher:

· als Treibgase
· bei der Schaum- oder Sprühzurichtung verwendet.
· Wegen Ozonabbau verboten.
· In der Lederherstellung heute nicht mehr zulässig.

Bedeutung:Klimaschutz und Umweltschutz.

6. Zurichtung von Leder

Die Zurichtung ist der letzte Verarbeitungsschritt:

· Auftragen von:

- Farbschichten
- Lacken
- Wachsen
- Kunstharzen

· Ziel:

- Schutz
- Optik (Glanz, Matt, Struktur)
- Abriebfestigkeit

In Bezug auf Schadstoffe heißt das:

* Keine verbotenen Lösemittel
* Keine PCB-, PCP- oder AZO-haltigen Stoffe
* Keine Bildung von Chrom VI
* Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte

usammengefasst:

Die Herstellung von echtem Leder bedeutet nicht nur Tierhaut zu gerben, sondern auch:

✔️ Verwendung schadstofffreier Chemikalien
✔️ Einhaltung gesetzlicher Umwelt- und Gesundheitsvorschriften
✔️ Kontrollierte Färbung und Zurichtung
✔️Verbraucherschutz

Alle unsere echten Leder und Kunstleder unterliegen selbstverständlich diesen Vorschriften und werden auch so gefertigt.
Lichtbeständigkeit: ≥ 3 gemäß EN ISO 105 – B02
Was versteht man unter Lichtbeständigkeit bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Lichtbeständigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Materials, seine Farbe und Oberfläche bei längerem Einfluss von natürlichem oder künstlichem Licht (insbesondere UV-Strahlung) unverändert zu behalten. Sie ist ein zentrales Qualitätskriterium bei Materialien, die dauerhaft Sonnenlicht ausgesetzt sind, wie Möbelbezüge, Autositze oder Outdoor-Textilien.

Bei echtem Leder
· Echtes Leder kann bei intensiver Lichteinwirkung ausbleichen oder sich verfärben – abhängig von der Farbstoffqualität und der Zurichtung.
· Durchgefärbtes Leder mit lichtechten Pigmenten weist eine höhere Lichtbeständigkeit auf.
· Besonders im Automobilbereich und bei Möbeln ist dieser Faktor wichtig für die langfristige Optik.

Relevante Prüfnormen:
· DIN EN ISO 105-B02 (Bestimmung der Lichtbeständigkeit von Leder)
· DIN EN ISO 105-B06 (kombinierte Bewertung von Licht- und Wärmeeinwirkung – Heißlichtechtheit)

Bei Kunstleder
· Kunstleder reagiert je nach Materialbasis (PU, PVC) unterschiedlich auf UV-Strahlung.
· Hochwertige PU-Kunstleder mit UV-stabilisierter Ausrüstung weisen bessere Lichtbeständigkeit auf als einfache PVC-Kunstleder.
· Verfärbungen, Versprödung oder Strukturveränderungen sind bei schlechter Lichtbeständigkeit möglich.

Relevante Prüfnormen:
· DIN EN ISO 105-B02
· ISO 4892-2 (künstliche Bewitterung mit Xenonbogenlicht)

Bei Stoffen (Textilien)
· Textilien aus synthetischen Fasern (z. B. Polyester, Acryl) sind in der Regel lichtbeständiger als Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen.
· Farbbeständigkeit ist entscheidend für Vorhänge, Polstermöbel, Sonnenschutz oder Outdoor-Bekleidung.
· Auch gefärbte Stoffe können unter Lichteinfluss nachdunkeln oder ausbleichen.

Relevante Prüfnormen:
· DIN EN ISO 105-B02
· ISO 105-B04 (für Outdoor-Anwendungen mit Xenonbogenlicht)
· ISO 4892-2 (künstliche Lichtalterung)

Fazit:
Lichtbeständigkeit ist eine entscheidende Materialeigenschaft für alle Anwendungen, bei denen Produkte Sonnenlicht oder künstlichem Licht ausgesetzt sind. Sie schützt Farben und Oberflächen vor Alterung und Farbverlust. Die wichtigsten Prüfstandards zur Beurteilung der Lichtbeständigkeit sind DIN EN ISO 105-B02, B06, B04 und ISO 4892-2.
Oberfläche Beschaffenheit: Leder mit typischer Büffeloptik, Wachsfinish, samtig weich
Was versteht man unter Beschaffenheit der Oberfläche bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Beschaffenheit der Oberfläche beschreibt die sicht- und fühlbaren Merkmale eines Materials – also seine Struktur, Glätte, Narbung, Porigkeit, Weichheit oder eventuelle Beschichtungen. Sie beeinflusst nicht nur die Optik und Haptik, sondern auch die Funktionalität und Pflegeeigenschaften eines Produkts.

Bei echtem Leder
· Die Oberfläche zeigt je nach Lederart und Zurichtung natürliche Merkmale wie Narben, Poren oder Falten.
· Glattleder, Nubuk, Velours oder geprägte Leder unterscheiden sich stark in Haptik und Aussehen.
· Zurichtungen können Glanz, Farbe oder Schutzschichten aufbringen.

Relevante Normen:
· DIN EN ISO 2418 – Allgemeine Probenahme und Vorbereitung von Leder
· DIN EN ISO 2589 – Bestimmung der Dicke
· DIN EN ISO 3377-1 – Zugversuch zur Feststellung der Oberflächenhaftung (Finish)

Bei Kunstleder
· Die Oberfläche wird künstlich hergestellt, meist mit Narbungsprägung oder Glättung der PU-/PVC-Schicht.
· Sie kann strukturiert, glatt, matt oder glänzend sein – je nach Design und Verarbeitung.
· Häufig werden Schutzbeschichtungen gegen UV, Kratzer oder Flecken aufgebracht.

Relevante Normen:
· ISO 7619-1 – Härteprüfung (Shore) von Beschichtungen
· ISO 7765-1 – Prüfung der Schlagzähigkeit
· ISO 2286-2 – Dickenmessung von beschichteten Textilien

Bei Stoffen (Textilien)
· Die Oberfläche variiert je nach Faser, Gewebebindung und Veredelung.
· Baumwolle, Leinen, Polyester oder Mikrofaser zeigen unterschiedliche Haptik und Struktur.
· Beschichtete Textilien können wasserabweisend, atmungsaktiv oder schmutzresistent sein.

Relevante Normen:
· ISO 2060 – Garnfeinheit
· ISO 139 – Klimatisierung vor Prüfung
· ISO 12947 – Martindale-Abriebtest (indirekter Indikator für Oberflächenstabilität)

Fazit:
Die Oberflächenbeschaffenheit beeinflusst maßgeblich die Ästhetik, Pflege, Haptik und Einsatzfähigkeit von Leder, Kunstleder und Stoffen. Mit Normen wie DIN EN ISO 2589, ISO 2286-2 oder ISO 12947 lassen sich objektive Merkmale bewerten und vergleichen.
Umwelteigenschaften: entspricht der PCP-Verbotsverordnung, ohne Einsatz von AZO-Farbstoffen, umweltschonende Herstellung
Was versteht man unter Umwelteigenschaften und deren Auswirkungen bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Umwelteigenschaften beschreiben, wie Materialien während ihrer Herstellung, Nutzung und Entsorgung die Umwelt beeinflussen. Dazu zählen Energieverbrauch, Emissionen, Einsatz von Chemikalien, Abbaubarkeit, Recyclingfähigkeit und soziale Aspekte. Für Verbraucher, Hersteller und Gesetzgeber sind diese Informationen zunehmend entscheidend, um nachhaltige Materialentscheidungen zu treffen.

Bei echtem Leder
· Echtleder ist bei ökologisch verantwortungsvoller Herstellung nachhaltig , etwa durch pflanzliche Gerbung, geringe Emissionen und lokale Produktion.
· Chromgerbung birgt Umwelt- und Gesundheitsrisiken, insbesondere bei unkontrollierter Entsorgung oder fehlerhafter Nachbehandlung.
· Leder ist biologisch abbaubar, sofern es nicht stark beschichtet oder synthetisch ausgerüstet ist.

Relevante Normen und Richtlinien:
· DIN EN ISO 14001 – Umweltmanagementsysteme
· DIN EN ISO 17075-1/-2 – Bestimmung von Chrom(VI) in Leder
· REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 – Chemikaliensicherheit in der EU

Bei Kunstleder
· Kunstleder besteht meist aus PVC oder PU und basiert damit auf fossilen Rohstoffen.
· Die Herstellung kann energieintensiv sein und schwer abbaubare Rückstände erzeugen.
· Hochwertiges PU-Kunstleder ist oft emissionsärmer als PVC, aber generell schlechter biologisch abbaubar als Echtleder.

Relevante Normen und Richtlinien:
· ISO 14040 / ISO 14044 – Lebenszyklusanalyse (LCA)
· OEKO-TEX® Standard 100 – Schadstoffprüfung für Textilprodukte
· ISO 12460-3 – Formaldehydemissionen aus Kunststoffen

Bei Stoffen (Textilien)
· Die Umweltwirkung variiert je nach Faserart: Naturfasern wie Baumwolle sind biologisch abbaubar, verursachen aber oft hohen Wasser- und Pestizidverbrauch.
· Synthetische Fasern wie Polyester basieren auf Erdöl, sind recycelbar, aber schwer abbaubar.
· Textilien können mit umweltschädlichen Farben, Weichmachern oder Ausrüstungen behandelt sein.

Relevante Normen und Richtlinien:
· ISO 14001 – Umweltmanagement
· GOTS (Global Organic Textile Standard) – ökologische Textilzertifizierung
· OEKO-TEX® Standard 100

Fazit:
Die Umwelteigenschaften von Leder, Kunstleder und Textilien hängen stark vom Materialtyp, der Herstellungsmethode und der Entsorgung ab. Während Echtleder bei ökologischer Produktion vorteilhaft sein kann, bieten Kunstleder und Textilien Chancen durch Recycling oder Schadstofffreiheit. Maßgebliche Normen wie ISO 14001, REACH oder OEKO-TEX® helfen dabei, umweltrelevante Aspekte zu bewerten und nachhaltige Entscheidungen zu treffen.
Lederart: Büffelleder
Was versteht man unter Lederart und ihre Herkunft bei echtem Leder?

Unter der Lederart versteht man die Einteilung von echtem Leder nach der Tierart, aus der die Haut stammt. Jede Lederart hat spezifische Eigenschaften wie Dicke, Narbung, Flexibilität, Festigkeit oder Optik – und eignet sich daher für unterschiedliche Verwendungszwecke. Zusätzlich spielt die Herkunft eine große Rolle, da Haltung, Klima und Verarbeitungstraditionen die Qualität des Leders wesentlich beeinflussen.

Hier eine Übersicht über gängige Lederarten und ihre typischen Herkunftsländer:

Rindsleder
- Herkunft: Europa (Deutschland, Italien, Frankreich, Deutschland Österreich und Schweiz), Südamerika (Brasilien, Argentinien), USA

Merkmale: robust, vielseitig einsetzbar, mittlere bis hohe Dicke
Verwendung: Polstermöbel, Schuhe, Taschen, Gürtel, Fahrzeuginterieur

Kalbsleder
- Herkunft: Italien, Frankreich, Schweiz, Deutschland

Merkmale: feine Poren, sehr weich, hochwertig, gleichmäßige Oberfläche
Verwendung: Luxusschuhe, hochwertige Taschen, Bekleidung, Lederwaren

Büffelleder
- Herkunft: Indien, Pakistan, Bangladesch, teilweise Südostasien

Merkmale: grobe Narbung, sehr robust, dick
Verwendung: Gürtel, robuste Möbel, Taschen, Outdoor-Produkte

Ziegenleder
- Herkunft: Indien, Marokko, Pakistan, Nigeria

Merkmale: weich, dehnbar, gleichzeitig widerstandsfähig, feine Narbung
Verwendung: Bekleidung, Handschuhe, feine Taschen, Buchbindungen

Schafleder
- Herkunft: Großbritannien, Neuseeland, Australien, Türkei

Merkmale: sehr weich, leicht, elastisch
Verwendung: Kleidung, Innenfutter, Handschuhe

Wildleder, Velourleder (z. B. Rind, Kalb, Hirsch, Reh)
Herkunft: Europa (besonders Deutschland, Österreich, Skandinavien), Nordamerika

Merkmale: samtige Oberfläche (Velours), weich, dehnbar, natürliches Aussehen
Verwendung: Trachtenmode, Handschuhe, Schuhe, Jagdbekleidung

Hier noch einigeAnwendungsarten von echtem Leder:

- Möbel und Innenausstattung
Sofas, Sessel, Stühle (Polsterbezüge), Autositze, Lenkräder, Schalthebel (Fahrzeuginnenraum), Türverkleidungen, Wandbespannungen, Wohnaccessoires

- Mode und Bekleidung
Lederjacken, Mäntel, Westen, Lederhosen, Röcke, Kleider, Handschuhe, Gürtel, Hüte, Mützen, Schuhe, Stiefel, Sandalen

- Taschen und Accessoires
Handtaschen, Umhängetaschen, Rucksäcke, Geldbörsen, Etuis, Schlüsselanhänger, Smartphone- und Laptop-Hüllen,
Schreibmappen, Aktentaschen

- Handwerk und Reitsport
Sättel, Zaumzeug, Halfter, Messer- und Werkzeugtaschen, Hundehalsbänder und Leinen, Leder für Bogensport, Schwerter oder historische Rüstungen

- Luxus- und Designerprodukte
Hochwertige Uhrenarmbänder, Designermöbel und Sonderanfertigungen, Maßgeschneiderte Kleidung und Schuhe, Exklusive Autoausstattungen (z. B. in Luxusfahrzeugen)

- Musikinstrumente und Kunsthandwerk
Trommelbespannungen (z. B. Djembe, Conga), Lederumschläge für Bücher oder Bibeln, Kunstobjekte, Wandbehänge, Masken

- Industrielle und technische Anwendungen
Schweißerschürzen, Schnittschutzhandschuhe, Dichtungen, Membranen, technische Polster, Arbeitskleidung in besonderen Einsatzbereichen

- Tradition und Kultur
Trachtenbekleidung (z. B. Lederhosen, Hirschlederhandschuhe), Historische Kostüme, Museumsexponate, Sattlerei- und Schuhmacherhandwerk, Religiöse Objekte oder zeremonielle Kleidung

Fazit:
Die Lederart bezeichnet die Tierart, aus der das Leder gewonnen wird, während die Herkunft auf das Land oder die Region verweist, in der die Tiere gehalten wurden. Beides beeinflusst die Qualität, Optik und Verwendbarkeit des Leders maßgeblich. Europa steht besonders für hochwertige Kalbs- und Rindsleder, während Länder wie Indien und Pakistan führend bei Büffel- und Ziegenleder sind.
Mindestabnahme: ab 1 Haut ca. 4 m²
Was versteht man unter der Mindestabnahme bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Mindestabnahme bezeichnet die kleinste Menge eines Materials, die man bei Projektleder kaufen muss. Sie hängt von Materialart und der Verpackungseinheit ab – und kann variieren.

1. Mindestabnahme bei echtem Leder

Echtes Leder wird immer pro halbe Haut oder pro ganze Haut verkauft, da es sich um natürliche Tierhäute handelt.

Typisch ist:
Verkauf pro Haut, oder Halbhäute nach m².
Mindestabnahme: Halbe Haut oder ganze Haut (z. B. 2.5 oder 5 m²)

Hinweis: Da jede Haut unterschiedlich groß ist, ist die Fläche nicht exakt planbar.

2. Mindestabnahme bei Kunstleder

Kunstleder wird meterweise, also per Laufmeter oder per Rolle verkauft, meist mit genormter Breite (z. B. 140 cm).

Übliche Mindestabnahme:
1-2 Laufmeter

3. Mindestabnahme bei Stoffen (Textilien)

Stoffe sind besonders flexibel erhältlich, sowohl für Hobbynäher als auch im industriellen Maßstab.

Übliche Mindestabnahmen:
1-2 Laufmeter

Bei Stoffen mit individuellem Druck oder Färbung (z. B. Digitaldruck) gelten oft projektbezogene Mindestabnahmen.

Zusammengefasst:

Die Mindestabnahme variiert stark je nach Materialart und Vertriebskanal. Echtes Leder wird in der Regel als halbe oder ganze Haut verkauft, sodass selbst kleine Bestellungen mehrere Quadratmeter umfassen können. Kunstleder ist häufig ab einem oder 2 Laufmeter erhältlich.
Rohhäute: 100% Echtes Büffelleder
Was versteht man unter Rohhäute und ihre Herkunft bei echtem Leder?

Rohhäute sind unbehandelte Tierhäute, die als Ausgangsmaterial für die Herstellung von echtem Leder dienen. Sie fallen in der Regel als Nebenprodukt der Fleischverarbeitung an und werden nicht extra wegen des Leders erzeugt. Die Rohhaut ist nach dem Häuten des Tieres in ihrem natürlichen Zustand, also noch nicht gegerbt, konserviert oder bearbeitet. Ohne schnelle Weiterverarbeitung oder Konservierung beginnt sie rasch zu verderben.

Die Herkunft der Rohhäute bezieht sich auf die Tierart, das geografische Ursprungsland und die Haltungsbedingungen der Tiere. Diese Faktoren haben großen Einfluss auf die Qualität des späteren Leders.

Typische Herkunftsquellen:
- Rinderhäute: Weltweit verbreitet, besonders aus Europa wie z.B. Deutschland und Österreich, Südamerika, Indien und den USA
- Kalbshäute: Häufig aus Europa (z. B. Italien, Frankreich) – sehr feinporig und hochwertig
- Ziegen- und Schafhäute: Häufig aus Nordafrika, Asien und dem Mittelmeerraum
- Büffelhäute: Vor allem aus Indien, Pakistan und Südostasien
- Wildhäute (z. B. Hirsch, Reh): Oft aus der Jagd in Europa oder Nordamerika

Die Qualität der Rohhaut hängt von der Haltung, Fütterung und dem Umgang mit dem Tier ab. Tiere aus Freilandhaltung zeigen oft mehr Narben oder Insektenstiche, während Tiere aus kontrollierter Stallhaltung tendenziell glattere, fehlerfreiere Häute liefern.

Fazit:
Rohhäute sind der natürliche, unbehandelte Ausgangsstoff für echtes Leder. Ihre Herkunft – im Sinne von Tierart, Haltung und Herkunftsland – hat direkten Einfluss auf die Qualität, Beschaffenheit und Verwendbarkeit des daraus entstehenden Leders.
Sattler & Polsterarbeiten: heften möglich, kleben möglich, nähen möglich, spannen möglich, tackern möglich, weich und dehnfähig
Was versteht man unter Sattler- & Polsterarbeiten?

Sattler- und Polsterarbeiten bezeichnen handwerkliche Tätigkeiten, bei denen Leder, Kunstleder oder Stoffe verarbeitet werden, um Sitzflächen, Möbel, Fahrzeuge oder Accessoires zu beziehen, zu reparieren oder neu aufzubauen. Dabei kommen verschiedene Techniken wie kleben, nähen, tackern, heften und spannen zum Einsatz – je nach Material, Form und Funktion des jeweiligen Projekts.

Sattlerarbeiten
Sattler sind spezialisierte Handwerker, die sich traditionell mit der Verarbeitung von Leder beschäftigen – vor allem im Bereich:

- Fahrzeuginnenausstattung (z. B. Autositze, Türverkleidungen, Lenkräder)
- Reitsport (z. B. Sättel, Zaumzeug, Halfter)
- Motorradsitze, Taschen, Planen, Oldtimer-Restaurierung

Der Fokus liegt auf robusten, funktionalen und oft maßgefertigten Lederarbeiten, bei denen das Material häufig geklebt, genäht oder gespannt wird. Für komplexe Formen sind weiche und dehnfähige Leder besonders gut geeignet.

Polsterarbeiten
Polsterarbeiten beziehen sich auf das Aufarbeiten, Neubespannen oder Erneuern von Sitzflächen, insbesondere bei:

-Sofas, Sesseln und Stühlen (Möbelpolsterei)
-Gastronomiemöbeln oder Objektmöbeln
-Oldtimer- oder Bootssitzen
- Caravan- und Wohnmobilausbau

Hier kommen Polstermaterialien wie Schaumstoffe, Gurte, Federn und Bezüge zum Einsatz. Die Bezugsstoffe werden je nach Anwendung getackert, geheftet, genäht oder verklebt. Durch das Spannen und Formen entstehen glatte, faltenfreie Oberflächen mit hoher Belastbarkeit und langer Lebensdauer.

Fazit:
Sattler- und Polsterarbeiten sind hochwertige, meist handwerkliche Tätigkeiten, die darauf abzielen, Sitzmöbel oder lederbezogene Produkte funktional und optisch aufzuwerten. Sie verbinden traditionelles Handwerk mit moderner Technik und setzen auf vielseitige Bearbeitungsmethoden wie kleben, nähen, tackern, heften und spannen – ideal für maßgeschneiderte Lösungen im Möbel-, Fahrzeug- oder Accessoire-Bereich.
Stärke: 1.1 – 1.3 mm
Was versteht man unter der Stärke/Dicke bei echtem Leder, Kunstleder und Stoffen?

Die Stärke oder Dicke ist die physische Höhe eines Materials, gemessen in Millimetern (mm). Sie beeinflusst direkt die Robustheit, Flexibilität, Verarbeitungseignung und den Verwendungszweck eines Materials – sei es echtes Leder, Kunstleder oder Textilien.

1. Stärke/Dicke bei echtem Leder

Echtes Leder ist ein Naturprodukt und variiert in seiner Stärke je nach Tierart, Lage auf der Haut und Zurichtung.
Gemessen wird in mm oder "oz" (Unzen pro Quadratfuß, v. a. im englischen Raum)

Übliche Stärkenbereiche:
- Feines Leder (z. B. Handschuhe, Bekleidung) 0,5 – 1,0 mm
- Taschen, Accessoires 1,2 – 2,0 mm
- Gürtel, Riemen 3,0 – 4,0 mm
- Sattel- oder Werkzeugleder 4,0 mm und mehr

Stärke wirkt sich stark auf die Steifigkeit und die Einsatzmöglichkeiten aus.

2. Stärke/Dicke bei Kunstleder

Kunstleder besteht meist aus einem Trägergewebe + Beschichtung (z. B. PU oder PVC). Die Dicke ergibt sich aus der Gesamthöhe beider Schichten.

Übliche Werte:
- Leichtes Kunstleder (z. B. Kleidung) 0,5 – 0,8 mm
- Möbelbezugs-Kunstleder 0,9 – 1,2 mm
- Automotive oder Outdoor 1,2 – 2,0 mm

Dickeres Kunstleder ist widerstandsfähiger, aber schwerer zu vernähen.

3. Stärke/Dicke bei Stoffen

Bei Stoffen wird die Dicke seltener direkt angegeben, ist aber in technischen Textilien oder für bestimmte Zwecke durchaus relevant.
Die Dicke hängt stark von Material, Webart und Ausrüstung ab.

Stoffarten
- Leichte Stoffe (z. B. Chiffon) 0,1 – 0,3 mm
- Baumwollstoffe 0,3 – 0,6 mm
- Jeansstoff (Denim) 0,6 – 1,0 mm
- Fleece, Softshell 1,0 – 2,5 mm
- Technische Polsterstoffe bis 5 mm oder mehr

Die Dicke beeinflusst Faltenwurf, Wärmeleistung und Nähbarkeit.

Fazit: Stärke und Gewicht

Zwei Materialien können gleich dick sein, aber unterschiedlich schwer (z. B. luftige vs. dichte Struktur).
Umgekehrt kann ein Material schwer, aber dünn sein (z. B. dicht gewebtes Nylon).
Gewicht: 2.5 kg
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